Ausgrabungen zum wirklichen Leben
Eine Bilanz- Autor:innen:
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Schmitz zieht in diesem Buch die Bilanz eines mehr als fünfzigjährigen Fortschreitens im Dienst der Aufgabe, den Menschen ihr wirkliches Leben begreiflich zu machen. Er stellt zu diesem Zweck vier Säulen seines Werkes vor – unter den Titeln: Subjektivität, Mannigfaltigkeit, Leib und Gefühl, Welt – und bringt grundlegende Fragestellungen der Neuen Phänomenologie zur Sprache:
Der Leib war seit der antiken Welt- und Menschspaltung vergessen und wird in der neueren Leibphilosophie höchstens als irgendwie ergänzter Körper verstanden. Schmitz arbeitet dagegen die mit dem sicht- und tastbaren Körper unvereinbare Räumlichkeit und Dynamik des spürbaren Leibes heraus und verfolgt diese Dynamik in die leibliche Kommunikation. Gefühle sind weder Seelenzustände noch persönliche Stellungnahmen, sondern räumlich ergossene Atmosphären und leiblich ergreifende Mächte. Die primitive Gegenwart, der Ursprung von Leib, Raum und Zeit, wird in ihrer Entfaltung zur Welt nach fünf Seiten – Raum, Zeit, Sein, Identität, Subjektivität – in Abhängigkeit von der satzförmigen Rede des Menschen verfolgt.
Am Schluss steht ein Rückblick auf das Abendland. Die antike Philosophie mit Welt- und Menschspaltung, das mittelalterliche Christentum mit Bindung des affektiven Betroffenseins an die Macht als zentrales Thema, die Neuzeit mit dem gegen Situationen und leibliche Kommunikation blinden Weltbild der Naturwissenschaft haben die Menschen vom Einblick in ihr wirkliches Leben abgelenkt. Die noch unverlorene Kraft kritischer Aufklärung lässt einige Hoffnung auf einen Neubeginn des menschlichen Selbst- und Weltverständnisses im Abendland übrig.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-495-48803-4
- ISBN-Online
- 978-3-495-81803-9
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 400
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 4
- Inhalt Kein Zugriff Seiten 5 - 6
- Vorrede als Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 40
- 1.1 Subjektive Bedeutungen Kein Zugriff
- 1.2 Freiheit Kein Zugriff
- 2.1 Fall und Gattung Kein Zugriff
- 2.2 Numerische Mannigfaltigkeit Kein Zugriff
- 2.3 Übergang zum nicht numerischen Mannigfaltigen Kein Zugriff
- 2.4.1 Chaotische Mannigfaltigkeit Kein Zugriff
- 2.4.2 Unspaltbare Verhältnisse Kein Zugriff
- 2.4.3. Zwiespältiges Mannigfaltiges Kein Zugriff
- 2.4.4 Übersicht der Mannigfaltigkeitslehre Kein Zugriff
- 2.5 Situationen und Konstellationen Kein Zugriff
- 3.1 Der vergessene Leib Kein Zugriff
- 3.2 Leibliche Dynamik Kein Zugriff
- 3.3 Leibliche Kommunikation Kein Zugriff
- 3.4 Der Ursprung absoluter Identität Kein Zugriff
- 3.5 Leib und Person Kein Zugriff
- 3.6 Gefühl und Fühlen Kein Zugriff
- 4.1 Die Vorgeschichte der Welt Kein Zugriff
- 4.2 Übergang zur Welt Kein Zugriff
- 4.3.1 Der Raum Kein Zugriff
- 4.3.2 Die Zeit Kein Zugriff
- 4.3.3 Das Sein Kein Zugriff
- 4.3.4 Die Identität Kein Zugriff
- 4.3.5 Die Subjektivität Kein Zugriff
- 4.5.5 Das naturwissenschaftliche Weltbild Kein Zugriff
- 5.1 Das heidnische Altertum Kein Zugriff
- 5.2 Das christliche Jahrtausend Kein Zugriff
- 5.3 Die Neuzeit Kein Zugriff
- 5.4 Bilanz Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 371 - 376
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 377 - 400





