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Monographie Kein Zugriff

Mozart

Genius und Eros
Autor:innen:
Verlag:
 2014

Zusammenfassung

Eva Gesine Baur erzählt Mozarts dissonantes Leben, ohne zu beschönigen, dass der Schöpfer unfassbarer Musik auch eine schwarze Seite hatte: Sich seines göttlichen Talents bewusst, log, trickste und intrigierte er. Er verschenkte Glückseligkeiten und verteilte Bösartigkeiten. Die Biographie versucht, diesen Abgrund auszuloten. Mozart selbst hat das Problem in die Welt gesetzt, mit der sich seine Verehrer und seine Biographen herumschlagen: Er schrieb Briefe, die seine menschlichen Schwächen bloßlegen.

Auch andere Zeitzeugnisse zeigen einen Mozart, der alles andere als göttlich war. Seinen Vater, Salieri oder seine Frau Constanze zu Sündenböcken zu machen, verbieten die Fakten. Das Verständnis für das Werk und den Mann Mozart voneinander zu trennen erklärte bereits der Philosoph Norbert Elias als «künstlich, irreführend und unnötig». Wer weiß, wie rastlos und ruhelos seine Mitmenschen den Zappelphilipp Mozart erlebten, versteht die verblüffende Tatsache, dass er über 160 Fragmente hinterließ. Sein Leiden an seiner äußeren Hässlichkeit hilft, seine Begierde nach dem Schönen zu verstehen. Eine Bemerkung des großen Mozart-Dirigenten Richard Strauss brachte die Autorin auf den Vergleich Mozarts mit dem mythologischen Eros, wie er in Platons «Gastmahl» beschrieben wird. Eros ist nicht der von allen Geliebte, sondern der große Liebende. Selbst nicht schön, sehnt er sich nach Schönheit. Ein Zauberer, aber auch ein großer Intrigant. Ein Dämon, getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht. Weder Gott noch Mensch. Vielmehr ein Bote zwischen dem Göttlichen und dem Allzumenschlichen. Mozart und Eros: der große Widerspruch. So irdisch wie überirdisch.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2014
ISBN-Print
978-3-406-66132-7
ISBN-Online
978-3-406-66133-4
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
Seiten
569
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 11
  2. Vorwort: Mozart, der große Widerspruch: Eine Gebrauchsanweisung für dieses Buch Kein Zugriff Seiten 12 - 19
  3. I. 1756: Poros und Penia: Oder: Sohn eines Strategen und einer Bedürftigen Kein Zugriff Seiten 20 - 31
  4. II. 1761–1763: Zwischen Unverstand und Weisheit: Oder: Ein Kleinkind tanzt, rebelliert und komponiert Kein Zugriff Seiten 32 - 43
  5. III. 1763–1766: Blüht auf und gedeiht, ermüdet und stirbt dahin: Oder: Reisen zwischen Todesnähe und Triumphen Kein Zugriff Seiten 44 - 59
  6. IV.1767/1768: Nirgendwo zu Hause: Oder: Auf der Flucht vor Pocken, Intrigen und Unverständnis Kein Zugriff Seiten 60 - 69
  7. V. 1769/1770: Kühn, stark, beharrlich: Oder: Eine Blamage in Bologna, ein Sieg in Mailand Kein Zugriff Seiten 70 - 85
  8. VI. 1771: Strebt nach Höherem: Oder: Ein Teenager träumt von der Hofanstellung Kein Zugriff Seiten 86 - 93
  9. VII. 1772/1773: Auswege finden und Fallen stellen: Oder: Strategien und Tricks von Vater und Sohn Kein Zugriff Seiten 94 - 109
  10. VIII. 1774/1775: Auf der Schwelle: Oder: Die Entdeckung der Liebe Kein Zugriff Seiten 110 - 119
  11. IX. 1776/1777: Nicht gut und schön: Oder: Ein Jungmann ohne Reize und Rücksichtnahme Kein Zugriff Seiten 120 - 137
  12. X. 1778: Sohn der Penia, immer bedürftig: Oder: Reise nach Paris mit großen Verlusten Kein Zugriff Seiten 138 - 157
  13. XI. 1779/1780: Bote zwischen Göttern und Menschen: Oder: Die Erfi ndung des Idomeneo Kein Zugriff Seiten 158 - 169
  14. XII. 1781: Ein gewaltiger Jäger: Oder: Ein Künstler auf der Fährte des Menschlichen Kein Zugriff Seiten 170 - 185
  15. XIII. 1782: Ein Ränkeschmied: Oder: Verleumdung und Lügen für Erfolg und Entführung Kein Zugriff Seiten 186 - 199
  16. XIV. 1783: Was er heute gewinnt, zerrinnt ihm morgen: Oder: Eine Fahrt nach Salzburg bereichert und verarmt Kein Zugriff Seiten 200 - 215
  17. XV. 1784: Schwebt wie Eros zwischen Himmel und Erde: Oder: Entrückung am Klavier, Vaterfreuden und Freimaurerleiden Kein Zugriff Seiten 216 - 227
  18. XVI. 1785: Vom Dämon beseelt: Oder: Rastlos als Unternehmer und Erfinder Kein Zugriff Seiten 228 - 243
  19. XVII. 1786: Ein Weisheitsliebender: Oder: Figaro und das Verbergen der Wahrheit Kein Zugriff Seiten 244 - 269
  20. XVIII. 1787: Weder gut noch schlecht: Oder: Die Feier des Wüstlings und Helden Don Giovanni Kein Zugriff Seiten 270 - 293
  21. XIX. 1788: Weder reich noch arm: Oder: Sinfonische Juwelen und Bettelbriefe Kein Zugriff Seiten 294 - 313
  22. XX. 1789: Der Liebende aber ist anders beschaffen: Oder: Ein sehnsüchtiger Ehemann allein unterwegs Kein Zugriff Seiten 314 - 337
  23. XXI. 1790: Trachtet nach Erkenntnis der Wahrheit: Oder: Così fan tutte und die Abgründe des Alltags Kein Zugriff Seiten 338 - 357
  24. XXII. 1791: Bindet so das All zusammen: Oder: Zauberflöte, Requiem und das Ende Kein Zugriff Seiten 358 - 387
  25. Anhang Kein Zugriff Seiten 388 - 567
  26. Zum Buch Kein Zugriff Seiten 568 - 568
  27. Über die Autorin Kein Zugriff Seiten 569 - 569

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