, um zu prüfen, ob Sie einen Vollzugriff auf diese Publikation haben.
Monographie Kein Zugriff

Recht und Gerechtigkeit im Werk Heinrich Bölls

Ein Beitrag zur Verfassungslehre als Kulturwissenschaft
Autor:innen:
Verlag:
 2008

Zusammenfassung

War der Schriftsteller Heinrich Böll ein Seismograph demokratisch-rechtsstaatlicher Befindlichkeit? Herausgefordert durch das literarische Werk Bölls nimmt ein Jurist einfühlsam sowie kritisch Stellung zu darin enthaltenen Positionen zum Recht: Sichern sich Seilschaften im demokratischen Rechtsstaat Privilegien durch strukturelle Gewalt? Welche Rolle spielt dabei die Medienmacht? Ist Gewalt notwendiger Teil jeder Ordnung, so dass es Freiheit nur in Anarchie gibt? Warum ist das Grundgesetz für Böll eine der besten Verfassungen? Sind ziviler Ungehorsam oder gar stärkerer Widerstand notwendig oder gibt es einen Weg zur Gerechtigkeit innerhalb der Grenzen des positiven Rechts? Literatur – so die These des Autors – zeigt sich als wichtiger Bestandteil demokratisch-rechtsstaatlicher Verfasstheit.


