Kant über den Glauben und die „Selbsterhaltung der Vernunft“
Sein Weg von der „Kritik“ zur „eigentlichen Metaphysik“ - und darüber hinaus- Autor:innen:
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Es ist unbestritten, dass Kant dem Verhältnis von »Wissen und Glauben« besondere philosophische Aufmerksamkeit gewidmet hat und seine Verhältnisbestimmung von »Glauben und Wissen« einen Meilenstein in der neuzeitlichen Religionsphilosophie markiert. Seine differenzierte philosophische Grundlegung des »Glaubens« erweist sich nach wie vor als sehr aktuell und höchst lehrreich, auch wenn seine »Glaubens«-Analysen in gegenwärtigen religionsphilosophischen Bemühungen weithin vernachlässigt – oder lediglich »philosophie-historisch« verortet – werden.
Doch nur auf den ersten Blick sind Kants mannigfaltige Äußerungen zum Thema »Glauben«, den er bekanntlich als »Vernunftglauben« bestimmte, in der Sache »deckungsgleich«. bei genauerem Hinsehen zeigen sich vielmehr denkwürdige sachliche Verschiebungen und Nuancierungen. Ausgehend von einer bemerkenswerten frühen Reflexion Kants, die die »Selbsterhaltung der Vernunft« als »Fundament des Vernunftglaubens« charakterisiert, spricht offenbar vieles dafür, dass dieses Programm der »Selbsterhaltung der Vernunft« sich selbst erst in verschiedenen – teleologisch interpretierbaren – Gestalten dieses »Vernunftglaubens« auf dem Weg von der »Kritik« zur »eigentlichen«, d. h. »praktischdogmatischen Metaphysik« und dem darin vollzogenen »Überschritt zum Übersinnlichen« entfaltet und realisiert.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-495-48985-7
- ISBN-Online
- 978-3-495-81754-4
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 400
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Inhalt Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 13 - 20
- 1.1.1 »Um zum Glauben Platz zu bekommen« – innerhalb des »Weltbegriffs der Philosophie«. Zu Kants »Weisheitslehre« Kein Zugriff
- 2.1.1 Kritik und »eigentliche Metaphysik« in »praktisch-dogmatischer Absicht«: »Um zum Glauben Platz zu bekommen« und »Glauben denken« Kein Zugriff
- 2.1.2 Anmerkung Kein Zugriff
- 1.1.1 Im Vorhof des »reinen Vernunftglaubens«: Die Verankerung der religiösen Hoffnung in der – an der »allgemeinen Glückseligkeit« orientierten – Idee der »moralischen Welt« Kein Zugriff
- 2.1.1 Das »ich will, dass ein Gott sei …« und sein »Nicht-nachlassen-Dürfen«: Die Abwehr des moralwidrigen »Vernunftunglaubens« Kein Zugriff
- 2.1.2 Das »Dasein Gottes« als »Glaubenssache«: Die in dem »ich will, dass ein Gott sei …« sich manifestierenden »der Vernunft abgenötigten Voraussetzungen« – als »absolute Position« Kein Zugriff
- 3.1.1 Zur kantischen Trias von »Liebe, Hoffnung und Glaube« Kein Zugriff
- 3.2.1 Eine Anmerkung im Blick auf Moses Mendelssohn: Kants Erklärung der »fides«-Bestimmung als christliches »Vermächtnis« Kein Zugriff
- 3.2.2 Zu Kants gelegentlicher Einebnung des Unterschieds zwischen »Hoffnungs-« und »Glaubenssachen« Kein Zugriff
- 3.3.1 Der »Vernunftglaube« als »Zweifelglaube« – unter den Vorzeichen der »Selbsterhaltung der Vernunft« Kein Zugriff
- 3.3.2 Der »Zweifelglaube« (IVa) im engeren Kontext der »authentischen Theodizee« Kein Zugriff
- 4.1.1 Der für dieses »Credo« mehrfach bestimmende – praktisch-konstitutive – Modus des »Als-ob« des »reflektierenden Glaubens« und das »ethische Gemeinwesen« Kein Zugriff
- 4.2.1 Nochmals: Der nicht-»fiktionale« Sinn des »Als-ob« in diesem »reflektierenden Glauben« Kein Zugriff
- 1.1.1 Die – »geheimnislosen« – »praktischen Vernunftideen« »Freiheit, Gott und Unsterblichkeit«, die – »geheimnishaften« – (moralisch-)»überschwenglichen Ideen« und ein bemerkenswertes kritisch reflek... Kein Zugriff
- 1.1.2 Die »kritizistisch« begründete »Selbstbegrenzung« der praktischen Vernunft und der Status jener »moralisch transzendenten Ideen« Kein Zugriff
- 1.2.1 Die innerhalb des Horizontes des »reflektierenden Glaubens« von Kant situierte spätere Bestimmung der »Weisheit« Kein Zugriff
- 1.2.2 »Er müsste seine ganze Seele erforscht haben«: Das unaufhebbar »Fragmentarische« der »moralischen Selbsterkenntnis« – noch eine notwendige »Selbstbescheidung« des »reflektierenden Glaubens« Kein Zugriff
- 2.1 Zu Kants Auslegung des biblischen »Menschensohn«-Motivs: Ein erhellendes Beispiel für seine Inanspruchnahme der »durch hergebrachte fromme Lehren erleuchteten Vernunft« Kein Zugriff
- 2.2 Die durch »hergebrachte fromme Lehren erleuchtete Vernunft« und die darin manifeste »Selbstbegrenzung« derselben. Nochmals zum »theoretischen Mangel des reinen Vernunftglaubens« Kein Zugriff
- 3. Zur Verortung der auf dem »Kritizismus der praktischen Vernunft gegründeten wahren Religionslehre« und des »reflektierenden Glaubens« – an der Grenzzone des »dritten Stadiums der neueren Metaphysik... Kein Zugriff
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 389 - 396
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 397 - 400





