
Situation und Konstellation
Vom Verschwinden des Spielraums | Warum uns die Energie ausgeht | Spiegel-Bestseller- Autor:innen:
- Verlag:
- 2026
Zusammenfassung
»Nur wo wir handeln, fühlen wir uns lebendig, und nur im Handeln gewinnen wir soziale Energie.«
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich verändert sich in der Gegenwartsgesellschaft der Charakter unseres Handelns. Insbesondere im Berufsleben, aber zunehmend auch in der Freizeit zeichnen uns Richtlinien und Formulare, Algorithmen und Apps die Wege zur Entscheidungsfindung minutiös vor. An die Stelle situationssensiblen Überlegens und Urteilens tritt die konstellationsbasierte Vollzugslogik der Maschinen, mit denen wir tagein, tagaus hantieren. »Stimme zu« / »Stimme nicht zu« – so werden Handelnde zu Vollziehenden.
Diese Entwicklung, sosehr sie der Gerechtigkeit und Transparenz dienen mag, hat einen hohen Preis, den Hartmut Rosa in seinem neuen Augenöffner auf anschauliche Weise beziffert. Denn wenn Ermessensspielräume verschwinden und die Kreativität menschlichen Handelns aus den alltäglichen Praxisvollzügen eliminiert wird, wächst das Gefühl der Ohnmacht. Und mit der Urteilskraft verkümmert die Handlungsenergie als solche. Doch wie können wir diesem individuellen und kollektiven Energieverlust der Gesellschaft entgegenwirken? Indem wir, so Rosa, die menschliche Handlungsfähigkeit stärken, und zwar auf allen Ebenen der sozialen Existenz.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1/2026
- Copyrightjahr
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-518-58833-8
- ISBN-Online
- 978-3-518-78367-2
- Verlag
- Suhrkamp Verlag, Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 247
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Inhalt Kein Zugriff
- I Einleitung: Vom Handeln zum Vollziehen – Worum es geht Kein Zugriff Seiten 7 - 20
- II Beim Arzt, in der Bahn, in der Schule, am Skilift und auf dem Mofa: Schauplätze der Transformation Kein Zugriff Seiten 21 - 46
- III Und jetzt systemisch und systematisch: Situation, Konstellation und Urteilskraft Kein Zugriff Seiten 47 - 76
- IV Transparenz, Effizienz, Gerechtigkeit: Warum konstellative Klarheit wünschenswert ist Kein Zugriff Seiten 77 - 100
- V Macht und Ohnmacht der Gesetzgebung: Situation und Konstellation in der Politik Kein Zugriff Seiten 101 - 124
- VI Wissenschaft und Philosophie: Quantitativ versus qualitativ, analytisch versus kontinental Kein Zugriff Seiten 125 - 144
- VII Parametrische Optimierung: Die unmerkliche Verschiebung von Aufmerksamkeitsfokus und Willensstruktur Kein Zugriff Seiten 145 - 160
- VIII Der Mehltau des Lebens: Warum uns die Energie ausgeht Kein Zugriff Seiten 161 - 176
- IX Jeitinho und Jugaad: Plädoyer für die Rückeroberung der Spielräume Kein Zugriff Seiten 177 - 220
- Dank Kein Zugriff Seiten 221 - 224
- Literatur Kein Zugriff Seiten 225 - 238
- Register Kein Zugriff Seiten 239 - 247





