
Staat ohne Gott
Religion in der säkularen Moderne- Autor:innen:
- Verlag:
- 2018
Zusammenfassung
Staat ohne Gott ist keine Streitschrift, wohl aber eine streitbare Analyse. Die These von Horst Dreier lautet: In der modernen Demokratie darf sich der Staat mit keiner bestimmten Religion identifizieren, und heiße sie auch Christentum. Nur in einem Staat ohne Gott können alle Bürger gemäß ihren durchaus unterschiedlichen religiösen oder sonstigen Überzeugungen in Freiheit leben.
Staat ohne Gott heißt also nicht: Welt ohne Gott, auch nicht: Gesellschaft ohne Gott, und schon gar nicht: Mensch ohne Gott. Es heißt vielmehr, dass die Demokratie des Grundgesetzes mit jeder Form eines Gottesstaates, einer Theokratie, einer sakralen Ordnung oder eines christlichen Staates gänzlich unvereinbar ist. Die Entwicklung Deutschlands hin zu einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft hat neue Konfliktfelder zwischen den Anhängern verschiedener Glaubensrichtungen sowie zwischen ihnen und der Staatsgewalt entstehen lassen. Gerade angesichts der intensiv geführten Debatte um den Zusammenprall der Kulturen und die Herausforderung freiheitlicher westlicher Gesellschaften durch den Islam aber ist eine Besinnung auf die Grundstrukturen und Grundfragen des säkularen Staates geboten – auf sein Programm, sein Profil, seine Problematik.
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2018
- ISBN-Print
- 978-3-406-71871-7
- ISBN-Online
- 978-3-406-71872-4
- Verlag
- C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 256
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 5
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 6 - 7
- Einführung: Der säkulare Staat als religiöser Freiheitsgewinn Kein Zugriff Seiten 8 - 17
- I. Ausgangsbefund: Verwirrende Begriffsvielfalt Kein Zugriff
- 1. Saecularisatio: Übertritt vom Ordens- zum Weltgeistlichen Kein Zugriff
- 2. Säkularisation von geistlicher Herrschaft und Kirchengut Kein Zugriff
- 1. Vom Aufstieg des Säkularisierungstopos Kein Zugriff
- 2. Vielfalt der Diskurse heute Kein Zugriff
- a) Blumenbergs Argumentation Kein Zugriff
- b) Der begriffsgeschichtliche Einwand Kein Zugriff
- c) Der bleibende Wert Kein Zugriff
- 1. Säkularisierung als Gegenstand empirischer Sozialforschung Kein Zugriff
- 2. Das Indikatorenproblem: Entkirchlichung, Entchristlichung, Religionsschwund Kein Zugriff
- 3. Das Ebenenproblem: Personen- oder Staatsbezug? Kein Zugriff
- 4. Modernisierungstheorie und Säkularisierungstheorem Kein Zugriff
- V. Säkularisierung im staats- und verfassungsrechtlichen Sinne Kein Zugriff
- I. Der Ausgangspunkt: Religionsfreiheit heute Kein Zugriff
- 1. Glaubenszweiheit, nicht Glaubensfreiheit Kein Zugriff
- 2. Bekenntniszwang (ius reformandi) Kein Zugriff
- 3. Auswanderungsfreiheit (ius emigrandi) als Derivatgrundrecht Kein Zugriff
- 1. Von der Glaubenszweiheit zur Glaubensdreiheit Kein Zugriff
- 2. Einschränkungen des ius reformandi Kein Zugriff
- 3. Stufungen der Religionsfreiheit Kein Zugriff
- 1. Praeterlegale Toleranz Kein Zugriff
- 2. Fortschrittlichkeit des Preußischen Allgemeinen Landrechts (1794) Kein Zugriff
- 3. Gleichstellung dreier christlicher Konfessionen Kein Zugriff
- V. Programmatischer Durchbruch: Paulskirchenverfassung 1848/49 Kein Zugriff
- 1. Preußen als «christlicher Staat»? Kein Zugriff
- 2. Entwicklungen auf Reichsebene Kein Zugriff
- VII. Umsetzung der Programmatikder Paulskirche (1919, 1949) Kein Zugriff
- VIII. Resümee: Vom Staatsattribut zum subjektiven Recht Kein Zugriff
- 1. Verfassungsrechtliche Verankerung Kein Zugriff
- a) Institutionelle Nichtidentifikation Kein Zugriff
- b) Sachliche Nichtidentifikation Kein Zugriff
- d) Verzicht auf religiöse Legitimation Kein Zugriff
- e) Bedeutungszuwachs Kein Zugriff
- a) Keine Wirkungsneutralität Kein Zugriff
- b) Begründungsneutralität Kein Zugriff
- c) Einschränkungen des politischen Prozesses? Kein Zugriff
- d) Fazit Kein Zugriff
- 1. Der Einwand evidenter Nichtgeltung Kein Zugriff
- 2. Der Einwand des Selbstwiderspruchs Kein Zugriff
- 3. Der Einwand des Definitionszwanges Kein Zugriff
- 1. Verfassungszuträglichkeit als Bewertungskriterium? Kein Zugriff
- 2. «Ehrfurcht vor Gott» als schulisches Erziehungsziel? Kein Zugriff
- IV. Zum Stellenwert des Neutralitätsgebotes in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Kein Zugriff
- I. Religious turn in den Geistes- und Kulturwissenschaften Kein Zugriff
- 1. Verfassung als Mythos? Kein Zugriff
- 2. Sakralisierung der Verfassung? Kein Zugriff
- III. «Sakralisierung des Rechts» als historische Konstante? Kein Zugriff
- IV. Religiöse Tiefenstruktur des liberalen Staates? Kein Zugriff
- 1. Sakralisierung der Person? Kein Zugriff
- 2. Affirmative Genealogie? Kein Zugriff
- 3. Subjektive Evidenz und affektive Intensität Kein Zugriff
- VI. Resümee: Eigenständigkeit säkularer Ordnung Kein Zugriff
- I. Gott in der Präambel: Bestandsaufnahme Kein Zugriff
- 1. Der schwierige Weg zum Gottesbezug Kein Zugriff
- 2. Verantwortung statt Vertrauen Kein Zugriff
- III. Invocatio Dei – Nominatio Dei – Demutsformel Kein Zugriff
- 1. Normativer Gehalt der Präambel? Kein Zugriff
- 2. Schmälerung der religiös-weltanschaulichen Neutralität? Kein Zugriff
- I. Omnipräsenz der These Kein Zugriff
- II. Genese und Kontext Kein Zugriff
- III. Vorläufer Kein Zugriff
- 1. Grundwertedebatte und Grenzen des Staates Kein Zugriff
- 2. Religionsdebatte und Rolle der Kirchen Kein Zugriff
- 1. «Voraussetzungen, die er nicht garantieren kann» Kein Zugriff
- 2. «Moralische Substanz», «religiöser Glaube» Kein Zugriff
- VI. Was bleibt? Versuch eines Resümees Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- Sachregister Kein Zugriff