Publikation durchsuchen


Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2008
ISBN-Print
978-3-8329-3569-6
ISBN-Online
978-3-8452-0991-3
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
212
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 12
  2. Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 13 - 14
      1. Zwei Wege versuchter Einflussnahme des literarischen Bereichs auf das Recht Kein Zugriff Seiten 15 - 19
      2. Das elitäre Selbstverständnis zu Beginn der „Gruppe 47“ Kein Zugriff Seiten 19 - 20
      3. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 20 - 21
      1. Belletristik und Recht, Verfassung und Verfasstheit Kein Zugriff Seiten 21 - 22
        1. Belletristik als Seismograph staatlicher Verfasstheit Kein Zugriff
        2. Belletristik als „großer Anreger“ im Bereich der Verfassungsinterpretation Kein Zugriff
        3. Transparenz des entscheidungsleitenden Vorverständnisses – Belletristik als vorverständisbildendes Element Kein Zugriff
        4. „Rechtsvergleich“ mit belletristischen Entwürfen Kein Zugriff
      2. Wertverfassung in der Zeit – zur Kritik am kulturwissenschaftlichen Ansatz Kein Zugriff Seiten 25 - 29
    1. Zusammenfassung und Ausblick Kein Zugriff Seiten 29 - 30
        1. Böll zum Gewaltbegriff Kein Zugriff
        2. Der Begriff „Gewalt“ in Rechtsnormen Kein Zugriff
        3. Strukturelle Gewalt Kein Zugriff
          1. Bei Vertretern der Ermittlungsbehörden Kein Zugriff
          2. Manipulation der Verteidigungsmittel des Rechtsstaates durch strukturelle Gewalt Kein Zugriff
          3. Beschuldigtenrechte im Strafverfahren werden zugunsten struktureller Herrschaft instrumentalisiert – strukturelle Gewalt kann deshalb nicht nachgewiesen werden Kein Zugriff
          1. Sträubleder: Industrieller, Professor und Parteimanager Kein Zugriff
          2. Versuch der Konservierung einer starren Klassengesellschaft Kein Zugriff
          3. Art. 9 GG Kein Zugriff
        1. Behaupteter Mangel: Keine Chancengleichheit: Art. 3 Abs. 1 GG Kein Zugriff
        2. Behaupteter Mangel: Totalitäre Strukturen hinter demokratischer Fassade Kein Zugriff
          1. Selbstzuordnung der Katharina Blum zur Gruppe der Straftäter als Folge gesellschaftlicher Ausgrenzung Kein Zugriff
          2. Katharina Blum und die Theorie des „labeling-approach“ Kein Zugriff
          3. „labeling-approach“ und strukturelle Gewalt Kein Zugriff
          4. Ansätze der Kritik an „labeling-approach“-Theorie Kein Zugriff
        1. Wortlaut Kein Zugriff
        2. Die Erzählung „Katharina Blum“ Kein Zugriff
        3. Der Streit im Strafrecht: Kein Zugriff
        4. Resumee Kein Zugriff
        1. „Billard um halbzehn“ – Schuss auf einen Minister Kein Zugriff
        2. „Keine Träne um Schmeck“ – unfreiwillig unterbliebener Überfall Kein Zugriff
        3. Die Gewaltreaktion: individuell - moralisch gerecht? Kein Zugriff
        4. Die Gewaltreaktion: gemeinschaftlich – rechtmäßig – gerecht(fertigt)? Kein Zugriff
        1. Exkurs: Reale Ereignisse als Hintergrund von „Katharina Blum“ Kein Zugriff
      1. Einführung: Freiheit der Presse nach dem GG Kein Zugriff Seiten 74 - 75
        1. „Gewalt“ bei der Informationsbeschaffung? Kein Zugriff
        2. „Gewalt“ bei der Berichterstattung Kein Zugriff
        3. Übermäßiges „Gewalt“-potential monopolhafter Presse Kein Zugriff
        4. Halbsakrales journalistisches Selbstverständnis im Bewusstsein der eigenen Bedeutung für die Demokratie Kein Zugriff
        5. Presse als Herrschaftsinstrument – „Staatsgewalt“? Kein Zugriff
      2. Zusammenfassung zur Problemstellung Presse nach „Katharina Blum“ Kein Zugriff Seiten 82 - 84
          1. Sozialisierung Kein Zugriff
            1. Pressekontrolle durch Landespresseausschüsse Kein Zugriff
            2. Mitbestimmung und Stärkung der Rechte des Redakteursgegenüber dem Verleger Kein Zugriff
          2. Vielfaltsthese und externe Pluralität Kein Zugriff
          1. vertretene Ansichten Kein Zugriff
          2. Stellungnahme Kein Zugriff
          1. Auslegung der Pressefreiheit nach historisch vorgefundenemliberalprivatwirtschaftlichem Erscheinungsbild Kein Zugriff
          2. „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ Kein Zugriff
          3. Unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten des historischen Pressebildes aufgrund des Strukturwandels Kein Zugriff
        1. Die Stellung der Presse im Systemzusammenhang des GG Kein Zugriff
          1. Presse zwischen publizistischen Ideal und ökonomischem Interesse Kein Zugriff
          2. Folgt ein inhaltliches Mitbestimmungsrecht der Redaktionenaus der Tarifautonomie? Kein Zugriff
        2. Rechtlich relevante Praktikabilitätserwägungen? Kein Zugriff
      3. Bedeutung für Einzelmaßnahmen im Bereich der Pressefreiheit Kein Zugriff Seiten 103 - 105
        1. Ehrenschutz im Zivilrecht Kein Zugriff
        2. Ehre – Ehrverletzung – Wiederherstellung der Ehre Kein Zugriff
        3. Gegendarstellung und Widerspruch Kein Zugriff
        4. Strafrechtlicher Ehrenschutz Kein Zugriff
        5. Schutz des eigenen Bildes und Schutz des Namens Kein Zugriff
    1. Tragik des Verhältnisses „Katharina Blum“ und Rechtsordnung Kein Zugriff Seiten 109 - 112
