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Kritik der verstehenden Vernunft

Eine Grundlegung der Geisteswissenschaften
Autor:innen:
Verlag:
 2018

Zusammenfassung

Die Beliebigkeit, die für die Geisteswissenschaften zu Anfang des 21. Jahrhunderts kennzeichnend ist, hat viele Ursachen. Eine zentrale ist das Fehlen von Klarheit hinsichtlich grundlegender Begriffe, Methoden und Aufgaben dieser Wissenschaften. Die Beseitigung dieses Mankos unternimmt Vittorio Hösle mit seinem neuen großen Buch. Insbesondere geht es ihm darum, die Möglichkeit intersubjektiv gültigen Verstehens aufzuzeigen. Denn das Bestreiten dieser Möglichkeit, wie es postmodern gang und gäbe geworden ist, gefährdet die Geisteswissenschaften bis ins Fundament. Hösles Ausführungen setzen mit der Erkenntnis ein, dass zwischen dem Verstehen von Aussagen in der eigenen Muttersprache und den akrobatischen Interpretationsleistungen, die etwa der Entzifferer einer verschollenen Schrift vollbringt, zwischen Lebenswelt und Geisteswissenschaft also, eine erstaunliche Kontinuität waltet. Dabei geht er davon aus, dass die Hermeneutik eine Unterdisziplin der Erkenntnistheorie und daher normativ ausgerichtet ist – es geht in ihr darum, richtiges Verstehen von Missverstehen zu unterscheiden. Denn man kann nicht nur anders, man kann auch besser oder schlechter verstehen, ja, auch etwas völlig missverstehen. Doch Hösles Buch bietet nicht nur eine ausführliche, von Kant inspirierte Analytik und Systematik der komplexen Akte des Verstehens unter Berücksichtigung etwa auch der Jurisprudenz und der Theologie. Ebenso unterzieht es einseitige hermeneutische Theorien der Kritik, darunter auch Freuds Psychoanalyse. Ein abschließender Teil bietet eine kurze Geschichte der Hermeneutik von der Antike bis Gadamer und Davidson mit einem Ausblick auf die Geisteswissenschaften der Zukunft.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2018
ISBN-Print
978-3-406-72588-3
ISBN-Online
978-3-406-72589-0
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
504
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
  2. Vorwort Kein Zugriff Seiten 13 - 19
      1. 1.1.1. Einleitende Begriffsklärungen: Verstehen, Auslegen, Deuten, Interpretieren, Hermeneutik, Geisteswissenschaften Kein Zugriff
      2. 1.1.2. Universalität des Verstehens? Kein Zugriff
      3. 1.1.3. Die besondere Schwierigkeit, Verstehen zuerklären. Der Behaviorismus als Kurzschlußreaktion. Eine Reflexion auf die Bedingungen der Möglichkeit des Verstehens als Ausweg aus dem Zirkel Kein Zugriff
        1. 1.2.1.1. Eigenschaften des Mentalen. Das Problem des Unbewußten Kein Zugriff
        2. 1.2.1.2. Formen der Intentionalität Kein Zugriff
        3. 1.2.1.3. Formen der Rationalität Kein Zugriff
        1. 1.2.2.1. Der Ausdruck von Affekten und Emotionen Kein Zugriff
        2. 1.2.2.2. Die Handlung als Ausdruck von Mentalem Kein Zugriff
        3. 1.2.2.3. Das Werk als Ausdruck von Mentalem Kein Zugriff
          1. 1.2.2.4.1. Sprache als nicht-natürliches Zeichensystem Kein Zugriff
          2. 1.2.2.4.2. Der Weg von Signalen zu einem nicht-natürlichen Zeichensystem Kein Zugriff
          3. 1.2.2.4.3. Sprache als willkürliches Zeichensystem Kein Zugriff
          4. 1.2.2.4.4. Die Funktionen der Sprache und die Natur von Sprechakten Kein Zugriff
