Die Dekonstruktion der Demokratie durch die Kultur
Der Bürgerkrieg auf Sri Lanka- Autor:innen:
- Reihe:
- Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Band 10
- Verlag:
- 2011
Zusammenfassung
Konflikte und Gewalt stehen seit jeher im Fokus der internationalen Politik. Seit den 90er Jahren wird versucht, die Gewaltneigung von Staaten mit deren politischem Regimetyp zu erklären. Demokratische Systeme scheinen dabei besonders gut geeignet, nach innen und außen eine pazifizierende Wirkung zu entfalten. Aber wie funktions- und leistungsfähig sind demokratische Institutionen in multiethnischen und -religiösen Staaten außerhalb der Ersten Welt tatsächlich?
Am Beispiel Sri Lankas wird gezeigt, dass die Annahme einer „zivilisierenden Demokratisierung“ zu kurz greift, da sich hier lokale Vergemeinschaftungsformen und Ordnungsstrukturen nicht auflösen, sondern mit demokratischen Institutionen zu hybriden Systemen amalgieren, in denen Krieg und Gewalt als ein probates Mittel der Konfliktbearbeitung und -lösung gilt. Die Liberalisierungs- und Egalisierungsideologie der Demokratie lässt bisher latente, unterdrückte oder neu konstruierte Konflikte ausbrechen. Viele dieser Konflikte sind langlebig und lassen sich friedlich kaum beilegen. Die internationale Einflussnahme bleibt dabei begrenzt und anstatt Friedensprozesse zu befördern, trägt sie eher zur weiteren Eskalation bei.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2011
- ISBN-Print
- 978-3-8329-5862-6
- ISBN-Online
- 978-3-8452-2760-3
- Verlag
- Nomos, Baden-Baden
- Reihe
- Studien der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
- Band
- 10
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 474
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 10
- Tamilische Vertreter Kein Zugriff Seiten 11 - 11
- Singhalesische Vertreter Kein Zugriff Seiten 11 - 12
- Muslimische Vertreter Kein Zugriff Seiten 12 - 12
- Weitere Parteien/Linke Parteien Kein Zugriff Seiten 12 - 12
- Weitere Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 12 - 14
- Die theoretische Fragestellung und das empirische Fallbeispiel Sri Lanka Kein Zugriff Seiten 15 - 19
- Demokratie als institutionelle Einhegung gewaltförmiger Konflikte Kein Zugriff
- Zu den Ursachen gewaltförmiger Konflikte Kein Zugriff
- Die Persistenz gewaltförmiger Konflikte Kein Zugriff
- Innerstaatliche Gewalt in Demokratien der Dritten Welt Kein Zugriff
- Erhebung und Auswertung von Daten und Quellen Kein Zugriff
- Zur Funktion, Ursache und Form sozialer Konflikte Kein Zugriff Seiten 35 - 38
- Die Ursachen ethno-nationalistischer Konflikte Kein Zugriff
- Die Ursachen und Verläufe von Rebellionen Kein Zugriff
- Gewaltkulturen: Gesellschaftliche Ordnungen und Gewalt Kein Zugriff
- Ethno-separatistische Aufstände und Gewalt Kein Zugriff
- Die Entwicklung Sri Lankas unter den Kolonialmächten Kein Zugriff
- Die Ausbürgerung der Indien-Tamilen und die Sprachenfrage Kein Zugriff
- Die fortschreitende Ethnisierung des politischen Systems Kein Zugriff
- Die Einführung des präsidialen Systems unter Jayewardene Kein Zugriff
- Der Beginn des offenen Bürgerkrieges Kein Zugriff
- Die Rolle der regionalen Hegemonialmacht Indien Kein Zugriff
- Die Herrschaft der Tamil Tigers im Nordosten Kein Zugriff
- Der Niedergang der UNP und der Aufstand der Jugend Kein Zugriff
- Die politische Blockade und das Primat des Militärischen Kein Zugriff
- Die Fortsetzung der Blockadepolitik zwischen PA und UNP Kein Zugriff
- Die Strategien der Parteien: Planlos – Ziellos – Erfolglos Kein Zugriff
- Die Krise des Staates und das militärische Patt Kein Zugriff
- Das Ende der People’s Alliance Regierung Kein Zugriff
