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Monographie Kein Zugriff

Scham und Würde

Über die symbolische Prägnanz des Menschen
Autor:innen:
Verlag:
 2014

Zusammenfassung

Menschliche Lebendigkeit zu verstehen, verlangt einen Nach- und Mitvollzug, der an der Anschauung dieser Lebendigkeit anzusetzen hat. Von einem solchen synthetischen Verfahren ist bereits die Wahrnehmung geprägt. Dafür stehen die Konzepte der symbolischen Prägnanz bei Cassirer und der sinnlichen Verkörperungsmodi bei Plessner. Sie lassen sich auf die Erscheinung des Menschen selbst anwenden. Dann zeigt sich, dass das menschliche Leben von der sinnlichen Wahrnehmung bis hin zur geistigen Sinngebung von Antinomien durchzogen ist, von einem Widersinn, dem sich scheinbar kein Sinn abringen lässt. Gerade diese fundamentale Gebrochenheit aber macht die Würde aus, die sich der Mensch zuschreibt. ihr Gegenpol ist die Beschämbarkeit bzw. Schamhaftigkeit. Die lebendigen Synthesen entzünden sich am Körperleib und prägen ihn. Er ist sie und zeigt sie. Das macht am Ende auch die Leibessynthese von Leben und Tod deutlich. Der Tod, der etwas anderes ist als das Leben und dennoch in es hineinwirkt, muss es sich gefallen lassen, auch umgekehrt vom »Abglanz« des Lebens gestreift zu werden. Gerade der Tote erscheint uns im Licht einer Würde, deren Verletzung als Schandtat gilt. Philosophisch-systematisch und historisch geht der Weg von Kants Kritizismus als einem Verfahren, das die Synthesis nicht unsachgemäß zerlegt und dabei zerstört, zu einem Denken, das seinerseits Kant nicht zerlegt, sondern seine offene Systematik weiter vorantreibt, erneuert und erweitert (so bei Dilthey, Simmel, Cassirer und Plessner).

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2014
ISBN-Print
978-3-495-48695-5
ISBN-Online
978-3-495-99858-8
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Reihe
Alber-Reihe Philosophie
Sprache
Deutsch
Seiten
232
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. Einheit und Zerlegung Kein Zugriff
    2. Vernachlässigung der Sinnfrage Kein Zugriff
    3. Das Rätsel der Synthesis Kein Zugriff
    4. Erkenntnis und Unerkennbarkeit Kein Zugriff
    5. Darstellbarkeit Kein Zugriff
    6. Kritische Anthropologie Kein Zugriff
    7. Gebrochenheit Kein Zugriff
    8. Der Fortgang der Untersuchung Kein Zugriff
    1. Zwielicht der Scham Kein Zugriff
    2. Zeigen und Verbergen Kein Zugriff
    3. Aufmerksamkeit und Selbstaufmerksamkeit in der Scham (Darwin) Kein Zugriff
    4. Ambivalenzen im Schamaffekt Kein Zugriff
    5. Ambivalenz zwischen Individualisierung und Generalisierung (Scheler) Kein Zugriff
    6. Ambivalenz zwischen Teil und Ganzem, Herauf- und Herabsetzung des Ich (Simmel) Kein Zugriff
    7. Ambivalenz zwischen Subjektsein und Objektsein, Kontrolle und Kontrollverlust, Macht und Ohnmacht (Sartre) Kein Zugriff
    8. Zusammenfassender Vergleich Kein Zugriff
    1. Antinomische Struktur Kein Zugriff
    2. Lebendigkeit und Freiheit Kein Zugriff
    3. Philosophie und Würde Kein Zugriff
    4. Selbstdarstellung und Verdoppelung der Lebendigkeit Kein Zugriff
    5. Stufen und Richtungen des Vollzugs und Mitvollzugs lebendiger Synthesen Kein Zugriff
    6. Erweiterung der Erfahrungsbasis Kein Zugriff
    7. Offene Systematik Kein Zugriff
    8. Paradoxe Form Kein Zugriff
    9. Die praktische Bestimmung der Philosophie Kein Zugriff
    10. Die Krisis des Anfangs und der Prozess des Verstehens Kein Zugriff
    11. Aktivität und Objektivität der Sinne Kein Zugriff
    12. Die Verschmelzung des Einen mit dem Anderen Kein Zugriff
    1. Die Struktur der Mitwelt Kein Zugriff
    2. Mitvollzug des synthetischen philosophischen Verfahrens Kein Zugriff
    3. Symbolische Prägnanz Kein Zugriff
    4. Stadien und Funktionen im Zusammenhang und die Bildung des Bewusstseins Kein Zugriff
    5. Zum Kategorialcharakter von symbolischer Prägnanz und Verkörperung Kein Zugriff
    6. Natürliche und künstliche Symbolik – der Leib als Symbol Kein Zugriff
    7. Historische Krisen und Anfänge Kein Zugriff
    8. Selbstartikulation des Lebens Kein Zugriff
    9. Dialektische Bewegung des Selbstbewusstseins Kein Zugriff
    10. Die Stadien des Schamausdrucks und die symbolischen Funktionen der Scham Kein Zugriff
    11. Der Begriff der Verschränkung – Ausdrucks- und Ding-Wahrnehmung Kein Zugriff
    1. Zeit und Raum als Bedingungen der Möglichkeit von Synthesen Kein Zugriff
    2. Intentionalität des Leibes Kein Zugriff
    3. Die mitvollziehbare Haltung ermöglicht die Leibsymbolik Kein Zugriff
    4. Die Modi der Verkörperung bzw. der Leibsymbolik Kein Zugriff
    5. Konkordanz und Akkordanz der Verkörperungsmodi Kein Zugriff
    6. Das Rätsel der Akkordanz im Kreis der Zustandssinne oder der Verleiblichung Kein Zugriff
    7. Die Funktion des dualen Modus und die Bedeutung des Numinosen Kein Zugriff
    8. Akkordanz der Schamhaftigkeit Kein Zugriff
    9. Der Ort der Scham in der Architektonik der menschlichen Person Kein Zugriff
    10. Die Verschränktheit des Körperleibs im Bild der Scham – Verkörperung und Entkörperung Kein Zugriff
    11. Die irreale Geltungssphäre und die Funktion des ästhetischen Scheins Kein Zugriff
    12. Stil, Haltung, Ethos Kein Zugriff
    1. Das Ineinander von Verkörperung und Entkörperung Kein Zugriff
    2. Erlebte Verschränkung Kein Zugriff
    3. Realität (Sein) und Irrealisierung (Geltung) Kein Zugriff
    4. Maske und Scham, Darstellung und Bloßstellung Kein Zugriff
    5. Äußerung und Entäußerung in Gesicht und Sprache Kein Zugriff
    6. Die Krise des dualen Modus als moralische Krise Kein Zugriff
    7. Die Funktion des Philosophierens unter Einsatz des Lebens Kein Zugriff
    8. Sinn und Dauer – die Dauer der Würde Kein Zugriff
  2. Schluss: Der Sinn der Paradoxie Kein Zugriff Seiten 211 - 216
  3. Literatur Kein Zugriff Seiten 217 - 232

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