Destruktive Gruppenprozesse
Entwicklungslinien in der Geschichte der psychoanalytischen Bewegung und Erkenntnisse für gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte- Autor:innen:
- Reihe:
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Verlag:
- 2017
Zusammenfassung
Die destruktive Kraft von Polarisierungsprozessen und Gewalt in Gruppen ist allgegenwärtig und von hoher Aktualität. Wie können destruktive Prozesse in verschiedenen Gruppenformationen verstanden, wie in einer tieferen Dimension erklärt und wie begrenzt werden? Diese Fragen untersucht Karin Zienert-Eilts aus einer zugleich historischen und zeitdiagnostischen Perspektive anhand von Gruppenkonflikten innerhalb und außerhalb der psychoanalytischen Bewegung. Ausgehend vom Modell der Controversial Discussions – einschließlich einer Fragebogenerhebung zum gegenwärtigen Stand der Diskurskultur – werden Gruppenprozesse vor dem Hintergrund der psychoanalytischen Erkenntnisse Sigmund Freuds, Melanie Kleins und Wilfred Bions theoretisch reflektiert.
Zienert-Eilts skizziert darüber hinaus die Konturen eines Entwicklungsmodells der Gruppendynamik und entwickelt psychoanalytisch begründete Kriterien zur Konfliktbewältigung für die Arbeit mit Gruppen im sozialen Feld. Dabei ist von ausschlaggebender Bedeutung, die Unvermeidbarkeit destruktiver Kräfte anzuerkennen, die unabschließbar in ein beständig aktives und oszillierendes Wechselspiel von konstruktiv-lebensbejahenden und gewalttätig-zerstörerischen Prozessen eingebunden sind.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2017
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2665-1
- ISBN-Online
- 978-3-8379-7287-0
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Bibliothek der Psychoanalyse
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 331
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 12
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 28
- 1.1 Methodologische Überlegungen Kein Zugriff
- 1.2 Rezeptions- und Bewertungsprozesse in der Geschichtsschreibung der Psychoanalyse Kein Zugriff
- 2.1.1 1902 bis 1910: Sigmund Freuds »exquisit geselliges Unternehmen« – Wechselfolge zwischen dyadischen Beziehungen und Gruppenbildungen Kein Zugriff
- 2.1.2 Die neue Vergesellschaftungsform der »Freiwilligen Vereinigungen« Kein Zugriff
- 2.1.3 Die Gründung der IPV Kein Zugriff
- 2.1.4 Freud und Jung: Die Bedeutung C.G. Jungs für Sigmund Freud Kein Zugriff
- 1.1.1 Das »Geheime Komitee« als Ersatz für C.G. Jung Kein Zugriff
- 1.1.2 Geheimhaltung und Intrige Kein Zugriff
- 1.1.3 Sigmund Freud als emotionales Zentrum der Kerngruppe des Komitees Kein Zugriff
- 1.1.4 Unterschiedliche Schwerpunkte im Selbstverständnis der Komitee-Mitglieder am Beispiel von Ernest Jones’ umstrittener »Verpflichtung« Kein Zugriff
- 1.2.1 Asymmetrie der Gruppenstruktur und Sigmund Freuds Zwiespalt Kein Zugriff
- 1.2.2 Die Verschränkung von inoffizieller und offizieller Ebene Kein Zugriff
- 1.2.3 Die vielfältigen Ebenen der Kommunikationsstruktur Kein Zugriff
- 1.3.1 Konflikte und Veränderungen in der Komitee-Gruppe Kein Zugriff
- 1.3.2 Der Prozess der Untergruppenbildung im Komitee 1918–1923 Kein Zugriff
- 1.3.3 Sándor Ferenczi und die Bedeutung der Position des »Dritten« Kein Zugriff
- 1.3.4 Polarisierung in der Rank-Krise 1924: Ein Schlüsselkonflikt Kein Zugriff
- 1.3.5 Der Beitrag Sigmund Freuds in der Rank-Krise: Die Weitergabe der Abraham-Briefe Kein Zugriff
- 1.3.6 Der Zersetzungsprozess des Komitees Kein Zugriff
- 1.3.7 Wiederherstellungsbemühungen, Wiederholung der Destruktion und Scheitern Kein Zugriff
