Idealität als Krankheit?
Über die Ambivalenz von Idealen in der postreligiösen Gesellschaft- Autor:innen:
- Reihe:
- Forum Psychosozial
- Verlag:
- 01.05.2016
Zusammenfassung
Unsere Gesellschaft erzeugt verpflichtende Ideale, die die Verbindung zu ihrem Gegenpol verloren haben und in dieser Einseitigkeit zu Dauermobilisierung und Erschöpfung führen. Selbstoptimierungsstrategien und öffentlich geforderte Tugenden wie Transparenz und Erreichbarkeit haben längst religionsähnliche Formen angenommen, und auch Therapeutinnen und Therapeuten können sich dem Druck kollektiver Ideale nicht entziehen. Doch führt das Streben nach Idealität zwangsläufig zu Krankheit, wie viele SozialwissenschaftlerInnen und PsychoanalytikerInnen vermuten?
Dieter Funke untersucht die unserer Gesellschaft zugrunde liegenden Ideale und stellt einen Zusammenhang zu Krankheiten wie Depression und Persönlichkeitsstörungen her. Indem er eine relational fundierte Theorie des Ich-Ideals entwickelt, schafft er ein Instrumentarium, mittels dessen er sowohl den destruktiven als auch den konstruktiven Einfluss von Idealen und damit auch ihr entwicklungsförderndes Potenzial aufdeckt.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- Erscheinungsdatum
- 01.05.2016
- ISBN-Print
- 978-3-8379-2560-9
- ISBN-Online
- 978-3-8379-6803-3
- Verlag
- Psychosozial-Verlag, Gießen
- Reihe
- Forum Psychosozial
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 199
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 10
- Einleitung. Idealität als Krankheit? Kein Zugriff Seiten 11 - 14
- Postreligiöse, säkulare oder postsäkulare Gesellschaft? Kein Zugriff
- Profane Ritualisierungen als Schablone Kein Zugriff
- Ideale in der postreligiösen Gesellschaft Kein Zugriff
- Das Ich-Ideal: Erbe eines frühkindlichen Narzissmus? Die monopolare Sicht Freuds Kein Zugriff
- Ich-Ideal und Destruktion: Chasseguet-Smirgel und Grunberger Kein Zugriff
- Die Grenzen eines monopolaren Verständnisses des Narzissmus Kein Zugriff
- Ideal-Ich, Ich-Ideal und Über-Ich Kein Zugriff
- Ein bipolares Verständnis des Ich-Ideals Kein Zugriff
- Die leiblichen Grundlagen des Ich-Ideals Kein Zugriff
- Das Ich-Ideal als Behälter für bipolare Erfahrungen von Einssein und Getrenntsein Kein Zugriff
- Das Ideal-Ich als Folge fehlender Bindung, Resonanz und Anerkennung Kein Zugriff
- Projektion des Ideal-Ichs: Elternimago Kein Zugriff
- Das Ideal-Ich als Spaltungsprodukt – das Ich-Ideal als Instanz bipolarer Ganzheit Kein Zugriff
- Ambivalenzspaltung und Ambivalenztoleranz Kein Zugriff
- Der Verlust gegenpoliger Ganzheit Kein Zugriff
- Beziehungsdynamischer Hintergrund gespaltener Ganzheit Kein Zugriff
- Ersatzpartnerschaft und Verelterlichung: Eine transgenerationelle Sicht des ödipalen Konflikts Kein Zugriff
- Zusammenfassung: Ich-Ideal zwischen Unterwerfung und Selbsttranszendierung Kein Zugriff
- Die Zerstörung des »Goldenen Kalbs« oder wie Gott sein eigenes Ideal wurde Kein Zugriff
- Der Teufel als gespaltener Idealist Kein Zugriff
- Vom Ursprung des Bösen im vermeintlich Guten Kein Zugriff
- Der Teufel – ein Idealist Kein Zugriff
- Verknüpfung von kollektiven und individuellen Idealen Kein Zugriff
- Der Körper als Großbaustelle Kein Zugriff
- Destruktive Ideale in der Partnerschaft Kein Zugriff
- Kinder als Prinzen und Prinzessinnen Kein Zugriff
- Ewiges Wachstum als Selbstranszendenz Kein Zugriff
- Der Onlinemodus als metaphysische Nabelschnur Kein Zugriff
- Digitale Abhängigkeit als Abschaffung der Autonomie Kein Zugriff
- Beschleunigung als apokalyptisches Ende der Zeit Kein Zugriff
- Transparenz als Tyrannei der Sichtbarkeit Kein Zugriff
- Objektivität als Tunnelblick Kein Zugriff
- Machen neoliberale Optimierungsstrategien krank? Kein Zugriff
- Der neue Naturalismus im neurowissenschaftlichen Menschenbild Kein Zugriff
- Religiöser Fundamentalismus und Terrorismus Kein Zugriff
- Ambivalenz ertragen – eine andere politische Kultur Kein Zugriff
- Sexuelle Gewalt und narzisstisches Reinheitsideal Kein Zugriff
- »Die Dosis macht das Gift« – seelische Entgiftungsprozesse Kein Zugriff
- Die Bezogenheit macht die Polarität: Ellipse als Modell seelischer Entgiftungsgeometrie Kein Zugriff
- Die Vereinigung der Gegensätze macht die Wahrheit: Die Quadratur des Kreises als Modell von Verschränkung, seelischer Ganzheit und konstruktiven Idealen Kein Zugriff
- Die psychoanalytische Rahmung einer Demobilisierung der Seele Kein Zugriff
- Gegenpolige Einstellungen zu postreligiösen Idealen Kein Zugriff
- Ausblick. Psychoanalyse der Ideale – Ideale der Psychoanalyse Kein Zugriff Seiten 181 - 188
- Literatur Kein Zugriff Seiten 189 - 199





