Mondbeglänzte Zaubernächte
Das Kino von Tim Burton- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Er ist der große Märchenerzähler von Hollywood: Seit dreißig Jahren dreht Tim Burton, der Mann mit der zerzausten Lockenfrisur, den schwarzen Künstler-Outfits und der blauen Sonnenbrille, Filme, die zum Träumen einladen. In seinem schillernden Kino-Kosmos, der sich zwischen gruselig flackernden Halloween-Kürbissen und den verschneiten Lichterketten der Vorweihnachtszeit entfaltet, wandeln die absonderlichsten Geschöpfe umher: eine schüchterne Kreatur mit Scherenhänden, ein Fledermaus-Mann und eine Katzenfrau, Marsmenschen, Untote und ein bizarrer Chocolatier. Fast allesamt sind sie kreative Sonderlinge – Freaks, für die ihre Andersartigkeit Fluch und Segen zugleich bedeutet. Ihr auffälliges Schwanken zwischen selbstgewählter Abgrenzung und dem Verlangen nach Wärme, Zuneigung und Liebe kommt nicht von ungefähr. Tim Burton weiß, wovon er spricht: Sein Werk ist durchzogen von verschlüsselten autobiographischen Erfahrungen. Aufgewachsen in einem sterilen Spießeridyll vor den Toren Hollywoods, floh er vor dem allgegenwärtigen Konformitätsdruck schon früh in ein phantastisches Paralleluniversum. Als Kind malte der spätere Blockbuster-Regisseur Monstergeschöpfe, schaute sich im Fernsehen stundenlang Gruselfilme an und sponn sich absonderliche Geschichten über den örtlichen Friedhofsgärtner zusammen. Nach dem Schulabschluss heuerte er bei der Walt Disney Company als Trickzeichner an, verfiel dort über dem Zeichnen niedlicher Tiergeschöpfe in Depressionen und ergatterte schließlich nur mit viel Glück und Beharrlichkeit den langersehnten Platz auf dem Regiestuhl. Die abschätzigen Unkenrufe, die seine eigenwilligen Filme zu Beginn noch als «weird» (verrückt) bezeichneten, sind inzwischen längst verstummt. Spätestens seit dem kommerziellen Erfolg seiner phantastischen Charakterstudien BATMAN (1989) und EDWARD MIT DEN SCHERENHÄNDEN (1990) gilt Tim Burton als einer der wenigen wahren Künstler in Hollywood, als Filmemacher, der den ständigen Drahtseilakt zwischen Massen-Appeal und persönlichem Stilwillen virtuos zu meistern versteht: Sein Werk verdichtet sich zu poetischen Blockbustern mit unverwechselbarem Charme, mythischem Zauberkino, das der Realität den Spiegel vorhält – melancholisch, komisch und von atemberaubender Schönheit.
Das Buch richtet nicht nur an Film-, Kunst- und Kulturwissenschaftler, sondern vor allem an die große Burton-Fangemeinde.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-7410-0360-8
- ISBN-Online
- 978-3-7410-0097-3
- Verlag
- Schüren, Marburg
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 448
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1.1 Eintritt ins Märchenreich: Es war einmal … Kein Zugriff
- 1.2 Vom romantischen Künstler zum selbstreferenziellen Autorenfilmer Kein Zugriff
- 1.3 Burton-Touch und Politique des Collaborateurs Kein Zugriff
- 1.4.1 Materialsammlungen Kein Zugriff
- 1.4.2 Das Werk im Spiegel der Biografie Kein Zugriff
- 1.4.3 Zwischen Live-Action und Animation Kein Zugriff
- 1.4.4 Fazit und methodischer Ansatz Kein Zugriff
- 2.1 «The pit of hell»: Burbank, USA, 1958 Kein Zugriff
