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Monographie Kein Zugriff

Markt und Teilhabe

Über Sein und Sollen in der kapitalistischen Moderne
Autor:innen:
Verlag:
 01.12.2016

Zusammenfassung

Ungeachtet der noch immer schwelenden Eurokrise lag das europäische Privatvermögen 2013 bei fast 38 Billionen Dollar – das entspricht rund einem Viertel des globalen Reichtums. Gleichzeitig jedoch lebten 17 Prozent der Europäer, d. h. etwa 84 Millionen Menschen, in Armut und über 24 Prozent waren von sozialer Ausgrenzung bedroht. Dieser Widerspruch existiert nur scheinbar, denn bei genauerem Hinsehen erweisen sich diese Zahlen gerade als Resultat des erfolgreichen Operierens der Märkte. Nicht etwa die soziale Inklusion und Teilhabe eines jeden, sondern allein die Akkumulation des Kapitals ist deren Ziel. Wer dazu nichts beizutragen weiß, wird von der auf Effizienz und Leistung geeichten kapitalistischen Ökonomie systematisch exkludiert. Aufgabe der Politik wäre es nun eigentlich, dem entgegenzuwirken und gedeihliche Lebensbedingungen für alle wohlfahrtsstaatlich zu garantieren. Dass sie daran offenkundig scheitert, ist namentlich ihrer notorischen Fixierung auf Erwerbsarbeit geschuldet, wie sie etwa in dem parteiübergreifenden Credo: „Sozial ist, was Arbeit schafft!“ beispielhaften Ausdruck findet. Dadurch wird übersehen, dass der eigentliche Schlüssel zu sozialer Inklusion und Teilhabe in der kapitalistischen Moderne durchaus nicht in Arbeit, sondern schlicht in Geld besteht, und deshalb die in vielen Ländern zu beobachtende Verkürzung von Sozial- auf Beschäftigungspolitik nur allzu oft lediglich zur Verwandlung von erwerbslosen in erwerbstätige Arme führt, statt Armut und Ausgrenzung an sich wirksam zu verringern. Während die soziologische Beschreibung und Analyse der monetären Mechanismen sozialer In- und Exklusion im Fokus des ersten Teils des Buches steht, ist deren sozialphilosophische Reflexion Aufgabe des zweiten. Ziel ist es, die ungleiche Verteilung der individuellen Lebens- und Teilhabechancen systematisch mit den wichtigsten, empirisch verankerten Gerechtigkeitsvorstellungen westlicher Gesellschaften zu bewerten. Dieser Vergleich von Sein und Sollen kann dann nicht nur dazu dienen, sich zur kapitalistischen Moderne soziologisch aufgeklärt und gerechtigkeitstheoretisch reflektiert ins Verhältnis zu setzen. Er dient auch als Basis für die Diskussion der sachlichen wie normativen Vor- und Nachteile eines Bedingungslosen Grundeinkommens, das seit einigen Jahren wieder verstärkt als mögliches sozialpolitisches Instrument zur Bekämpfung von Armut und Exklusion verhandelt wird.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
Erscheinungsdatum
01.12.2016
ISBN-Print
978-3-95832-100-7
ISBN-Online
978-3-7489-2664-1
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
384
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 22
      1. Das goldene Zeitalter Kein Zugriff
        1. Verteilung der Vermögen Kein Zugriff
        2. Verteilung der Einkommen Kein Zugriff
        3. Zunahme der Armut Kein Zugriff
        4. Exkurs zur Konzeptualisierung von Armut Kein Zugriff
        5. Prekarität, Exklusion und die Wiederentdeckung der sozialen Frage Kein Zugriff
        1. Vormoderne Bewertung der Arbeit Kein Zugriff
        2. Zur Geschichte der modernen Glorifizierung der Arbeit Kein Zugriff
        3. Widersprüche zwischen Ideologie und Realität der Arbeit Kein Zugriff
        4. Trotz manifester Widersprüche zwischen Ideologie und Realität: Apotheose der Arbeit in drei Dimensionen Kein Zugriff
      1. Zur praktischen Inklusivität der Erwerbsarbeit Kein Zugriff
        1. Inklusion und Exklusion in vormodernen Gesellschaften Kein Zugriff
        2. Inklusion und Exklusion in der modernen Gesellschaft Kein Zugriff
        3. Zusammenfassung und Kritik Kein Zugriff
        1. Zahlungsfähigkeit: Existenzgrundlage des modernen Menschen Kein Zugriff
        2. Zur intersystemischen Bedeutung des Geldes für die soziale In- und Exklusion Kein Zugriff
        3. Exklusion als intrasystemische Erfolgsbedingung der kapitalistischen Wirtschaft Kein Zugriff
        4. Fazit Kein Zugriff
      1. Vorüberlegungen zum Maßstab der Gerechtigkeit Kein Zugriff
      2. Exkurs zur Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls Kein Zugriff
        1. Das Prinzip der Gleichheit Kein Zugriff
        2. Das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit Kein Zugriff
        3. Exkurs zum verdienstethischen Naturalismus von Wolfgang Kersting Kein Zugriff
        4. Das Prinzip der Bedarfsgerechtigkeit Kein Zugriff
        5. Das Prinzip der persönlichen Freiheit Kein Zugriff
        6. Das Prinzip der allgemeinen Vorteilhaftigkeit Kein Zugriff
        7. Fazit Kein Zugriff
      1. Zur Lage des politischen Systems und den Chancen der Gerechtigkeit Kein Zugriff
      2. Zur sachlichen Adäquanz des Grundeinkommens Kein Zugriff
        1. Verringerung der Ungleichheit Kein Zugriff
        2. Erhöhung der Leistungsgerechtigkeit Kein Zugriff
        3. Exkurs zu den angenommenen Effekten eines Bedingungslosen Grundeinkommens auf die individuelle Arbeits- und Leistungsbereitschaft Kein Zugriff
        4. Befriedigung der Grundbedürfnisse und reale Freiheit Kein Zugriff
        5. Harmonisierung der Gesellschaft Kein Zugriff
        6. Schluss: Das Bedingungslose Grundeinkommen als Chance der Gerechtigkeit Kein Zugriff
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 363 - 384

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