    1. Erfahrung illegitimer Legalität im Dritten Reich – „Wanderer kommst du nach Spa“ Kein Zugriff Seiten 113 - 117
      1. Anarchismus als Königlichkeit – „Der tote Indianer in der Duke Street“ Kein Zugriff Seiten 117 - 119
      2. Recht und Gesetz als Überbau im Kampf um materielle Positionen– „Die Waage der Baleks“ Kein Zugriff Seiten 119 - 120
      3. Und überdies: Sinnlosigkeit von Gesetzen - „Wenn Seamus einen trinken will“ Kein Zugriff Seiten 120 - 122
      1. Legitimität durch Demokratie? Kein Zugriff Seiten 122 - 122
      2. Sind Gesetze notwendigerweise illegitim – ist nur Anarchie gerecht? Kein Zugriff Seiten 122 - 123
      3. Archaische Utopie einer legitimen Ordnung Kein Zugriff Seiten 123 - 125
        1. Gleichheit vor unabänderlichen Regeln – Ausschaltung des Legitimitätsproblems Kein Zugriff
        2. Die Forderung nach einem „einfachen“ Recht Kein Zugriff
        3. „ewiges“ ungeschriebenes und variables „positives“ Recht Kein Zugriff
      1. Was menschenunwürdig ist – Negativdefinition der Menschenwürde in Texten über den Krieg Kein Zugriff Seiten 131 - 133
      2. Positivdefinition der Menschenwürde bei Böll – autonome Brüderlichkeit und Du-Bezug in „Gruppenbild mit Dame“ Kein Zugriff Seiten 133 - 138
      3. Durch die Verpflichtung des Rechts auf eine Kultur der Menschenwürde hin wird das GG zu „einer der besten Verfassungen“ Kein Zugriff Seiten 138 - 140
        1. Sozialstaatsprinzip Kein Zugriff
        2. Grundrechte im Leistungsstaat – „Marschallstab im Tornister“ jedes Bürgers? Kein Zugriff
          1. Zum Inhalt des Romans Kein Zugriff
              1. Funktion der Ehe für den einzelnen Kein Zugriff
              2. Funktion der Ehe für Kirche und Staat Kein Zugriff
              3. Zwischenergebnis Kein Zugriff
            1. Die Beschädigung der Ehe durch den Krieg Kein Zugriff
                1. Frau Brielach – Lebenssituation Kein Zugriff
                2. Frau Bach – Lebenssituation Kein Zugriff
                3. Leen – Utopie einer Ehe Kein Zugriff
              1. Geld und Moral – Kindperspektive zur Wertfindung Kein Zugriff
              2. Frau Borussiak – moderne Heiligengestalt Kein Zugriff
                1. Frau Brielach Kein Zugriff
                2. Frau Bach Kein Zugriff
                3. Albert Kein Zugriff
            2. Reinstitutionalisierbarkeit der Ehe im Nachkriegsdeutschland Kein Zugriff
            3. Ergebnis: Normativer Gehalt von Ehe in „Haus ohne Hüter“ Kein Zugriff
            1. Ernährerfunktion der Familie Kein Zugriff
            2. Sozialisationsfunktion der Familie Kein Zugriff
            3. Ehe als Grundlage der Familie Kein Zugriff
            4. Ergebnis: Normativer Gehalt von Familie in „Haus ohne Hüter“ Kein Zugriff
          1. Religiöse und verweltlicht bürgerliche Ehe Kein Zugriff
            1. Zwei Standpunkte zur Institutsgarantie Kein Zugriff
            2. Die staatliche Interessen an einer funktionalen Interpretation der Institutsgarantie Kein Zugriff
            3. Zwischenergebnis Kein Zugriff
            1. Die Beratungen des Parlamentarischen Rates Kein Zugriff
            2. Wertewandel in der Geltungszeit des GG Kein Zugriff
          2. Gleichberechtigung in der Ehe nach dem GG Kein Zugriff
          3. Wechselseitige Bedingtheit von Freiheit und Frieden Kein Zugriff
        1. Kunstfreiheit als Irrenhaus? Kein Zugriff
        2. Legitimität durch Kunstfreiheit? - Kunstfreiheit als vorrechtliches Faktum Kein Zugriff
        3. Exkurs: Textstufendenken bei Böll und Häberle Kein Zugriff
      1. Wehrpflicht: Verneinung oder Bejahung der Freiheitsrechte? Kein Zugriff Seiten 180 - 182
    1. Nach Böll sind Notstände durch Gesetz nicht regelbar Kein Zugriff Seiten 183 - 186
    2. Ob ein „Notstand“ vorliegt, beurteilt deshalb der Bürger Kein Zugriff Seiten 186 - 186
    3. Rechtfertigung durch das Widerstandsrecht nach Art. 20 Abs. 4 GG? Kein Zugriff Seiten 186 - 187
      1. „Radikalenerlass“ Kein Zugriff Seiten 187 - 187
      2. Nato Doppelbeschluss Kein Zugriff
    4. Ziviler Ungehorsam und fehlendes Vertrauen in die Rechtsordnung Kein Zugriff Seiten 188 - 190
    5. Unvollkommenheit Iustitias bei Böll und Radbruchsche Formel Kein Zugriff Seiten 190 - 191
    6. Recht als Kulturerzeugnis statt Trennungsthese Kein Zugriff Seiten 191 - 197
  3. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 198 - 209
  4. Stichwortverzeichnis Kein Zugriff Seiten 210 - 212

Ähnliche Veröffentlichungen

aus dem Schwerpunkt "Rechtsphilosophie & Rechtstheorie"
Cover des Buchs: Politische Autonomie
Monographie Kein Zugriff
Jan-Reinard Sieckmann
Politische Autonomie
Cover des Buchs: Faszination und Freiheit
Sammelband Kein Zugriff
Klaus Günther, Benno Zabel
Faszination und Freiheit
Cover des Buchs: Law & Critique | Recht & Kritik
Sammelband Vollzugriff
Greta Olson, Christian Schmidt, Benno Zabel, Jochen Bung, Franziska Martinsen, Hanna Meißner
Law & Critique | Recht & Kritik
Cover des Buchs: Zwischen Transformation und Abolitionismus
Sammelband Vollzugriff
Benno Zabel, Tobias Singelnstein, Christoph Burchard
Zwischen Transformation und Abolitionismus
Cover des Buchs: Kritik der juristischen Vernunft
Monographie Vollzugriff
Joachim Lege
Kritik der juristischen Vernunft