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Umsonst ›gegeben‹?

Phänomenologie und Hermeneutik im sozialphilosophischen Rückblick
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Alles, was wir unter Erfahrung verstehen – auch und gerade die Erfahrung, die uns wie in der Beschämung am meisten infragestellt –, lässt sich, so die These des Buches, nur im gesellschaftlichen Kontext einer sozial sensibilisierten Kultur des Dissenses klären. Diese muss eminentes Interesse dafür aufbringen, wie Andere die »Sachen« der Phänomenologie bzw. ›die Dinge sehen‹, und zwar mehr oder weniger weitgehend anders als wir jeweils selbst. In dieser Perspektive werden zwanzig Vorstudien und Ergänzungen zu den 2024 veröffentlichten, an Ricœurs Lebenswerk orientierten »Grundfragen hermeneutischer Anthropologie« vorgelegt, die u.a. an M. Merleau-Ponty, J.-P. Sartre, P. Ricœur, J.-L Marion, H. Blumenberg und B. Waldenfels sozialphilosophisch anknüpfen.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-495-99217-3
ISBN-Online
978-3-495-99218-0
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
744
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 10 Download Kapitel (PDF)
  2. Vorwort Seiten 11 - 16 Download Kapitel (PDF)
  3. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Was ist (oder wozu) Phänomenologie?
      2. 2. Neuartiges, geschichtlich affiziertes Fragen: Was oder wer wir sind in sozialphilosophischer Perspektive
      3. 3. Zur Rückbesinnung auf ›naive‹ Ursprünge des Fragens
      4. 4. An den Grenzen der Phänomenologie
      5. 5. Exkurs zu Zeugnis und (Selbst-) Bezeugung
      6. 6. Disziplinierte statt überwundene Naivität?
      1. 1. Rekurs auf das, was zu denken gibt: ›Gegebenes‹
      2. 2. »Zurück zu den Sachen selbst« – eine verbrauchte Devise?
      3. 3. Auf kommunikative Bewährung angewiesen
      4. 4. Zwischen Gegebenheit und Gabe, Bezug und Entzug
      5. 5. Von der Geschichte eingeholt
      6. 6. Anfechtbare Erfahrung: Zwischen Beschreibung und Bezeugung
      1. 1. Im Ausgang von einer radikalen Phänomenologie der Gegebenheit: Sich- Zeigen vs. Sich-Geben
      2. 2. Das ›Sich‹
      3. 3. Zur fragwürdigen Phänomenalität der ›rückkehrlosen‹ Gabe
      4. 4. Zum Dank, der die Gabe nicht annulliert
      5. 5. Zur Zeitlichkeit der Fürsorge
      1. 1. Im Zeichen »ruinanter« Erfahrungen: Phänomenologie nach ihrem ›Ende‹?
      2. 2. Selbstbehauptung als Ausweg? Probleme »weltbedürftiger« Subjektivität
      3. 3. Der Mensch im Zeichen des Anderen: Andeutungen eines ›sozialen‹ Weltbegriffs
      4. 4. Exkurs: Bewegt von dem, was übrig bleibt? Robert Musils Roman Der Mann ohne Eigenschaften mit Blick auf Hans Blumenbergs und Milan Kunderas Schriften zur Literatur
      1. 1. Jenseits des ›Analogen‹: sinnindifferente Mathematisierbarkeit?
      2. 2. Zur Bedeutung von ›Digitalisierung‹
      3. 3. Menschliches Leben jenseits aller Erfassbarkeit?
      4. 4. Das seelische Selbst als letztes Refugium?
      1. 1. Entzug und Sichentziehendes
      2. 2. In pathischer Perspektive
      3. 3. Vom Nicht-Philosophischen her: ›ausgesetztes‹ Leben auf der Suche nach seiner Lebbarkeit
      4. 4. Entmachtete Erfahrung?
      5. 5. Immer noch ›seelischer‹ Art?
      6. 6. Antwortschicksale
      1. 1. Zur neuzeitlichen Vorgeschichte der Auseinandersetzung mit Alterität und Fremdheit
      2. 2. Bis heute umstrittene Potenziale romantischer Sensibilität
      3. 3. Romantik, Alterität und Fremdheit bei Ricoeur
      4. 4. Anhang zur Fremdheit im Gegenwartsbezug
  4. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Phänomenologische Wegmarken: von der Theorie der Aufmerksamkeit zur Kritik des Gegebenen
      2. 2. Herausforderungen hermeneutischer Anthropologie
      3. 3. Phänomenologische Desiderate: Aufgefordertsein vom Anderen in praktisch-geschichtlicher Hinsicht
      4. 4. Was – anders − zu sagen bleibt
      1. 1. Diesseits und jenseits des Willens: zur Vorgeschichte des Begriffs
      2. 2. Ricoeurs eigener Ansatz: Philosophie des Willentlichen und des Unwillentlichen
      3. 3. Die Rolle der Aufmerksamkeit
      4. 4. Versuch einer Bilanz
      1. 1. Genealogische Voraussetzungen: Menschliche Selbsterhaltung im Zeichen moderner Kosmologie
      2. 2. Zurück zum Menschen ›von dieser Welt‹ – eine Angelegenheit der Aufmerksamkeit
      3. 3. Überleben unter Bedingungen der Sichtbarkeit: Ein ›präventives‹ Denken
      4. 4. ›Zuverlässige‹ Kultur?
