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»Ein irrender Mensch mit dem anderen.«

Zum literarischen und journalistischen Werk Auguste Hauschners (1850–1924)
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2025

Zusammenfassung

Die Wiederentdeckung der deutsch-prager Schriftstellerin und Literaturkritikerin Auguste Hauschner. Das Werk der in Prag geborenen, deutschsprachig-jüdischen Autorin, Journalistin und Salonnière Auguste Hauschner thematisiert das enge Wechselverhältnis zentraler Emanzipations-, Religions- und Nationalitätendiskurse um 1900. Die Beiträge erkunden, in welcher Weise sich Hauschners Romane, Novellen und literaturkritische Schriften in die komplexe Vielschichtigkeit dieser Debatten einschreiben. Der interdisziplinäre Zugang aus Geschichts- und Literaturwissenschaft eröffnet neue Perspektiven auf ihr Werk. Er wirft zugleich ein bezeichnendes Schlaglicht auf die Dynamik von Kanonisierungsprozessen, die Hauschners Werk neben dem berühmter Zeitgenossen wie Arthur Schnitzler oder Max Brod bisher in den Schatten stellte. Der Band ändert diese Beleuchtungsverhältnisse. Eine Auswahl von Briefen aus der Feder Hauschners ergänzt das Gesamtbild ihrer literarischen und literaturkritischen Arbeiten. Auguste Hauschner, 1850 in Prag geboren, lebte als Schriftstellerin und Literaturkritikerin ab Mitte der 1870er Jahre bis zu ihrem Tod 1924 in Berlin. Zunächst mit ihrem Mann, dann als wohlhabende Witwe unterhielt sie einen bedeutenden Berliner Salon und war auch mäzenatisch tätig. In ihren Werken verhandelt sie soziale und religionsphilosophische Themen und setzt sich für Frauenemanzipation und -bildung ein. Ihre Stimme kann als repräsentativ für das liberale jüdische Bildungsbürgertum um 1900 gelten.
Mit Beiträgen von Hanna Delf von Wolzogen, Michael Scheffel, Godela Weiss-Sussex u. a.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2025
ISBN-Print
978-3-8353-5975-8
ISBN-Online
978-3-8353-8904-5
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
352
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
  1. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 16 Bettina Bannasch, Markéta Balcarová
    1. »Das west-östliche Judenvolk […] und diese west-östliche Stadt«. Auguste Hauschners Prag und die Perspektive der Nachgeborenen Kein Zugriff Seiten 19 - 31 Martina Niedhammer
    2. Tiergartenmythologie. Das literarische (jüdische) Berlin um 1900 Kein Zugriff Seiten 32 - 50 Susanna Brogi
    1. Auguste Hauschners Novelle ›Der Tod des Löwen‹ im Kontext der historischen Prosa jüdischer Autoren aus Böhmen Kein Zugriff Seiten 53 - 63 Hana Chrástová
    2. Bilder aus Prag? Phantastik und Zeitreflexion in Auguste Hauschners ›Der Tod des Löwen‹ (1916) und Leo Perutz’ ›Nachts unter der steinernen Brücke‹ (1953) Kein Zugriff Seiten 64 - 78 Michael Scheffel
    3. Apokalyptische Räume in Auguste Hauschners Roman ›Die Siedelung‹ Kein Zugriff Seiten 79 - 98 Maria Diletta Giordano
    1. Zwischen den Zeiten, zwischen den Fassungen? Eine digitale Annäherung an Auguste Hauschners Roman ›Zwischen den Zeiten‹ Kein Zugriff Seiten 101 - 125 Robin-M. Aust
    2. »Wahlloses Hurragebrüll«. Auguste Hauschners antinationalistische Ästhetik in ›Die Familie Lowositz‹ (1908) Kein Zugriff Seiten 126 - 150 Martin Lindner
    3. »Bist du am Ende auch gläubig geworden?« Verhandlungen des Jüdischen im Werk Auguste Hauschners Kein Zugriff Seiten 151 - 171 Bettina Bannasch
    4. Die Stimme erheben. Gesellschaftliche Selbstverortung in literarischen Texten von Auguste Hauschner, Grete Meisel-Hess und Elisabeth Landau Kein Zugriff Seiten 172 - 188 Godela Weiss-Sussex
    1. »Das Amt der Frau«. Sozialkritik und Pazifismus im journalistischen Werk Auguste Hauschners zwischen 1914–1918 Kein Zugriff Seiten 191 - 205 Sarah Sosinski
    2. Das eine Buch und das andere Buch. Auguste Hauschner als Literaturkritikerin Kein Zugriff Seiten 206 - 224 Štěpán Zbytovský
    3. »Hilf mir in meinem, nicht in deinem Sinne«. Zu Auguste Hauschners poetologischer Programmatik Kein Zugriff Seiten 225 - 242 Alexia Rosso
    1. Auguste Hauschner und Fritz Mauthner im Briefwechsel Kein Zugriff Seiten 245 - 265 Veronika Jičínská
    2. Auguste Hauschner als Briefautorin oder Gruppenbild ohne Dame. Mit Briefen Hauschners aus den Jahren 1914–1919 Kein Zugriff Seiten 266 - 312 Hanna Delf von Wolzogen
    1. Auguste Hauschner und die ausbleibende Rezeption ihres Schaffens in der tschechischen Literatur der Vorkriegszeit. Divergenz der literarischen Kontexte am Beispiel des ›Prager Romans‹ ›Die Familie Lowositz‹ Kein Zugriff Seiten 315 - 336 Lucie Merhautová
    2. Editionsmöglichkeiten der Werke Auguste Hauschners Kein Zugriff Seiten 337 - 347 Heike Breitenbach
  2. Biobibliographien der Beiträger:innen Kein Zugriff Seiten 348 - 352

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