- 2.2 Leave it to Tim: Burton und das verfehlte Projekt der US-Bilderbuchfamilie Kein Zugriff
- 2.3 Ein Kind der Monster Culture: Tim Burtons Liebe zum phantastischen Kino Kein Zugriff
- 2.4 Filmwärts mit den Rat Chasers: Burtons Super-8-Filme der siebziger Jahre Kein Zugriff
- 3.1.1 Jack Hannah, Ralph Bakshi und Jim Henson: Burtons Lehrzeit am CalArts (1977–79) Kein Zugriff
- 3.1.2 Die Feuertaufe: STALK OF THE CELERY MONSTER (1979) Kein Zugriff
- 3.1.3 ‹Uncle Walt› und seine Erben: Burtons Arbeit für die Disney Company um 1980 Kein Zugriff
- 3.1.4 Wrestler, Monster und Mad Scientists: DOCTOR OF DOOM (1980) Kein Zugriff
- 3.1.5 Surfer, Songs und Surrealisten: LUAU (1982) Kein Zugriff
- 3.2.1 «Das Cabinet des Dr. Caligari meets Ray Harryhausen»: VINCENT (1982) Kein Zugriff
- 3.2.2 «The Brothers Grimm meet Bruce Lee»: HANSEL AND GRETEL (1983) Kein Zugriff
- 3.2.3 «Universal Horror Classics meet suburban Dog Trauma»: FRANKENWEENIE (1984) Kein Zugriff
- 3.3.1 Ausflug ins Reich von 1001 Nacht: ALADDIN AND HIS WONDERFUL LAMP (1984) Kein Zugriff
- 3.3.2 Auf den Spuren der Kindheitsikonen: Hitchcock, Bradbury und THE JAR (1986) Kein Zugriff
- Auftritt eines seltsamen Helden Kein Zugriff
- Vom Rad- zum Road-Movie Kein Zugriff
- Pee-wee – Ein Ästhet des Camp Kein Zugriff
- Ein Avantgarde-Film mit zirzensischen Klängen Kein Zugriff
- Ein Film ohne Story Kein Zugriff
- Frischer Wind im Haunted House Kein Zugriff
- Komödiantische Revisionen Kein Zugriff
- Popkultureller Trash Kein Zugriff
- Ein amerikanischer Mythos Kein Zugriff
- Zwei Freaks im offenen Schlagabtausch Kein Zugriff
- Phantastisches Abbild der Wirklichkeit: Die Welt von Gotham City Kein Zugriff
- Batman-Hype und Blockbuster-Wahn Kein Zugriff
- Eine alte Zeichnung Kein Zugriff
- Eine Figur zwischen Autobiografie und Universalität Kein Zugriff
- Zwischen Märchen und Realität Kein Zugriff
- Suburbia – ein amerikanischer Mythos Kein Zugriff
- Also doch: Ein Sequel Kein Zugriff
- Batmans Welt in neuem Gewand Kein Zugriff
- Catwoman und das Problem der Weiblichkeit Kein Zugriff
- Eine Welt hinter Masken Kein Zugriff
- Rückkehr zu einem alten Projekt Kein Zugriff
- Der lange Weg zur Story Kein Zugriff
- Ein Musical der besonderen Art Kein Zugriff
- Culture Clash der Feiertage Kein Zugriff
- Ein unverhoffter Regie-Auftrag Kein Zugriff
- Der schlechteste Regisseur der Filmgeschichte Kein Zugriff
- Wie in einem Spiegel Kein Zugriff
- Eine große Filmfamilie Kein Zugriff
- Zwischen Burbank und Hollywood Kein Zugriff
- Viele Gedankenspiele und ein folgenschwerer Fund Kein Zugriff
- Ein satirischer Desasterfilm Kein Zugriff
- Computertricks und All-Star-Cast Kein Zugriff
- Die Welt am Abgrund Kein Zugriff
- Umwertung aller Werte Kein Zugriff
- Prolog: Der vorzeitige Tod eines stählernen Helden Kein Zugriff
- Ein Wunsch-Kandidat für ein Herzensprojekt Kein Zugriff
- Neubeginn mit einem Klassiker Kein Zugriff
- Ein detektivisches Rätsel und ein verdrängtes Trauma Kein Zugriff
- Sleepy Hollow anno 1799 – Chronik einer Zeitenwende Kein Zugriff
- Von der Nachäffung eines Science-Fiction-Klassikers Kein Zugriff
- Original und Neuansatz Kein Zugriff
- Budgets, Rewrites und eine tickende Uhr Kein Zugriff