      1. 1. Blumenberg und die vorläufig letzte Erste Philosophie
      2. 2. Zurück zur Welt? Menschen in ihrer ›Sichtbarkeit‹
      3. 3. Aufmerksamkeit und Scham
      4. 4. Auswege? Andeutungen einer sprachlich sensibilisierten Kultur der Aufmerksamkeit
      1. 1. Im Kontext fragwürdiger Ansprüche auf ›Wissenschaftlichkeit‹
      2. 2. Sichtbarkeit und Scham
      3. 3. Probleme der Beschreibung und ihrer hermeneutischen Ressourcen
      4. 4. Menschliche Visibilität in der Auslegung Hans Blumenbergs – mit Rücksicht auf deren gegenwärtige analoge und digitale Bedingungen
      5. 5. Rezente Formen der Be- und Entschämung im gesellschaftlichen Kontext
      6. 6. Im Übermaß: zwischen Mittelmäßigkeit und Maßlosigkeit
  5. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Leben vs. Ethik
      2. 2. Renaissance des »politischen Lebewesens « bei Hannah Arendt und der Wille, zusammenzuleben bei Paul Ricoeur
      3. 3. Der Erscheinungsraum: Begrenztes oder entgrenztes Zusammenleben?
      4. 4. Nicht-Indifferenz angesichts des Anderen – Jenseits aller Zugehörigkeit und Mitgliedschaft?
      5. 5. Die Existenz des Anderen als eines Fremden – Ansatzpunkte Ricoeurs mit Edmund Husserl und Immanuel Kant
      6. 6. Emmanuel Levinas‘ Herausforderung: Der radikal außer-ordentliche Anspruch des Anderen
      7. 7. Ricoeurs Antwort: das antwortende Selbst – in der Verflechtung von Ethik und Politik
      8. 8. Anhang zu Parcours de la reconnaissance (2004)
      1. 1. Vorbemerkung zur Karriere ›identitärer‹ Rede von Identität
      2. 2. Der Diskurs über kollektive Identität in historischer Perspektive
      3. 3. Lehren exilistischer Literatur: Klaus Mann und Imre Kertész
      4. 4. Neue Herausforderungen
      1. 1. Ausgang vom problematischen Weltbegriff: Zwischen Tatsachen und Faktizität
      2. 2. Zum ›Exilierten‹ werden. Begriffliche Abgrenzungen
      3. 3. Das Exiliertsein als spezifisch historische oder universale Erfahrung – in jüdischer Perspektive
      4. 4. Exiliert sein oder ausgeschlossen werden. Auf der Suche nach einem ›lebbaren‹ Leben
      5. 5. Literarisch bezeugt: Exil im Singular und Plural
      1. 1. Politisch herausgeforderte Hermeneutik ‒ und das hermeneutisch herausgeforderte Politische
      2. 2. Allgemeine Hermeneutik im Vertrauen auf Regeln?
      3. 3. Von der ›technischen‹ Hermeneutik zur Hermeneutik der Alterität
      4. 4. Hermeneutik im politischen Sog radikalen Dissenses
      5. 5. Schluss
  6. Download Kapitel (PDF)
      1. 1. Fragen nach der Ereignishaftigkeit des Ereignisses
      2. 2. Henri Bergson: originäre Ermöglichung vs. Verwirklichung
      3. 3. Ereignis und Erfahrung
      4. 4. Vorfall, Ereignis und narrative Verständlichkeit
      5. 5. Ereignis, Geschichte und Sterblichkeit
      1. 1. Narrativismus als Ausflucht aus der Geschichte?
      2. 2. Die Idee der Phänomenologie als reduktive Erforschung des »Gegebenen« im Rückblick
      3. 3. Schapps Verwurzelung in der Phänomenologie, seine Abwendung von ihr und erneute Anlehnung an sie
      4. 4. Grundpositionen von Schapps Narrativismus und ihre Probleme
      5. 5. Rückblick
      1. 1. Geschichte im Zeichen des ›extremen‹ 20. Jahrhunderts
      2. 2. Zum Kontext von Ricoeurs Werk
      3. 3. Geschichtsphilosophie ›nach‹ Hegel – zwischen Trostlosigkeit und Unversöhnbarkeit
      4. 4. Passionierte Zugehörigkeit zur Welt und zukunftsweisende Aufgaben
      5. 5. Geschichtlicher Sinn und geschichtliche Responsivität
      1. 1. »Das Böse« – ein Anachronismus?
      2. 2. Zur Praxis der Skandalisierung – zwischen Banalität und mala in se
      3. 3. Zwischen aussichtsloser politischer Bewältigung und unmöglichem Vergessen
      4. 4. Vergebung trotz allem?
      5. 5. Schluss
      1. 1. Zur conditio historica
      2. 2. »Glückliche Geschichte« durch versöhnendes Vergessen – trotz allem?
      3. 3. Maßvoller Gebrauch des Gedächtnisses: ein klinisches Kriterium
      4. 4. Eigene und fremde Geschichte
      5. 5. In der Perspektive politischer Hoffnung
  7. Epilog Zwischen ›existierendem‹ Leben, phänomenologischer und hermeneutischer Philosophie Seiten 651 - 670 Download Kapitel (PDF)
  8. Siglenverzeichnis Seiten 671 - 674 Download Kapitel (PDF)
  9. Literaturverzeichnis Seiten 675 - 722 Download Kapitel (PDF)
  10. Nachweise Seiten 723 - 727 Download Kapitel (PDF)
  11. Namenregister Seiten 728 - 737 Download Kapitel (PDF)
  12. Sachregister Seiten 738 - 744 Download Kapitel (PDF)

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