- Die Übernahme der Regierung durch Wickremasinghe Kein Zugriff
- Die erneute Machtergreifung von Präsidentin Kumaratunga Kein Zugriff
- Die Position der tamilischen und muslimischen Minderheiten Kein Zugriff
- Die Spaltung der tamilischen Guerilla Kein Zugriff
- Der Bruch der UPFA und der Stillstand der Friedensgespräche Kein Zugriff
- Der Kampf um die Präsidentschaft Kein Zugriff
- Rajapakse und die Friedensverhandlungen Kein Zugriff
- Der „Verteidigungskrieg“ im Osten und die nationale Einheitsregierung Kein Zugriff
- Die Aufkündigung des Waffenstillstandsabkommens Kein Zugriff
- Der Sieg über die LTTE und die „Befreiung“ des Landes Kein Zugriff
- Das politische System: 60 Jahre Demokratie und 25 Jahre Krieg Kein Zugriff Seiten 168 - 175
- Die zentralen Wirtschaftsfaktoren Kein Zugriff
- Ökonomische Struktur und Ausbau des Wohlfahrtssektors Kein Zugriff
- Die Nationalisierung und Singhalesierung der Wirtschaft Kein Zugriff
- Die Liberalisierungspolitik der UNP Kein Zugriff
- Die Folgen der klientelistisch-ethnischen Marginalisierung Kein Zugriff
- Friedensverhandlungen und wirtschaftliche Konsolidierung Kein Zugriff
- Die populistisch-patronale Wirtschaft und die Rückkehr zum Krieg Kein Zugriff
- Ökonomische Dispositionen und die Politik der Eliten Kein Zugriff
- Zum Zusammenhang von Ökonomie, Konflikten und Gewalt Kein Zugriff
- Die wirtschaftlichen Kosten des Bürgerkrieges Kein Zugriff
- Die Kosten des Friedens und der Nutzen des Krieges Kein Zugriff
- Die Auswirkungen des Krieges auf die Nord-Ost-Provinz Kein Zugriff
- Der Nordosten nach dem Waffenstillstandsabkommen Kein Zugriff
- Der nationale Nutzen und die lokalen Kosten des Krieges Kein Zugriff Seiten 267 - 272
- Das Identitätsverständnis von Elite und Bevölkerung Kein Zugriff
- Die Entstehung des sinhala-buddhistischen Nationalismus Kein Zugriff
- Die tamilische Forderung nach Eigenstaatlichkeit Kein Zugriff
- Der Staat und seine Minderheiten: Muslime und Vedda Kein Zugriff
- Die Folgen exklusiver Staats- und Nationenbildung Kein Zugriff
- Zur Wechselwirkung von Politik und Religion Kein Zugriff
- Politik und Religion vor der Unabhängigkeit Kein Zugriff
- Die Reziprozität von Politik und Religion seit 1948 Kein Zugriff
- Exklusion und Gewalt als Folge der Kooptation Kein Zugriff
- Der „gerechte Krieg“ im Buddhismus Kein Zugriff
- Der Einfluss der Religion auf die Wickremasinghe-Initiative Kein Zugriff
- Die Position des Supreme Court zu Fragen der Religion Kein Zugriff
- Die Regierungsallianz mit der JHU und das Ende des Friedens Kein Zugriff
- Zur Beziehung von Buddhismus, Konflikten und Gewalt Kein Zugriff
- Die tamilische Rechtfertigung der LTTE-Gewalt Kein Zugriff
- Die buddhistische Ordnung als Rechtfertigung für Gewalt Kein Zugriff
- Die traditionelle Organisation und Ordnung der Gesellschaft Kein Zugriff
- Überlappende Konflikte im Spannungsfeld des Kommunalismus: „Personalism“, „Familialism“, „Regionalism“ und „Castism“343 Kein Zugriff
- Das Modell der dynastischen Demokratie Kein Zugriff
- Die ethnische Schließung des demokratischen Systems und die doppelte Marginalisierung der Tamilen Kein Zugriff
- Kommunalismus, Patronage und Gewalt Kein Zugriff
- Die Politisierung des Patron-Klient Verhältnisses Kein Zugriff
- Die Anschlussfähigkeit patronaler Systeme Kein Zugriff
- Präzedenzfälle der Gewalt: Die Rebellion von JVP und LTTE Kein Zugriff
- Politische Patronage und staatliche Gewaltakteure Kein Zugriff
- Das Zusammenspiel von Demokratie, lokalen Ordnungen, Konflikten und Gewalt Kein Zugriff Seiten 392 - 396
- Resümee Kein Zugriff Seiten 397 - 413
- Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 414 - 474





