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Spurensuche

Jüdische Familiengeschichten in Wernigerode
Autor:innen:
Reihe:
Harz Forschungen, Band 36
Verlag:
 2012

Zusammenfassung

Weil nicht einmal zehn im religiösen Sinn Erwachsene zusammenkommen konnten, um einen Gottesdienst zu feiern, gibt es keine Synagoge, auch keinen jüdischen Friedhof in Wernigerode. Zwar hatte im Mittelalter eine Judengasse existiert, doch war den Juden ab 1592 das Wohnrecht in der Grafschaft jahrhundertelang entzogen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts sind wieder fünf jüdische Familien in der Stadt nachweisbar. Peter Lehmann hat anhand zahlreicher Dokumente und Forschungsergebnisse die Lebensgeschichten zehn hiesiger jüdischer Familien recherchiert. Da ist der Journalist und Stadtrat, der zur Selbsttötung getrieben wurde. Da sind drei Familien, die Bekleidungs- und Modegeschäfte betrieben. Der Rektor des Lyzeums fehlt ebenso wenig wie der Pfarrer ohne Kanzel, der Jurist mit Berufsverbot, der Käsefabrikant oder der Händler mit Waren des täglichen Bedarfs. Sie alle gerieten in die vernichtenden Räder des nationalsozialistischen Rassenwahns. Einige konnten fliehen, von vielen verlieren sich die Spuren. Erzählt wird aber auch von einer Familie, die aus der Ferne wieder Kontakt mit Wernigerode aufgenommen hat und woraus eine neue Freundschaft entstand. Ergänzt werden diese Berichte durch eine Sammlung von Namen und Personen, die zwar in der Stadt geboren wurden oder nur kurzzeitig hier lebten, über die aber bisher nur wenig zu erfahren war. Eine jüdische Weisheit lautet: »Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.« Wie kann heute erinnert werden? Wie lässt sich der wenigen jüdischen Mitmenschen gedenken? Das Buch geht auch diesen Fragen nach. Die hier dokumentierte Wernigeröder Spurensuche ist beispielhaft für den ganzen Harzraum.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2012
Copyrightjahr
2012
ISBN-Print
978-3-86732-437-3
ISBN-Online
978-3-86732-588-2
Verlag
Lukas Verlag, Berlin
Reihe
Harz Forschungen
Band
36
Sprache
Deutsch
Seiten
201
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
    1. Inhalt Kein Zugriff
    2. Geleitwort Kein Zugriff
    3. Vorwort Kein Zugriff
    1. Wer ist ein Jude? Kein Zugriff
    2. Verwendete Quellen und Forschungsstand Kein Zugriff
    3. Aus der Geschichte der Juden in Wernigerode Kein Zugriff
    1. Ein Jude auf der Kanzel? – Bruno Benfey Kein Zugriff
    2. Im Räderwerk der Nationalsozialisten – Emil Kaufmann Kein Zugriff
    3. Der Kaufmann aus Bernburg – Sally Lewy Kein Zugriff
    4. Flucht über Shanghai bis nach Kalifornien – Benjamin (Willy) Löwenstein Kein Zugriff
    5. Als Christ getauft, als Jude verfolgt – Dr. Paul Regensburger Kein Zugriff
    6. Vom Nachbarn übernommen – Fritz Reichenbach Kein Zugriff
    7. Verlorenes Land neu gewonnen – Siegfried Rosenthal Kein Zugriff
    8. Der Fabrikant und seine Sängerin – Clara und Benno Russo Kein Zugriff
    9. Rechtzeitig in Sicherheit – Hermann Salomon Kein Zugriff
    10. Engagiert und kämpferisch – Willy Steigerwald Kein Zugriff
  1. Nicht vergessen: Weitere Familien und Mitbürger in Wernigerode Kein Zugriff Seiten 164 - 185
    1. Erinnern und Gedenken Kein Zugriff
    2. Harz-Forschungen Kein Zugriff
    3. Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz Kein Zugriff
    4. Spuren Harzer Zeitgeschichte Kein Zugriff

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