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Sammelband Kein Zugriff

Die moralischen Grenzen des Marktes

Diskussionsmaterial zu einem Aufsatz von Michael J. Sandel
Herausgeber:innen:
Reihe:
Angewandte Ethik, Band 2
Verlag:
 2017

Zusammenfassung

Michael J. Sandel, der an der Harvard University politische Philosophie lehrt, ruft in dem hier erstmals in deutscher Übersetzung vorgelegten grundlegenden Text „Marktdenken als Moraldenken: Warum Ökonomen sich wieder stärker auf Politische Philosophie einlassen sollten“ die Wissenschaftsdisziplin der Ökonomik dazu auf, sich wieder verstärkt auf ihre historischen und ethischen Wurzeln zu besinnen. Das ökonomische Selbstverständnis als wertfreie Wissenschaft hält er für ein Selbst-Missverständnis. Seiner Auffassung nach kann die Ökonomik ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nur dann nachkommen, wenn sie sich (wieder) mit den moralischen Grenzen des Marktes beschäftigt. Bloße Effizienzüberlegungen reichen hierfür nicht aus. Vielmehr hält Sandel es für erforderlich, Fairness-Fragen gleicher oder ungleicher Behandlung auf Märkten deutlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Vor allem aber kommt es ihm darauf an, die Möglichkeit ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, dass Märkte sich negativ auf moralische Normen und Werte auswirken können, mit der bedenklichen Folge, dass eine an sich wünschenswerte Praxis korrumpiert wird. Deshalb warnt Sandel vor einem immer weiteren Ausgreifen des Marktes auf andere gesellschaftliche Bereiche, und er wirft der Mainstream-Ökonomik vor, einem solchen Ausgreifen unkritisch und sogar unreflektiert das Wort zu reden.

