Chinesische Mauern
Neue Vorzeichen und alte Wege im chinesischen Denken der Gegenwart- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Die chinesische Philosophie in ihrer heutigen Form verdankt sich der selektiven Aneignung westlichen Denkens und westlicher Kultur seit dem Ende des chinesischen Kaiserreiches. Sie stellt eine Form von sekundärer, in Gestalt von Reflexion sich vollziehender „Weltorientierung“ und „Daseinserhellung“ (Karl Jaspers) dar. Heute nun wird ihr die Aufgabe zugewiesen, den Prozess der Ausdifferenzierung der modernen Konsumgesellschaft zu steuern. Sie soll Wertideen etablieren, die nach der Meinung der chinesischen Regierung für die Modernisierung des Landes von Bedeutung sind. Dabei wird die historische Tiefenlegitimation für die Politik des Landes mittels des „Konfuzianismus“ hergestellt.
In dem Buch Chinesische Mauern wird aufgezeigt, wie Sinn- und Deutungsschemata, mit denen versucht wird, das „Chinesische“ an der chinesischen Kultur und am chinesischen Denken zu erfassen, lebenspraktisch vereinnahmt werden. Sie werden unter anderem für die Rechtfertigung staatlicher Autorität instrumentalisiert. Innerhalb eines sorgfältig inszenierten Geschichtsdramas hat sich die chinesische Philosophie in der Spannung zwischen heiliger Tradition und fordernder Gegenwart zu bewähren.
Es geht um die Abgründigkeit der Identitätskonzeptionen, die in diesem Kontext entwickelt werden. Das Buch kommt nicht ohne das Skurrile, das Lachhafte, das Bodenlose, das Niederschmetternde, Unglaubliche aus – es lebt aus, mit und von ihnen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-495-49051-8
- ISBN-Online
- 978-3-495-82063-6
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 171
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 20
- 1. Analysen, Zeitsprünge, Ungereimtheiten, Sinnentwürfe Kein Zugriff Seiten 21 - 30
- 2. Zur Orientierung Kein Zugriff Seiten 31 - 32
- 3. Geschichtlichkeit: Die Frage nach der Identität Chinas im 20. und 21. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 33 - 54
- 4. Hero Kein Zugriff Seiten 55 - 58
- 1. Gefühle Kein Zugriff Seiten 59 - 64
- Chinesische Volkskunst und chinesischer Buddhismus Kein Zugriff
- Abgründiger Witz – Lachen als Distanzierungsleistung Kein Zugriff
- Das Lachen wird sein Leben verändern Kein Zugriff
- Komisches Lachen – Erkenntnis Kein Zugriff
- Der Einbruch des Realen Kein Zugriff
- Durch Lachen sich bessern Kein Zugriff
- Lachen: Underdogs und Unterhaltungskünstler, Leib-Bilder und Physiognomie Kein Zugriff
- Der Underdog lacht Kein Zugriff
- Der Master of Ceremonies lächelt Kein Zugriff
- Lachen – Lächeln Kein Zugriff
- Provokation Kein Zugriff
- 3.1 Chinesische Porträts im Allgemeinen, buddhistische Porträts im Besonderen Kein Zugriff
- 3.2 Zeng Mi, »Selbstporträt« Kein Zugriff
- 4.1 Prägende Erfahrungen Kein Zugriff
- 4.2 Liu Fenghua, »Shout to Lu Xun« (huhuan Lu Xun) Kein Zugriff
- Ästhetik! Kein Zugriff Seiten 139 - 140
- Chinesisches Denken, chinesische Philosophie! Kein Zugriff Seiten 141 - 142
- Japan Kein Zugriff
- China Kein Zugriff
- 2. Methodik und das Projekt der Selbstbestimmung chinesischer Philosophie Kein Zugriff Seiten 147 - 158
- Schluss Kein Zugriff Seiten 159 - 164
- Literatur Kein Zugriff Seiten 165 - 171





