
Globale Bildungsmobilität 1850–1930
Von der Bekehrung der Welt zur globalen studentischen Gemeinschaft- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Studieren im Ausland: humanitäre Krisen, Solidarität und die Formierung eines globalen Handlungsfelds.
Studieren im Ausland ist heute scheinbar normal. Die meisten Programme versehen dies dabei mit dem Auftrag, internationale Verständigung zu fördern. Isabella Löhr analysiert, wie diese Verbindung von Bildungsmobilität und Verständigung im Verlauf des Ersten Weltkriegs entstand. Die Europäische Studentenhilfe war eine aus der studentischen Missionsbewegung des 19. Jahrhunderts kommende humanitäre Organisation, die ab 1920 in den Universitätsstädten im östlichen Europa tätig wurde. Sie verband Bildungsmobilität mit humanitärer Hilfe und transformierte studentische Mobilität in ein gesellschaftspolitisches Sujet, das innerhalb weniger Jahre zu einem Gegenstand bildungspolitischer Interventionen auf globaler Ebene aufrückte. Die humanitäre Sorge für Studierende diente nach dem Krieg als Modell für eine Verständigungspolitik, die ein Denken in Kategorien von Nation, Minderheiten und Rasse/race als großes Problem der Zeit ansah und das Ideal einer globalen studentischen Gemeinschaft als Lösung propagierte. Ein wesentliches Element der modernen Universitätsausbildung - Mobilität für den Wissenserwerb - wurde damit von religiösen und humanitären Handlungslogiken und Weltsichten geprägt.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5020-5
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4738-0
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Moderne europäische Geschichte
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 413
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Bildungsmobilität, humanitäre Hilfe und der Christliche Studentenweltbund Kein Zugriff
- Academic (Im-)Mobilities: Die eigentümliche Sesshaftigkeit von Universität und Wissenschaft in der Moderne Kein Zugriff
- Educational Cosmobilities: Kategorien und Quellen der Migrations- und Universitätsgeschichte überdenken Kein Zugriff
- Globale Praktiken und protestantische Welten: Religiöse Akteure in der Globalgeschichte Kein Zugriff
- Die Geschichte der humanitären Hilfe im langen Ersten Weltkrieg Kein Zugriff
- Religion als transformative Kraft im globalen 19. Jahrhundert Kein Zugriff
- Moralische Vormachtstellung: Die protestantische Eroberung der Universitäten Kein Zugriff
- Expansion: Von der Zivilisierungsmission zur studentischen Bildungsmobilität Kein Zugriff
- Transregionale Bildungsräume und die Neuorientierung der religiösen Arbeit: Chinesische Studentinnen und Studenten in Tokio Kein Zugriff
- Globale Migrationen im 19. Jahrhundert Kein Zugriff
- Bildungsmobilität: Zwischen gesellschaftlicher Modernisierung und Migrationskontrolle Kein Zugriff
- Mobile Eliten als staatsbildende Ressourcen Kein Zugriff
- Studentisches Reisen kartieren und kanalisieren Kein Zugriff
- Globale Netzwerkpunkte: Foyers Kein Zugriff
- 4. Resümee Kein Zugriff
- Historiographische Frontstellungen Kein Zugriff
- Studieren im Krieg Kein Zugriff
- Lokale Engpässe und religiöse Zerreißproben Kein Zugriff
- Publizieren für die Front Kein Zugriff
- Diplomatische Dienste Kein Zugriff
- Veränderte Lebenslagen: Humanitäre Ad-hoc-Hilfen für Studierende Kein Zugriff
- Von Studierenden für Studierende: Die Gründung der Europäischen Studentenhilfe Kein Zugriff
- »4.800 Pullover und 19.000 Paar Socken«: Lokale Infrastrukturen in Österreich Kein Zugriff
- »Fidelity to higher learning for its own sake«: Die Hungerhilfe für Sowjetrussland Kein Zugriff
- 4. Resümee Kein Zugriff
- Die Finanzierung der Europäischen Studentenhilfe: Globale Solidarisierung Kein Zugriff
- Individuelle Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Mehrwert:»The gospel of self-help« Kein Zugriff
- Über Kreuz: Evangelikale Mission und humanitäre Hilfe in Ostmittel- und Südosteuropa Kein Zugriff
- Die Welt als Handlungsraum: Die Neupositionierung der Europäischen Studentenhilfe 1922 in Turnov Kein Zugriff
- Zwischen britischen Eigeninteressen und internationaler Verständigung: Der Imperial War Relief Fund und die Entdeckung studentischer Auslandsreisen Kein Zugriff
- Politische Bildungsprogramme und die Rückkehr zur Bildungsmobilität: Der US-amerikanische Student Friendship Fund Kein Zugriff
- Der holprige Weg zum Weltstudentenwerk Kein Zugriff
- Von Beijing nach Stockholm: Nation und Ökumene als globale Herausforderungen Kein Zugriff
- Stipendien, Sozialwerke, Hilfen: Akteure und Infrastrukturen globaler Bildungsmobilität Kein Zugriff
- V. Fazit: Bildungsmobilität im langen 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 361 - 372
- Dank Kein Zugriff Seiten 373 - 374
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 375 - 375
- 1. Ungedruckte Quellen Kein Zugriff
- 2. Zeitungen und Zeitschriften Kein Zugriff
- 3. Gedruckte Quellen Kein Zugriff
- 4. Literatur Kein Zugriff