- A Stranger in a strange Land Kein Zugriff
- Ein Märchenheld auf einer Initiationsreise Kein Zugriff
- Ein alter Diskurs in neuem Licht Kein Zugriff
- Verblassender Glanz Kein Zugriff
- Familiäre Umbrüche – im Kino und auf der Leinwand Kein Zugriff
- Von Fischen und Menschen Kein Zugriff
- Verschiedene Blickwinkel Kein Zugriff
- Scheherazades mythisches Bilderbuch Kein Zugriff
- Vom therapeutischen Zweck des Erzählens Kein Zugriff
- Ein unkonventionelles Kinderbuch Kein Zugriff
- Eine Reise ins Ungewisse Kein Zugriff
- Ein Burton-Film par excellence Kein Zugriff
- Auf den Spuren Willy Wonkas Kein Zugriff
- Ein Nachfolger für Jack Skellington Kein Zugriff
- Ein Projekt nimmt Gestalt an Kein Zugriff
- Gefangen im Zombie-Land Kein Zugriff
- Das Innere nach außen gekehrt Kein Zugriff
- Prolog: Unglaubliche Geschichten und derFluch des Budgets Kein Zugriff
- Ein legendärer Vorläufer von Jack the Ripper Kein Zugriff
- Alte Bekanntschaften und neue Herausforderungen Kein Zugriff
- Fleet Street revisited Kein Zugriff
- Passionierte Einsamkeit Kein Zugriff
- Ein märchenhaftes Rock-Musical Kein Zugriff
- Rückkehr zu Disney Kein Zugriff
- Arbeit an einem Klassiker Kein Zugriff
- Im Blockbuster-Bann Kein Zugriff
- Burton in Disneyland Kein Zugriff
- Zwischen Zugeständnis und Subversion Kein Zugriff
- 5.1.1 Ein Totenreich der Popkultur:BEETLESJUICE: THE ANIMATED SERIES (1989–91) Kein Zugriff
- 5.1.2 Die Welt aus der Sicht eines Hundes:FAMILY DOG (1987/1993) Kein Zugriff
- 5.1.3 Stand-up-Comedy trifft Ray Harryhausen: CABIN BOY (1994) Kein Zugriff
- 5.1.4 Wachablösung in Gotham City: BATMAN FOREVER (1995) Kein Zugriff
- 5.1.5 Erstkontakt mit Roald Dahl: JAMES AND THE GIANT PEACH (1996) Kein Zugriff
- 5.1.6 Verirrt auf dem Weg ins zauberhafteLand: TIM BURTON’S LOST IN OZ (2000) Kein Zugriff
- 5.1.7 Puppenspiel vor postapokalyptischer Kulisse: 9 (2009) Kein Zugriff
- 5.2.1 Wechsel ins Rampenlicht: Dokumentationen, Moderationen und Schauspielcameos Kein Zugriff
- 5.2.2 Der Reiz des Bildes: Fotoarbeiten mit Model und Muse Lisa Marie Kein Zugriff
- 5.2.3 Internet-Bilderbuch: Von THE MELANCHOLY DEATH OF OYSTER BOY zu STAINBOY (1997–2000) Kein Zugriff
- 5.2.4 Zeitvertreib mit Werbeclips: GNOME (1998), KUNG-FU und MANNEQUIN (2000) Kein Zugriff
- 5.2.5 Zwei morbide Musikvideos: ED WOOD MUSIC VIDEO (1995) und BONES (2006) Kein Zugriff
- Burton-Touch, Teil 1: Story & Drehbuch Kein Zugriff
- Burton-Touch, Teil 2: Besetzung & Schauspiel Kein Zugriff
- Burton-Touch, Teil 3: Ausstattung & Bildkomposition Kein Zugriff
- Burton-Touch, Teil 4: Musik Kein Zugriff
- Burton-Touch, Teil 5: Produktion & Logistik Kein Zugriff
- Fade-out Kein Zugriff
- DARK SHADOWS (USA 2012) Kein Zugriff
- FRANKENWEENIE (USA 2012) Kein Zugriff
- BIG EYES (USA/KAN 2014) Kein Zugriff
- MISS PEREGRINE’S HOME FOR PECULIAR CHILDREN (USA/GB 2016) Kein Zugriff
- DUMBO (USA 2019) Kein Zugriff
- Sonstige Arbeiten Kein Zugriff
- Forschungsstand Kein Zugriff
- 7.1 Anmerkungen Kein Zugriff
- 7.2 Tim Burton – Werkverzeichnis Kein Zugriff
- 7.3 Literaturverzeichnis Kein Zugriff
- 7.4 Filmografie/Telegrafie/Videografie Kein Zugriff
- 7.5 Bildnachweis Kein Zugriff





