Demut lernen
Kindheit in katholischen Kinderheimen in Tirol nach 1945. Forschungsprojekt im Auftrag der "Dreierkommission Martinsbühel"- Autor:innen:
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- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Diese wissenschaftliche Aufarbeitung der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in katholischen Einrichtungen beleuchtet erstmals diese Strukturen nach 1945.Im Rahmen des Forschungsprojekts "Studie zu Martinsbühel. Fremdunterbringung in katholischen Heimen in Tirol nach 1945" haben sich Ina Friedmann und Friedrich Stepanek unter Projektleitung von Dirk Rupnow und begleitet von der sogenannten Dreierkommission Martinsbühel zwei Jahre lang intensiv mit sieben katholischen Einrichtungen auseinandergesetzt: von Kinderheimen über Sonderschulheime bis zu Pflegeeinrichtungen. Gemeinsam war ihnen neben der katholischen Trägerschaft, dass es sich nicht um klassische Erziehungsheime handelte, der Umgang mit den in ihnen lebenden Minderjährigen sich aber in vielen Aspekten heim- und ordensübergreifend ähnlich gestaltete. Neben Archivrecherchen wurden Interviews mit 75 Zeitzeug:innen – der Großteil von ihnen ehemalige Heimkinder – durchgeführt, deren Erinnerungen den Schwerpunkt des Buches darstellen. Mittels behördlicher bzw. institutioneller Dokumente werden regionale und kirchliche Strukturen, Vernetzungen, Finanzen und auch amtliche und heiminterne Beurteilungen der Kinder und ihrer Familien nachgezeichnet. Durch die Berichte der Betroffenen gelingt es zugleich 'dahinter' zu blicken: In die Heime hinein mit ihrem Alltag, der Ausbildung, Freizeitgestaltung, aber auch Arbeitspflicht, Bestrafungen und Gewalt. Das vorliegende Buch verankert nun die erzählten Erfahrungen als Teil der Tiroler Zeitgeschichte.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-7065-6435-9
- ISBN-Online
- 978-3-7065-6902-6
- Verlag
- Studienverlag, Innsbruck
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 592
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Dank Kein Zugriff
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 13 - 14 Eva Pawlata
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 15 - 16 Hermann Glettler
- Vorwort „Dreierkommission Martinsbühel“ Kein Zugriff Seiten 17 - 18
- Forschungsaufrag: Ursprung, Erkenntnisinteresse und Relevanz Kein Zugriff Seiten 19 - 40
- Methodik Kein Zugriff Seiten 41 - 54
- Einsichtnahme in Akten von Betrofenen – Notwendigkeiten, Problematiken und Respekt Kein Zugriff Seiten 55 - 58
- Das Unvorstellbare vorstellbar machen: die Interviews – Vorgehen und Methodik Kein Zugriff Seiten 59 - 74
- Grenzsetzungen durch Kirche und Land Kein Zugriff Seiten 75 - 76
- Unterstützung von Orden und Einrichtungen Kein Zugriff Seiten 77 - 78
- Leerstellen Kein Zugriff Seiten 79 - 84
- Konfessionelle Fremderziehung in der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts Kein Zugriff Seiten 85 - 110
- Konfessionelle Fremdunterbringung nach 1945 Kein Zugriff Seiten 111 - 158
- Die Ausrichtung der untersuchten Heime: Institutionelle Entwicklung, Organisation und Struktur Kein Zugriff Seiten 159 - 248
- Standorte, Wahrnehmung und Einbettung in die Dorfgemeinschaf Kein Zugriff Seiten 249 - 254
- Totale Institution: Das Kloster als Heim und das Heim als Kloster Kein Zugriff Seiten 255 - 282
- Personalstrukturen Kein Zugriff Seiten 283 - 298
- Die fnanzielle Situation der konfessionellen Heime Kein Zugriff Seiten 299 - 310
- Viele Wege führen ins Heim: Einweisungen Kein Zugriff Seiten 311 - 320
- Die soziale Klasse als Aufmerksamkeitsmerkmal im Fürsorgebereich Kein Zugriff Seiten 321 - 330
- Die Rolle der Jugendfürsorgebehörden Kein Zugriff Seiten 331 - 356
- Die konfessionellen Heime im mediko-pädagogischen (Fürsorge-)Feld Kein Zugriff Seiten 357 - 370
- „Und so ist halt gekommen, dass sie nach Martinsbühel hat müssen.“ Heimeinweisungen durch die Schulbehörde Kein Zugriff Seiten 371 - 374
- „[…] wo man aus mir einen ordentlichen Menschen machen wird.“ Heime und Eltern Kein Zugriff Seiten 375 - 378
- Erste Eindrücke: Ankunf und Aufnahme im Heim Kein Zugriff Seiten 379 - 386
- Bildstrecke Kein Zugriff Seiten 387 - 400
- Der Alltag: Abläufe, Aufgaben und Arbeiten Kein Zugriff Seiten 401 - 434
- Ferien Kein Zugriff Seiten 435 - 438
- Traditionelle Geschlechterrollenverteilung und ihre Bedeutung im konfessionellen Heimkontext Kein Zugriff Seiten 439 - 446
- Die sanitäre Situation Kein Zugriff Seiten 447 - 460
- Die Situation unter den Kindern: Freundschaf und Streit Kein Zugriff Seiten 461 - 466
- Menschliche Wärme und Geborgenheit Kein Zugriff Seiten 467 - 474
- „In Zirl oben, da hast ja gar nichts gelernt. Ja, Abhauen, das hast gelernt.“ – Heimfuchten Kein Zugriff Seiten 475 - 480
- Gewalt: Struktur und Formen Kein Zugriff Seiten 481 - 514
- Zeitgenössischer institutioneller und behördlicher Umgang mit Gewaltvorwürfen Kein Zugriff Seiten 515 - 534
- Vorbereitung auf die ‚reale‘ Welt Kein Zugriff Seiten 535 - 540
- Nach der Entlassung: Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten Kein Zugriff Seiten 541 - 554
- Der weitere Lebensweg und der Umgang mit der Heimzeit Kein Zugriff Seiten 555 - 562
- Gehör und Anerkennung Kein Zugriff Seiten 563 - 568
- Ina Friedmann/Dirk Rupnow/Margret Aull Keine Demut. Zum Umgang mit den Forschungsergebnissen zur katholischen Heimerziehung in Tirol Kein Zugriff Seiten 569 - 576
- Quellen- und Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 577 - 588
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 589 - 592





