Logik und Vernunft
Freges Rationalismus im Kontext seiner Zeit- Autor:innen:
- Reihe:
- Alber-Reihe Philosophie
- Verlag:
- 2004
Zusammenfassung
Die Mehrzahl der Frege-Forscher gehört im Hinblick auf seine historische Einordnung einem von zwei einander entgegengesetzten Lagern an. Orthodoxe Analytiker betrachten Frege noch heute gerne als einen Denker, der radikal mit der erkenntnistheoretischen Tradition der Neuzeit gebrochen und die mathematische Logik - oder auch die Sprachphilosophie - gewissermaßen zur Basisdisziplin der Philosophie erhoben habe. Andere Autoren hingegen haben Frege in die rationalistische und/oder neukantianische Tradition neuzeitlicher Philosophie eingeordnet. Die vorliegende Studie setzt sich kritisch mit beiden historischen Perspektiven auseinander und bietet einen Mittelweg an. Sie ist damit die erste umfangreiche Studie speziell zu Freges Erkenntnistheorie. Das Buch untersucht Freges Verhältnis zum klassischen Rationalismus sowie zum Kantianismus und zeigt, dass Frege seiner Ausrichtung nach zwar gewissermaßen als der letzte große Vernunftrationalist betrachtet werden kann, dass er sich aber zugleich die traditionellen - theologisch oder transzendentalphilosophisch verankerten - Wege zu einer erkenntnistheoretischen Begründung der Möglichkeit apriorischer Erkenntnis gewissermaßen programmatisch versperrt. Dies hängt damit zusammen, dass Frege die Aufgaben einer transzendentalen Logik - die im Neukantianismus ebenso wie im Phänomenalismus noch immer eine zentrale Rolle spielt - nicht mehr wirklich zur Kenntnis nimmt. In dieser Hinsicht erweist sich sein Ansatz zudem als repräsentativ für die gesamte frühe analytische Philosophie, und dies könnte zur Erklärung des Entstehens jener Kluft beitragen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen ›analytischer‹ und ›kontinentaler‹ Philosophie auftat.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2004
- ISBN-Print
- 978-3-495-48119-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-99713-0
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Reihe
- Alber-Reihe Philosophie
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 312
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 10
- Übersicht Kein Zugriff
- Die logischen Unvollkommenheiten der Alltagssprache Kein Zugriff
- Urteil und beurteilbarer Inhalt Kein Zugriff
- Funktion und Argument Kein Zugriff
- Sinn und Bedeutung Kein Zugriff
- Allgemeinheit und Existenz Kein Zugriff
- Individualbegriffe und Kennzeichen der Wiedererkennung Kein Zugriff
- Wahrheitswertverläufe Kein Zugriff
- Existenzpräsuppositionen Kein Zugriff
- Das Wesen des Begriffs Kein Zugriff
- Das Denkbare und das Zählbare Kein Zugriff
- Die Entwicklungen des Prioritätsprinzips Kein Zugriff
- Das Kontextprinzip und Freges erstes Argument gegen den Formalismus Kein Zugriff
- Gedanke und Aussage Kein Zugriff
- Klassentheorie und Begriffslogik Kein Zugriff
- Analyse und Synthese Kein Zugriff
- Die Ablösung der Logik von der Philosophie Kein Zugriff
- Der Begriff des Urgesetzes Kein Zugriff
- Nichtbeweisbarkeit und unmittelbares Einleuchten Kein Zugriff
- Die Zielsetzungen des Neukantianismus Kein Zugriff
- Freges Verbindungen zu den Neukantianern Kein Zugriff
- Der Begriff des Idealismus bei den Neukantianern Kein Zugriff
- Die Überwindung des Skeptizismus Kein Zugriff
- Die vier Erkenntnisquellen Kein Zugriff
- Nichtbeweisbedürftigkeit und Unbezweifelbarkeit Kein Zugriff
- Der Skandal der Philosophie Kein Zugriff
- Die Existenz eines aktualen Subjekts Kein Zugriff
- Das Synthetische Apriori Kein Zugriff
- Cogito Ergo Sum Kein Zugriff
- Vernunft, Geist, und logische Erkenntnisquelle Kein Zugriff
- Der Begriff der Erkenntnistheorie Kein Zugriff
- Erkenntnistheorie und Psychologie Kein Zugriff
- Apriori und Aposteriori Kein Zugriff
- Frege versus Russell über die Erkenntnistheorie Kein Zugriff
- Freges zweites Argument gegen den Formalismus Kein Zugriff
- Primäre und sekundäre Wahrheitsträger Kein Zugriff
- Epistemische Modalitäten Kein Zugriff
- Der Philosophiebegriff bei Frege und dem frühen Wittgenstein Kein Zugriff
- Logik und Bedeutungstheorie Kein Zugriff
- Sprache, Logik und Denken Kein Zugriff
- Unsagbare Gedanken Kein Zugriff
- Nicht Bedeutungstheorie, sondern Philosophie des Denkens Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff Seiten 299 - 306
- Namenregister Kein Zugriff Seiten 307 - 309
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 310 - 312





