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Sammelband Kein Zugriff

Herta Müller

TEXT + KRITIK 155
Herausgeber:innen:
Verlag:
 2020

Zusammenfassung

Die Nobelpreisträgerin Herta Müller schreibt in ihren Werken von der grausamen Gewalt totalitärer Regime. Eindrücklich zeigt sie aber auch, wie aus dem vehementen Einspruch gegen Totalitarismus und Gewalt große Literatur entstehen kann.

Weltbekannt ist Herta Müllers Meisterwerk "Atemschaukel". Schonungslos beschreibt sie darin die nach dem Zweiten Weltkrieg in einem sowjetischen Lager erlittenen seelischen Beschädigungen eines jungen Mannes. Doch auch in den davor publizierten Prosatexten – wie etwa dem vielbeachteten Debüt "Niederungen" (1984) – ebenso wie in den derzeit im Zentrum ihres Schreibens stehenden Text-Bild-Collagen spricht Herta Müller auf sowohl berührende als auch ästhetisch komplexe Weise vom Überleben unter widrigsten Umständen. In diesen verhandelt sie insbesondere die von Angst und Verrat, von Überwachung und Repression gezeichneten Verhältnisse in Rumänien unter der Diktatur Ceausescus. Zugleich zeugen diese Werke aber auch von Widerstand und Courage, zeigen wie man der uniformen, eintönigen Sprache der Diktatur eine eigene und eigenwillige, ja surreale Sprache entgegensetzen kann.

Abgesehen von einem Werkstattgespräch mit Herta Müller geben die Beiträge des Bandes einen Überblick über ihr Werk von den 1980er Jahren bis heute. Darüber hinaus gehen die Aufsätze wichtigen Themen sowie intermedialen und interkulturellen Aspekten ihres Schreibens nach.

Norbert Otto Eke ist Professor für Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie an der Universität Paderborn. Forschungsschwerpunkte u. a.: Dramengeschichte; Literaturtheorie; Literatur zwischen Spätaufklärung und Vormärz; Gegenwartsliteratur und -theater; Literatur und Shoah; Automatismen-Forschung. Christof Hamann ist Professor für Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln. Forschungsschwerpunkte u. a.: deutschsprachige Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Konzepte literarischen Schreibens; literarische Konstruktionen von Kriminalität; Interferenzen von Rhetorik und Lyrik.


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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2020
Copyrightjahr
2020
ISBN-Print
978-3-96707-417-8
ISBN-Online
978-3-96707-418-5
Verlag
edition t+k, München
Reihe
Text + Kritik Neufassung
Sprache
Deutsch
Seiten
232
Produkttyp
Sammelband

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 2
  2. »Das Schöne ist das Durchsichtige«. Gespräch mit Herta Müller Kein Zugriff Seiten 3 - 23
    Autor:innen:
  3. (De-)konfigurationen totalitärer Ordnung. Herta Müllers Frühwerk bis 1989 Kein Zugriff Seiten 24 - 39
    Autor:innen:
  4. Verstrickt, gefangen, gehalten – im Netz der Romane. »Der Fuchs war damals schon der Jäger«, »Herztier« und »Heute wäre ich mir lieber nicht begegnet« von Herta Müller Kein Zugriff Seiten 40 - 51
    Autor:innen:
  5. »Aber ich bin nicht mein Fleisch«. Herta Müllers Roman »Atemschaukel« Kein Zugriff Seiten 52 - 67
    Autor:innen:
  6. Mehr als stille, müde und hölzerne Sätze. Herta Müllers Reflexionen über das Schreiben Kein Zugriff Seiten 68 - 79
    Autor:innen:
  7. »Wir sind frei, mit ihnen das zu machen, was unser Leben mit uns macht«. Produktive Mehrdeutigkeit in den Text-Bild-Collagen von Herta Müller Kein Zugriff Seiten 80 - 97
    Autor:innen:
  8. »Die Nacht ist aus Tinte gemacht«. Zur Ästhetik der Hörbücher/Hörtexte Herta Müllers Kein Zugriff Seiten 98 - 113
    Autor:innen:
  9. Zwischen — denken. Herta Müllers und Katie Mitchells »Reisende auf einem Bein« Kein Zugriff Seiten 114 - 123
    Autor:innen:
  10. Metapher als Umweg – Umweg als Metapher. Zur Bildlichkeit des Weges bei Herta Müller Kein Zugriff Seiten 124 - 136
    Autor:innen:
  11. Der fünfte Hase. Herta Müller collagiert mit den Tieren Kein Zugriff Seiten 137 - 143
    Autor:innen:
  12. »Ein paar Freunde lachen. so verrückt daß ganz nahe/schon im Schach das Schweigen steht«. Lachen in Herta Müllers Texten Kein Zugriff Seiten 144 - 161
    Autor:innen:
  13. »Diese Diktaturen sind immer noch da«. Herta Müller als engagierte Autorin Kein Zugriff Seiten 162 - 173
    Autor:innen:
  14. Sprache als Mehrsprachigkeit in der Poetologie Herta Müllers Kein Zugriff Seiten 174 - 184
    Autor:innen:
  15. »Die Angst hat mich zwischen die Böden der Sprache getrieben«. Zum Stellenwert von Interkulturalität im Werk Herta Müllers Kein Zugriff Seiten 185 - 194
    Autor:innen:
  16. Bibliografie Kein Zugriff Seiten 195 - 232

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