Dieser Band leitet dazu an, sich mit den Thesen von Sandel intensiv und kritisch auseinanderzusetzen. Auf seinen im Original und in Übersetzung abgedruckten Aufsatz folgen u.a. dreizehn Kurzkommentare (von Klaus Beckmann, Markus Beckmann, Gerhard Engel, Johannes Fioole, Andrea Maurer, Ingo Pies, Birger P. Priddat, Christian Rennert, Michael Schramm, Robert Skok, Richard Sturn und Reinhard Zintl), die Sandels Thesen von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchten.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2017
ISBN-Print
978-3-495-48832-4
ISBN-Online
978-3-495-81832-9
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Angewandte Ethik
Band
2
Sprache
Deutsch
Seiten
280
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 4
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 5 - 8
  3. Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 9 - 10
    1. Market Reasoning as Moral Reasoning: Why Economists Should Re-engage with Political Philosophy Kein Zugriff
      1. Moral Entanglements Kein Zugriff
      2. I. Moralische Verstrickungen Kein Zugriff
      3. The Line-Standing Business Kein Zugriff
      4. II. Das Geschäft mit dem Schlangestehen Kein Zugriff
      5. How Markets Leave Their Mark Kein Zugriff
      6. III. Wie Märkte ihre Spuren hinterlassen Kein Zugriff
      7. Refugee Quotas and Childcare Pickups Kein Zugriff
      8. IV. Flüchtlingskontingente und Abholung aus dem Kindergarten Kein Zugriff
      9. Fines versus Fees Kein Zugriff
      10. V. Geldbußen versus Gebühren Kein Zugriff
      11. Tradable Procreation Permits Kein Zugriff
      12. VI. Handelbare Fortpflanzungslizenzen Kein Zugriff
      13. Paying to Shoot a Walrus Kein Zugriff
      14. VII. Bezahlte Walrossjagden Kein Zugriff
      15. Crowding out Nonmarket Norms Kein Zugriff
        1. Nuclear Waste Siting Kein Zugriff
        2. (a) Nukleare Endlager Kein Zugriff
        3. Donation Day Kein Zugriff
        4. (b) Spendentag Kein Zugriff
      16. The Commercialization Effect Kein Zugriff
        1. Blood for Sale Kein Zugriff
        2. (a) Blut zu verkaufen Kein Zugriff
        3. Economizing Love Kein Zugriff
        4. (b) Liebe – sparsam zu verwenden Kein Zugriff
      17. Market Reasoning as Moral Reasoning Kein Zugriff
      18. X. Marktdenken als Moraldenken Kein Zugriff
      19. References Kein Zugriff
      20. Literaturverzeichnis Kein Zugriff
      1. Schritt I Kein Zugriff
      2. Schritt II Kein Zugriff
      3. Schritt III Kein Zugriff
      4. Schritt IV Kein Zugriff
      5. Fazit Kein Zugriff
      6. Literatur Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. I. Republikanismus nach Sandel Kein Zugriff
      3. II. Die Trennung von Gemeinschafts- und Marktmoral: ein Ergründungsversuch Kein Zugriff
      4. III. Die republikanischen Grenzen des Marktes Kein Zugriff
      5. Literatur Kein Zugriff
      1. 1. »Marktdenken« und »Kommerzialisierung« Kein Zugriff
      2. 2. Sandels Einschränkung auf das Thema Kein Zugriff
      3. 3. Woher kommt die Bereitstellung der betrachteten Güter? Kein Zugriff
      4. 4. Der Zugang und die Zuteilung bereitgestellter Güter Kein Zugriff
      5. 5. Sandels Ausschnitt Kein Zugriff
      6. 6. Marktdenken und Politische Philosophie Kein Zugriff
      7. Literaturhinweise: Kein Zugriff
      1. I. Effizienz versus Fairness? Oder Fairness durch Effizienz? – Warum die moderne Gesellschaft gut beraten ist, eine marktkonforme Sozialpolitik zu betreiben Kein Zugriff
      2. II. Zeit ist Geld! – Zur Effizienz alternativer Rationierungsverfahren Kein Zugriff
      3. III. Werteverfall oder Innovation? Kein Zugriff
      4. Ausblick Kein Zugriff
      1. Eine Gelegenheit Kein Zugriff
      2. Ein Ausgangspunkt: die »Polydimensionalität« der Wirklichkeit Kein Zugriff
      3. Zwei Fehlschlüsse (aus Sicht einer »Business Metaphysics«) Kein Zugriff
      4. Sandels »Korruptionsargument«. Oder: »Geldbuße« »Gebühr« Kein Zugriff
      5. Literatur Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. I. Tugendsparende Institutionen und der Ansatz von Sandel (2013) Kein Zugriff
      3. II. Altruismus, Tugend und das Wissensproblem Kein Zugriff
      4. III. Legislating morality – moralinsparende Institutionen Kein Zugriff
      5. Zusammenfassung: Ökonomik als Sozialphilosophie Kein Zugriff
      6. Literatur Kein Zugriff
      1. 1. Märkte und Externalitäten Kein Zugriff
      2. 2. Sandels moralische Begrenzungen des Marktes Kein Zugriff
      3. 3. Märkte und ethischer Objektivismus Kein Zugriff
      4. 4. Märkte und Freiheit Kein Zugriff
      5. 5. Abschließende Überlegungen Kein Zugriff
      6. Literatur Kein Zugriff
      1. I. Der praktische Syllogismus und Sandels Kritik an einer wertfreien Ökonomik Kein Zugriff
      2. II. Sandels Kritik am impliziten normativen ›Monismus‹ der Ökonomik Kein Zugriff
      3. III. Vom normativen Monismus zum normativen Pluralismus Kein Zugriff
        1. Statische Perspektive: Konsens als Ausgleich Kein Zugriff
        2. Dynamische Perspektive 1: Konsens durch Innovation auf der Mittelebene Kein Zugriff
        3. Dynamische Perspektive 2: Konsens durch Lernen auf der Zielebene Kein Zugriff
      4. V. Schlussbemerkung Kein Zugriff
      5. Literatur Kein Zugriff
      1. Warteschlangenoptimierung Kein Zugriff
      2. Soziale Dynamik statt moral rules Kein Zugriff
      3. Die Uber-Lösung Kein Zugriff
      4. Zum Schluss: eine andere Marktlösung Kein Zugriff
      5. Literatur Kein Zugriff
      1. 1. Was Märkte nicht können und was Ökonomen falsch machen Kein Zugriff
      2. 2. Marktkonzept und Marktanalyse bei Sandel Kein Zugriff
      3. 3. Märkte als soziale Abstimmungsmechanismen: zwei Positionen Kein Zugriff
      4. 4. Die Wahl der Qual: Weitergehende Perspektiven für eine sozialwissenschaftliche Debatte um die Marktkoordination und ihre Alternativen Kein Zugriff
      5. Literatur Kein Zugriff
      1. Einleitung Kein Zugriff
      2. 1. Sandel und die Neoklassik Kein Zugriff
      3. 2. Die Neue Wirtschaftssoziologie und das Konzept der sozialen Einbettung Kein Zugriff
      4. 3. Die sozialen und normativen Grundlagen des Preismechanismus Kein Zugriff
      5. Fazit Kein Zugriff
      6. Literatur Kein Zugriff
      1. Die ökonomische Relevanz moralischen Wandels Kein Zugriff
      2. Wie kommt Normativität in ein Spiel eigeninteressierter Akteure und wo entsteht diese? Kein Zugriff
      3. Fazit Kein Zugriff
      4. Literatur Kein Zugriff
      1. I. Markt und Politik Kein Zugriff
      2. II. Markt und Moral: Zwei konträre Thesen Kein Zugriff
      3. III. Anreize, Werte und Reformen Kein Zugriff
      4. Literatur Kein Zugriff
      1. I. Moral als Kommunikation: Die Unterscheidung zwischen Code und Programm Kein Zugriff
      2. II. Haidts »moral foundations theory«: Moral als multidimensionales Konstrukt Kein Zugriff
      3. III. Sozialer Intuitionismus: Selbstselektion und Verständnisbarrieren Kein Zugriff
      4. IV. Wie lernoffen ist Sandels Position? Versuch einer Kritik Kein Zugriff
      5. Fazit Kein Zugriff
      6. Literatur Kein Zugriff
      1. I. Kein Zugriff
      2. II. Kein Zugriff
      3. III. Kein Zugriff
      4. Literatur Kein Zugriff
  4. Kurzangaben zu den Autoren Kein Zugriff Seiten 279 - 280

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