Philosophie und Mystik – Theorie oder Lebensform?
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- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
In seinem Werk „Philosophie als Lebensform“ vertritt Pierre Hadot (1922–2010) die These, dass die Philosophie bis zu Beginn der hochmittelalterlichen Scholastik nicht primär Wissenschaft mit Anspruch auf systematische Stimmigkeit und Objektivität sei, sondern auf einen psychologisch-pädagogischen Effekt für die Lebenspraxis abziele: »Die Philosophie der hellenistischen und römischen Epoche stellt sich als eine Lebensweise, eine Lebenskunst und eine Seinsweise dar.« Es geht darum, das Sein des Menschen zu verwandeln und ihm zum Glück zu verhelfen. Das frühe Christentum sowie das mittelalterliche Mönchtum knüpften daran an und verstanden das spirituelle Leben als philosophia, die durch die Praxis geistiger Übungen in Christus den alten Menschen ablegt und den neuen anzieht (vgl. Eph 4,22–24). In der Mystik, die seit Dionysius Areopagita (ca. 500 n. Chr.) zu einem expliziten Inhalt des Denkens wird, spitzt sich dieses Spannungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis zu.
Per definitionem ist Mystik eine überwältigende Erfahrung, die alle Affekte involviert. Aber genau diese Erfahrung wird schon in der vorchristlichen griechischen Philosophie zum Inhalt einer rationalen Reflexion. Dementsprechend oszilliert der Begriff einer theologia mystica zwischen unmittelbarem Erleben und systematischer Theorie.
Mit Beiträgen von Rolf Darge, Lioba Fau OSB, Paul D. Hellmeier OP, Johannes Herzgsell SJ, William J. Hoye, Johann Kreuzer, Isabelle Mandrella, Johannes Schaber OSB, Christian Schäfer, Peter Sloterdijk, Wolfgang Speyer und Martin Thurner.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-495-49055-6
- ISBN-Online
- 978-3-495-82047-6
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 252
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Autor:innen:
- I. Antike Philosophie als spirituelle Übung Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Untergang und Wiederbelebung der Philosophie als spiritueller Übung Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Der Wandel des Selbstverständnisses der Philosophie an der mittelalterlichen Universität Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Boethius von Dacien und das Ideal der Philosophie als Lebensform Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Schluss Kein ZugriffAutor:innen:
- theoretische Wissenschaft oder kontemplative Lebensform? Kein Zugriff Seiten 37 - 38Autor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Einleitung: Von der Einheit des menschlichen Bewusstseins ›im Anfang‹ Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Zum Wandel in der myth-historischen und der frühen geschichtlichen Zeit der griechischen Kultur Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Zur Einheit von Theorie und Praxis bei den ›Sieben Weisen‹ und den frühen religiösen Philosophen Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Zum Verhältnis von Theologie und Philosophie Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Zur Einführung: Spekulation und Praxis im Spiegel von Meister Eckharts Leben und Werkgestalt Kein ZugriffAutor:innen:
- 1. Einteilung der Wissenschaften Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Aufhebung der Spekulation und Aufhebung der Reflexion auf Praxis Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Erprobung von Meister Eckharts mystischer Lebenslehre anhand der Themen Ataraxie und Freundschaft Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Einleitung Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Absicht und das Ziel der »Meditationen« Descartes’ und der »Geistlichen Übungen« des Ignatius von Loyola Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Struktur der »Meditationen« Descartes’ und der »Geistlichen Übungen« des Ignatius von Loyola Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Erste Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Zweite Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Dritte Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Vierte Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Fünfte Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Sechste Meditation Kein ZugriffAutor:innen:
- Schlussbemerkung Kein ZugriffAutor:innen:
- Literatur Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Motivation Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Wie man lesen kann Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 3.1 Ohne Materie auskommen Kein ZugriffAutor:innen:
- 3.2 Gottes Herrlichkeit sehen Kein ZugriffAutor:innen:
- 3.3 Im Buch der Natur lesen Kein ZugriffAutor:innen:
- 4. Den Glauben an Gottes Gegenwart einüben Kein ZugriffAutor:innen:
- 5. Glücklich werden Kein ZugriffAutor:innen:
- Literaturhinweise Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Der antike Ausgangspunkt: Philosophie als Liebe zur Weisheit und als Diskurs (Pierre Hadot) Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Von der antiken Philosophie als gelebter Weisheit im Mönchtum zur kritischen Wissenschaft der Scholastik an den Universitäten im Mittelalter (Jean Leclercq) Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Pierre Hadots These von der Verschiebung der philosophischen Praxis zur wissenschaftlichen Theorie im mittelalterlichen Christentum Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Peter Sloterdijk: Das Phänomen des bios theoretikós bzw. des epoché-fähigen Menschen Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Peter Sloterdijk: Die Philosophie als Anthropotechnik Kein ZugriffAutor:innen:
- VI. Die Philosophie als Lebensform im Kontext antiker Anthropotechnik und monastischer Theologie Kein ZugriffAutor:innen:
- Von der Anthropotechnik zurück zur monastischen Theologie Kein Zugriff Seiten 147 - 152Autor:innen:
- Erfahrung oder Theorie? Kein Zugriff Seiten 153 - 154Autor:innen:
- Autor:innen:
- 1. Die Affekttheorie in den Schriften Anselms Kein ZugriffAutor:innen:
- 2. Der Zusammenhang zwischen Erkenntnis und Affekt im Proslogion Kein ZugriffAutor:innen:
- 3. Fazit: Affekt und Methode Kein ZugriffAutor:innen:
- Literatur: Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- I. Kein ZugriffAutor:innen:
- II. Kein ZugriffAutor:innen:
- III. Kein ZugriffAutor:innen:
- IV. Kein ZugriffAutor:innen:
- V. Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- Der Brief der Benediktiner am Tegernsee Kein ZugriffAutor:innen:
- Die vorläufige Antwort des Cusanus Kein ZugriffAutor:innen:
- Geläufige Deutungen der mystischen Theologie im 15. Jahrhundert Kein ZugriffAutor:innen:
- Die Auslegung der Glaubensautorität Pseudo-Dionysius Areopagita Kein ZugriffAutor:innen:
- Der wichtigste Gegner: Bonaventura Kein ZugriffAutor:innen:
- Der zweite, endgültige Brief Kein ZugriffAutor:innen:
- Transzendentaler Abgrund Kein Zugriff Seiten 215 - 231Autor:innen:
- Autor:innen:
- Einleitung: »Erfahrung« ist das Zauberwort Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 1.1 Mathesis: Theoretisches Erkennen als Setzung von Differenz Kein ZugriffAutor:innen:
- 1.2 Pathos: Affektives Erleben als überwältigende Einswerdung Kein ZugriffAutor:innen:
- 1.3 Göttliches im Neutrum Plural Kein ZugriffAutor:innen:
- Autor:innen:
- 2.1 Pathos als Ursprung des Denkens Kein ZugriffAutor:innen:
- 2.2 Denken als notwendige Form des Pathos Kein ZugriffAutor:innen:
- 2.3 Die dionysische Gegenprobe Kein ZugriffAutor:innen:
- Fazit: Mystische Theologie ist Philosophie beim Wort genommen Kein ZugriffAutor:innen:
- Autorenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 251 - 252





