
Der kalte Dämon
Versuche zur Domestizierung des Wissens- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
ZUM BUCH
Ein imposanter Gang des Budapester Philosophen Tamás Miklós durch die deutsche Geschichtsphilosophie von Kant, Schelling und Schiller über Hegel, Burckhardt und Nietzsche zu den Positionen nach der "Großen Erzählung" bei Benjamin, Löwith, Marquard, Feyerabend und Duerr. Die Geburtsstunde der Geschichtsphilosophie ist die Stunde der Aufklärung, die die Konsequenzen der Aufklärung verstanden hat, die Stunde des durch die Aufklärung freigelegten Schreckens. Die Erkenntnis unserer metaphysischen Einsamkeit in einem sinnentleerten Niemandsland, diesen "kalten Dämon" (Nietzsche) musste man domestizieren - auch wenn der Preis dafür der Verlust der intellektuellen und moralischen Unschuld war. Die Klassiker der Geschichtsphilosophie waren keineswegs naive Fortschrittsgläubige, sie führen uns in vertraut gefährliche Landschaften. Als Fremdenführer zeigen sie uns zu Hause sitzenden Katastrophentouristen den Abgrund, der sich unter unseren Schreibtischen aufgetan hat, unsere eingestürzte Welt, in der wir Fremde geworden sind. Nehmen wir ihre Befürchtungen und Einsichten ernst, zeigen sich vielleicht auch bedeutende Werke der postgeschichtsphilosophischen Literatur und der neueren Erkenntnistheorie, die nach Anhaltspunkten für Vernunft und Freiheit forschen, in einem neuen Licht.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-406-68833-1
- ISBN-Online
- 978-3-406-68834-8
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 363
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 22
- Der kalte Dämon: Versuche zur Domestizierung des Wissens Kein Zugriff Seiten 23 - 34
- «Es ist hier keine Auskunft für den Philosophen»: Über Kants Weltbürger-Essay Kein Zugriff Seiten 35 - 90
- Kant und Mendelssohn über Aufklärung Kein Zugriff Seiten 91 - 97
- Zurück zum Ozean der Poesie: Die Undenkbarkeit und die Unentbehrlichkeit der Geschichtsphilosophie im System des transzendentalen Idealismus Kein Zugriff Seiten 98 - 113
- Der Himmel über Germanien: Zu Schillers Jenaer Antrittsrede Kein Zugriff Seiten 114 - 121
- Die Zauberer der Schattenwelt: Dichtung und Geschichtsphilosophie in Schillers Gedicht Die Künstler Kein Zugriff Seiten 122 - 128
- Bilder des Chaos: Schiller Über das Erhabene Kein Zugriff Seiten 129 - 137
- Warum schrieb Hegel eine Geschichtsphilosophie? Kein Zugriff Seiten 138 - 152
- Burckhardt und Nietzsche «vom Nutzen der Historie» Kein Zugriff Seiten 153 - 159
- «Die Geschichte als einen Text betrachten» Zu den geschichtsphilosophischen Thesen Walter Benjamins Kein Zugriff Seiten 160 - 193
- Angelus perditus: Karl Löwiths Weltgeschichte und Heilsgeschehen Kein Zugriff Seiten 194 - 213
- Die Philosophie des Zögerns: Odo Marquard, der Verweigerungsverweigerer Kein Zugriff Seiten 214 - 245
- Hans Peter Duerr,: vom Teufel geholt, doch zurückgekehrt Kein Zugriff Seiten 246 - 273
- Ein alter Teufel: Paul Feyerabend Kein Zugriff Seiten 274 - 310
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 311 - 362
- Zum Buch Kein Zugriff Seiten 363 - 363
- Über den Autor Kein Zugriff Seiten 363 - 363