          5. 1.2.2.4.5. Die Abweichungen der menschlichen Sprache von dem Ideal einer logischen Kunstsprache: Nicht-verbale Kommunikation; indirekte Mitteilung; die poetische Funktion der Sprache Kein Zugriff
          1. 1.2.3.1.1. Zum perzeptuellen Verstehen. Prinzipien der Textkritik. Perzeptuelles Verstehen und ästhetischer Genuß Kein Zugriff
          2. 1.2.3.1.2. Zum noetischen Verstehen. Theoretisches, widerhallendes und sympathetisches Verstehen. Internes und externes noetisches Verstehen Kein Zugriff
          3. 1.2.3.1.3. Zum noematischen Verstehen. Explizites und impliziertes Noema. Jemanden besser verstehen, als er sich selbst versteht. Produktive Mißverständnisse Kein Zugriff
        1. 1.2.3.2. Direktes und erschließendes Verstehen. Verstehen und Erklären Kein Zugriff
          1. 1.2.3.3.1. Verstehen des Ausdrucks von Affekten Kein Zugriff
          2. 1.2.3.3.2. Handlungsverstehen Kein Zugriff
          3. 1.2.3.3.3. Werkverstehen Kein Zugriff
          4. 1.2.3.3.4. Sprachverstehen Kein Zugriff
          1. 1.2.3.4.1. Beispiele legitimen und illegitimen Überschreitens der Autorintention Kein Zugriff
            1. 1.2.3.4.2.1. Jurisprudenz Kein Zugriff
            2. 1.2.3.4.2.2. Theologie Kein Zugriff
        2. 1.2.3.5. Die Verflechtung der Geisteswissenschaften mit den anderen Wissenschaften Kein Zugriff
        3. 1.2.3.6. Deuten der Wirklichkeit und der Geistesgeschichte Kein Zugriff
      1. 1.3.1. Transzendentale Ästhetik der Hermeneutik: Was wahrgenommen werden muß, damit Verstehen möglich ist Kein Zugriff
      2. 1.3.2. Transzendentale Logik der Hermeneutik: Unterstellung von Rationalität Kein Zugriff
      3. 1.3.3. Transzendentale Pragmatik der Hermeneutik: Unterstellung von Rationalität zweiter Ordnung und Kooperationswille Kein Zugriff
    1. 2.1. Behavioristische Hermeneutik. Die Fokussierung auf das Verhalten bei Quine Kein Zugriff Seiten 333 - 340
      1. 2.2.1. Die Ursachen des mentalen Lebens. Quellen und die Absicht zu wirken Kein Zugriff
      2. 2.2.2. Die unbewußten Ursachen: Freuds psychoanalytische Hermeneutik Kein Zugriff
      3. 2.2.3. Die Wirkungen des mentalen Lebens. Gadamers Projekt Kein Zugriff
      1. 2.3.1. Legitimer und illegitimer Anachronismusvorwurf Kein Zugriff
      2. 2.3.2. Leo Strauss' Verfolgungshermeneutik Kein Zugriff
      3. 2.3.3. Werk ohne Subjekt Kein Zugriff
      1. 3.1.1. Warum es in der klassischen Antike keine philosophische Hermeneutik gibt Kein Zugriff
      2. 3.1.2. Interpretation autoritativer Texte, zumal der Bibel Kein Zugriff
      3. 3.1.3. Augustinus' Synthese von Zeichenphilosophie und Bibelhermeneutik Kein Zugriff
      4. 3.1.4. Mittelalterliche Innovationen Kein Zugriff
      1. 3.2.1. Spinozas Revolution der biblischen Hermeneutik Kein Zugriff
        1. 3.2.2.1. Von Vico zu Schleiermacher Kein Zugriff
        2. 3.2.2.2. Die Selbstaufhebung des Historismus bei Dilthey Kein Zugriff
    1. 3.3. Die Wiedergewinnung der Wahrheitsdimension der Hermeneutik bei Gadamer und Davidson Kein Zugriff Seiten 467 - 476
    2. 3.4. Die Geisteswissenschaften der Zukunft Kein Zugriff Seiten 476 - 481
    1. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 481 - 497
    2. Personenregister Kein Zugriff Seiten 497 - 504

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