- 1.4.1 Sigmund Freuds zwiespältige Führungsposition: Primus inter pares und unbestreitbare Autorität zugleich Kein Zugriff
- 1.4.2 Sigmund Freuds Diplomatie und Führungsstil in Konflikten: Zwischen dem Prinzip des Sowohl–als–Auch und der Parteinahme Kein Zugriff
- 1.4.3 Misslingen der Triangulierung Kein Zugriff
- 1.4.4 Sigmund Freuds Angst um sein Werk Kein Zugriff
- 1.5 Zusammenfassung: Parameter für das Scheitern des Komitees Kein Zugriff
- 1.6 Die Bedeutung des »Geheimen Komitees« im Rahmen des Institutionalisierungsprozesses der psychoanalytischen Bewegung Kein Zugriff
- 2.1.1 Wissenschaftliche Kontroversen: Berlin – Wien, London –Wien, Melanie Klein – Anna Freud Kein Zugriff
- 2.1.2 Persönliche Animositäten: Melanie Klein und Melitta Schmideberg Kein Zugriff
- 2.1.3 Kritik an dem Führungsstil des Vorstandes Kein Zugriff
- 2.1.4 Gruppenbildung: Die Ankunft der Freuds in London und der Zweite Weltkrieg Kein Zugriff
- 2.1.5 Affektive Aufladung, Polarisierung und Eskalation Kein Zugriff
- 2.1.6 Die Middle Group Kein Zugriff
- 2.2.1 Die Resolutionen und die Geschäftssitzungen Kein Zugriff
- 2.2.2 Die wissenschaftlichen Diskussionen Kein Zugriff
- 2.2.3 Das »Gentlemen’s« bzw. »Ladies’ Agreement« Kein Zugriff
- 2.3 Die Controversial Discussions heute Kein Zugriff
- 2.4 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 3.1.1 Anfänge,Blüte und Zerstörung der Psychoanalyse in Deutschland Kein Zugriff
- 3.1.2 Die Spaltung der psychoanalytischen Gemeinschaft Kein Zugriff
- 3.2.1 Das Gruppenkonzept Wilfred R. Bions: Die »Grundannahmegruppe« Kein Zugriff
- 3.2.2 Das Tavistock-Leicester-Modell: Organisationsstruktur und Methode Kein Zugriff
- 3.2.3 Die Anwendung auf zwei nationale Gruppen und auf die nationale Gruppenspaltung von Psychoanalytikern Kein Zugriff
- 3.3 Ergebnisse der Seeon-Konferenz heute Kein Zugriff
- 3.4 Zusammenfassung Kein Zugriff
- 4.1.1 Die Parameter im Einzelnen bezogen auf die drei Konfliktbewältigungsmodelle Kein Zugriff
- 4.1.2 Diskussion einzelner Ergebnisse bezogen auf die drei Konfliktbewältigungsmodelle Kein Zugriff
- 4.2 Triangulierung als das zentrale Prinzip der Konfliktbewältigungsstrukturierung Kein Zugriff
- 1.1 Die Spannbreite destruktiver Gruppenprozesse im sozialen Feld Kein Zugriff
- 1.2 Fazit und weiterführende Fragen Kein Zugriff
- 1. Zur Entwicklung der Gruppenforschung Kein Zugriff Seiten 239 - 244
- 2.1 Wilfred R. Bions biografischer Hintergrund Kein Zugriff
- 2.2 Wilfred R. Bions Grundhaltung des Nichtverstehens (»no understanding«) Kein Zugriff
- 2.3 Wilfred R. Bions Beobachtungen in Gruppen Kein Zugriff
- 2.4 Theoretischer Hintergrund: Sigmund Freud und Melanie Klein Kein Zugriff
- 3. Weiterführungen der Gruppentheorie Wilfred R. Bions: Herbert A. Rosenfeld und Otto F. Kernberg Kein Zugriff Seiten 261 - 264
- 4.1 Zum Verständnis der historischen und der gegenwärtigen Beispiele Kein Zugriff
- 4.2 Die »Siegburger Tat« Kein Zugriff
- 5. Zusammenfassende Überlegungen zur Grundlage von Konfliktbewältigungskonzepten in der Praxis Kein Zugriff Seiten 273 - 280
- Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff
- Design Kein Zugriff
- Der Fragebogen Kein Zugriff
- Rücklauf Kein Zugriff
- Auswertung Kein Zugriff
- Ergebnisse Kein Zugriff
- Diskussion Kein Zugriff
- Zusammenfassung Kein Zugriff
- Kriterien zur Begrenzung von Polarisierungsprozessen aus psychoanalytischer Sicht Kein Zugriff Seiten 307 - 308
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 309 - 309
- Briefwechsel Kein Zugriff Seiten 310 - 310
- Literatur Kein Zugriff Seiten 311 - 326
- Danksagung Kein Zugriff Seiten 327 - 331





