
Ruhm und Moderne
Eine Ideengeschichte (1750–1930)- Autor:innen:
- Reihe:
- Das Abendland N.F., Band 38
- Verlag:
- 2014
Zusammenfassung
Die Studie beantwortet die Frage, wie und warum die aus der Antike stammende Idee des Dichter- beziehungsweise Heldenruhms in der – vornehmlich deutschsprachigen – Literatur und in den – vornehmlich deutschsprachigen – Geisteswissenschaften der Moderne aufgegriffen und thematisiert wird. Dabei wird ein weiter Modernebegriff zugrunde gelegt: Die Moderne stellt einen Prozess dar, der durch unterschiedliche ‚Zündstufen‘ von der Mitte des 18. bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts vorangetrieben wird. Innerhalb jeder dieser ‚Zündstufen‘ der Moderne bildet die Idee des Ruhms ein zentrales Thema. Die Arbeit verfolgt den Transfer der Ruhmidee aus der Lyrik des 18. über die Erzählliteratur, die Essayistik und die Philosophie des 19. bis in die Geisteswissenschaften des frühen 20. Jahrhunderts. Gezeigt wird, dass die Thematisierung des Ruhms in der Moderne vornehmlich eine Reaktion auf zwei Problembereiche darstellt: erstens das tradierte Problem der Endlichkeit des Lebens und zweitens das neue oder zumindest mit neuer Dringlichkeit wahrgenommene Problem schwindender Orientierung und Ordnung in Kultur und Gesellschaft. Der Ruhm wird in der Moderne in spezifisch gebrochener Form thematisiert. Gleichwohl bleibt er als sinnstiftende Kategorie erhalten und wird in Verbindung mit einer Reihe wiederkehrender Topoi fortlaufend aktualisiert. Das stetige Reden über den Ruhm in der Literatur- und in der Wissenschaftsgeschichte ist zu erklären als eine besondere Form des Traditionsverhaltens. Die Ideengeschichte des Ruhms zwischen 1750 und 1930 gewinnt ihre Dynamik durch das Ineinander von problemgeschichtlichen Bezügen, von gattungs- und disziplinenhistorischen Entwicklungen und von Spezifika der Moderne.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2014
- ISBN-Print
- 978-3-465-03850-4
- ISBN-Online
- 978-3-465-13850-1
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Das Abendland N.F.
- Band
- 38
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 730
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 68
- I.1 Ode und Hymne - Die prototypischen Textsorten des Redens über den Ruhm Kein Zugriff Seiten 71 - 120
- Erstes Zwischenkapitel: Ewigkeit und Unsterblichkeit Kein Zugriff Seiten 121 - 130
- I.2 Elegie - Dichterische Klage als Reaktion auf das Problem begrenzter Lebenszeit Kein Zugriff Seiten 131 - 158
- I.3 Nicht-antikisierende lyrische Formen Kein Zugriff Seiten 159 - 176
- Zweites Zwischenkapitel: Traditionsverhalten - Renaissance und Klassik Kein Zugriff Seiten 177 - 190
- I. 4 Schauspiel - Spielarten des gebrochenen Heroismus Kein Zugriff Seiten 191 - 220
- I.5 Erzählliteratur - Vom Epos zum Unterhaltungsroman Kein Zugriff Seiten 221 - 284
- I.6 Subjektkonstitutive Textsorten - Selbstreflexive Wendungen Kein Zugriff Seiten 285 - 318
- Drittes Zwischenkapitel: Der Einzelne und die Masse Kein Zugriff Seiten 319 - 326
- I.7 Essay - Kulturkritik als Umfeld der Theoretisierung Kein Zugriff Seiten 327 - 384
- Viertes Zwischenkapitel: Denkmal und 'Denkmal' Kein Zugriff Seiten 385 - 394
- II.1 Philosophie - Theoretisierung eines literarischen Traditionselements Kein Zugriff Seiten 397 - 496
- II.2 Literaturhistorie - Zwiespältige Verhältnisse konkurriender 'Schulen' Kein Zugriff Seiten 497 - 582
- Fünftes Zwischenkapitel: Guter Ruhm und schlechter Ruhm Kein Zugriff Seiten 583 - 604
- II.3 Psychologisierung und Soziologisierung Kein Zugriff Seiten 605 - 648
- Zusammenfassung. Acht Thesen und eine Kurzgeschichte Kein Zugriff Seiten 649 - 662
- Nachwort Kein Zugriff Seiten 663 - 664
- 1. Literarische Texte Kein Zugriff
- 2. Wissenschaftliche, philosophische und gelehrte Quellen Kein Zugriff
- 3. Darstellungen und Forschungsbeiträge Kein Zugriff
- 4. Archivalien Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 725 - 730




