Oskar Panizza
- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Text + Kritik Neufassung, Band 243
- Verlag:
- 01.07.2024
Zusammenfassung
"Einer, gegen den Heine eine matte Zitronenlimonade genannt werden kann." Kurt Tucholsky Oskar Panizza (1853–1921) war einer der kontroversesten Autoren seiner Generation. Zeit seines Lebens eckte er mit seinen kirchen- und gesellschaftskritischen Texten an, wurde international steckbrieflich gesucht, angeklagt und inhaftiert, schließlich eingewiesen und entmündigt, bevor er 1921 in einer Nervenheilanstalt starb. Sein blasphemisches Theaterstück "Das Liebeskonzil" löste einen der größten Theaterskandale der deutschen Geschichte aus und brachte ihm die längste Haftstrafe ein, die für ein literarisches Werk im Wilhelminischen Kaiserreich verhängt wurde, und seine Texte provozierten weit über seinen Tod hinaus. Mit der Darstellung von Sexualität und Wahn in seinen Fallgeschichten nahm er bereits in den 1890er Jahren gesellschaftspolitische und sozialkritische Positionen ein, die nichts an Relevanz und Diskussionsbedarf eingebüßt haben. Panizzas schillernde Biografie und seine scharfzüngige Kritik an Kirche, Staat und Gesellschaft verstellen dabei vielfach bis heute den Blick auf das ästhetische Potenzial seiner Texte: Die Beiträge des Bandes stellen dem kunst-, kultur-, medien- und literaturwissenschaftliche Lektüren seines Werks entgegen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- Erscheinungsdatum
- 01.07.2024
- ISBN-Print
- 978-3-96707-972-2
- ISBN-Online
- 978-3-96707-973-9
- Verlag
- edition t+k, München
- Reihe
- Text + Kritik Neufassung
- Band
- 243
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 99
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 2
- Für »Petroleumdichter« Kein Zugriff Seiten 3 - 4 Oskar Panizza
- Oskar Panizzas Manuskript »Für ›Petroleumdichter‹« Kein Zugriff Seiten 5 - 9 Joela Jacobs
- Pathologie des modernen Selbst. Oskar Panizzas »Das Liebeskonzil« und »Psichopatia criminalis« Kein Zugriff Seiten 10 - 17 Gal Hertz
- Pix, Pax und die Macht des Unsichtbaren. Oskar Panizza im Kontext von Moderne, Okkultismus und Spiritismus Kein Zugriff Seiten 18 - 25 Manuel Förderer, Birgit Ziener
- Fotografie und ›Pseudizität‹. Paranoia als Medienwissen in Oskar Panizzas »Imperjalja« Kein Zugriff Seiten 26 - 36 Elena Meilicke
- Ende der Vorstellung. Oskar Panizzas »Das Wachsfigurenkabinet« und die Erfindung des Kinos Kein Zugriff Seiten 37 - 45 Dietmar Schmidt
- Sexualität im Werk Oskar Panizzas Kein Zugriff Seiten 46 - 53 Bastian Lasse
- »Ein antisemitisches Kunstwerk«? Zur Rezeption von Oskar Panizzas »Der operirte Jud’« Kein Zugriff Seiten 54 - 61 Joela Jacobs, Nike Thurn
- Oskar Panizza zeichnet in der Anstalt Kein Zugriff Seiten 62 - 76 Thomas Röske
- Biografie Kein Zugriff Seiten 77 - 83 Tamara Klaric
- Auswahlbibliografie Kein Zugriff Seiten 84 - 91 Joela Jacobs, Tamara Klaric, Nike Thurn
- Notizen Kein Zugriff Seiten 92 - 99





