Poetik einer Sprache der Toten
Studien zum Schreiben von Nelly Sachs- Autor:innen:
- Reihe:
- Lettre
- Verlag:
- 2015
Zusammenfassung
Nelly Sachs lesen – jenseits des Wunsches nach Beherrschbarkeit, der die Rezeption ihrer Dichtungen und Biographie bislang dominiert. Dieser Band entfaltet behutsame mikrologische Lektüren ihres fragilen und widerständigen Schreibens (Lyrik, szenische Dichtungen, Briefe). In den Texten der Nelly Sachs scheint die Figur einer Sprache der Toten auf. Ein solches - unmögliches - Sprechen re-präsentiert nichts und ist doch unausweichlich im Angesicht der Shoah zu lesen. Der ihm immanente Verlust betrifft auch die Dichotomie von Textinnen und -außen; die Grenzen zwischen Dichtung und Geschichte, Leben und Werk erweisen sich als porös. Die zentrale wie ortlose Gestalt der Autorin wird so zum Objekt eines Begehrens: Die Lektüren betreiben eine Kontaminierung des zu Lesenden mit Biographie – und mit Geschichte.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2015
- ISBN-Print
- 978-3-89942-215-3
- ISBN-Online
- 978-3-8394-0215-3
- Verlag
- transcript, Bielefeld
- Reihe
- Lettre
- Band
- 0
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 413
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- FrontmatterSeiten 1 - 4 Download Kapitel (PDF)
- INHALTSeiten 5 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Prolog. ‹Mailiches Buchenblatt› Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- Zur Einleitung. Nelly Sachs lesen Kein Zugriff Seiten 17 - 38
- 1. Inszenierungen des Unmöglichen Kein Zugriff Seiten 39 - 65
- 2. Abschied: Wort-Wunde Kein Zugriff Seiten 65 - 81
- 3. Orte des Rückzugs Kein Zugriff Seiten 82 - 114
- Königsmantel Fülle und Fehl Kein Zugriff Seiten 114 - 138
- 5. La Mer / Ia Mere. Stille, Stimme Kein Zugriff Seiten 138 - 155
- 6. Entzug des Klangs Kein Zugriff Seiten 155 - 175
- 7. Spuren Kein Zugriff Seiten 176 - 200
- II. Patho-logie - Verstrickungen von Biographie, Geschichte und poetischer Sprache Kein Zugriff Seiten 201 - 262
- III. ›...wo die Grenzen sich sprengten‹: Die szenische Dichtung Der magische Tänzer Kein Zugriff Seiten 263 - 370
- Epilog. ›Ich kann dich nicht ins Offene führen‹ Kein Zugriff Seiten 371 - 398
- Literatur Kein Zugriff Seiten 399 - 411
- Backmatter Kein Zugriff Seiten 412 - 413





