Der Pakt mit dem Mythos
Hugo von Hofmannsthals "zerstörendes Zitieren" von Nietzsche, Bachofen, Freud- Autor:innen:
- Reihe:
- Litterae, Band 198
- Verlag:
- 01.03.2014
Zusammenfassung
Warum erzählt Hugo von Hofmannsthal um 1900 Geschichten noch einmal, die die Welt seit über 2500 Jahren kennt? Diese Frage führt ins Herz dieser Untersuchung, die einen neuen Zugriff auf Hofmannsthals Poetologie anhand seiner irritierend archaischen und ästhetisch so beweglichen Mythosvariationen der Jahrhundertwende vorschlägt. Die hier in den Blick genommenen Dramen suchen in einem ersten Schritt den Dialog mit ihren stets hochkarätigen Intertexten (Sophokles, Euripides, Aischylos, Nietzsche, Bachofen, Freud). Darüber hinaus aber generieren Hofmannsthals Stücke in der Friktion von theatralem und skripturalem Raum, Ritualität und Intertextualität zunächst den Aufbau (Figuration), final jedoch den notwendigen Zerfall (Defiguration) der entworfenen Form (s)einer Mythosvariation. Das im Titel aufgenommene Zerstörende Zitieren beschreibt darum zum einen Hofmannsthals ebenso philologische wie poetische Technik im Umgang mit antiken Quellen, kulturphilosophischen Vordenkern und wissenschaftlichen Diskursen. Zum anderen zielt der Begriff auf die spezifische Darstellungsbewegung: In seinen Dramen führt Hofmannsthal anhand des Scheiterns bestimmter repräsentationaler Formen den Einbruch von Präsenz in den Raum der Repräsentation vor. Die Abfolge von textgenerierender Figuration (Repräsentation) und einbrechender Defiguration (Numinoses, Präsenz) evoziert ein iteratives und darin genuin mythisches Erzählen.
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Bibliographische Angaben
- Erscheinungsjahr
- 2014
- Erscheinungsdatum
- 01.03.2014
- ISBN-Print
- 978-3-96821-471-9
- ISBN-Online
- 978-3-96821-773-4
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Litterae
- Band
- 198
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 256
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 28
- I.1 Mythos und Geschichten Kein Zugriff
- I.2.1 Exkurs: Das Erhabene Kein Zugriff
- I.3.1 Dynamik des Mythos Kein Zugriff
- I.3.2 Sprachbann und Gewalt Kein Zugriff
- I.3.3 Defiguration und Präsenz Kein Zugriff
- II.1.1 Elektra I Kein Zugriff
- II.1.2 Elektra II Kein Zugriff
- II.2.1 Das Theater Kein Zugriff
- II.2.2 Der Tanz Kein Zugriff
- II.2.3 Das Opfer Kein Zugriff
- II.3 Sophokles – Hofmannsthal Kein Zugriff
- II.4.1.1 Klytämnestra. Urmutter & Hetäre Kein Zugriff
- II.4.1.2 Chrysothemis. Hetäre & Demeter Kein Zugriff
- II.4.1.3 Elektra. Amazone & Dionysos Kein Zugriff
- II.4.1.4 Orest. Erlösendes Patriarchat Kein Zugriff
- II.5.1 Das Unbewusste Kein Zugriff
- II.5.2 Hysterie Kein Zugriff
- II.5.3 Mythopoiesis Kein Zugriff
- II.5.4 L’Amour et la haine Kein Zugriff
- II.5.5 Geschlechter-Szene Kein Zugriff
- II.5.6 Trauma Kein Zugriff
- II.5.7 Fragwürdige Verwandlung: ›Psycho-Literatur‹? Kein Zugriff
- II.6.1.1 Elektra. Traum und Rausch Kein Zugriff
- II.6.1.2 Blick und Erkenntnis Kein Zugriff
- II.6.1.3 Der tragische Chor Kein Zugriff
- II.6.2.1 Erinnern – Vergessen Kein Zugriff
- II.6.2.2 Triumph des Tragischen Kein Zugriff
- II.6.3.1 Gedächtnis und Ressentiment Kein Zugriff
- II.6.3.2 Die Mutter Kein Zugriff
- II.6.3.3 Die Schwester Kein Zugriff
- II.6.3.4 Der Bruder Kein Zugriff
- II.7 Konstruktionen Kein Zugriff
- III.1.1 Gattungspoetik des Dazwischen Kein Zugriff
- III.1.2 Gattungskollision, die I. Rekurs auf Elektra: Eine Schelmenszene Kein Zugriff
- III.1.3 Ariadne und Elektra in regelloser Regelpoetik Kein Zugriff
- III.1.4. Echo. Figuration des Dazwischen Kein Zugriff
- III.2.1 Ästhetik des Masochismus Kein Zugriff
- III.2.2 Ariadnes Identität als Schmerzgedächtnis Kein Zugriff
- IV.1 Das Pentheus-Fragment Kein Zugriff
- IV.2.1.1 (2 x Dionysos)² Kein Zugriff
- IV.2.2.1 Zyklus contra Telos: Das Mutterrecht revisited Kein Zugriff
- IV.2.2.2 Konversion: Dionysische Einverleibung Kein Zugriff
- IV.2.3.1 Das Labyrinth Kein Zugriff
- IV.2.3.2 Agaues Lust am Selbstverlust Kein Zugriff
- IV.2.4 Inversion: Pentheus der Anti-Ödipus Kein Zugriff
- IV.3 Der Fragment-Pentheus Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 231 - 238
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 239 - 253
- Dank Kein Zugriff Seiten 254 - 256





