Neofaschismus in Italien
Politik, Familie und Religion in Rom. Eine Ethnographie- Autor:innen:
- Reihe:
- Kultur und soziale Praxis
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Wie lässt sich der italienische Neofaschismus heute über seine politischen Inhalte hinaus verstehen? Lene Fausts ethnologische Studie analysiert, was es heißt, Faschist in Italien zu sein, und berücksichtigt dabei besonders mehrgenerationale Bezüge. Dieser innovative Ansatz erlaubt eine mehrdimensionale Interpretation des Neofaschismus als Zusammenspiel gesellschaftlicher Marginalisierungsprozesse, familiärer Dynamiken, religiöser Elemente und politischer Wirksamkeit. Indem Mechanismen der Verdrängung und der Weitergabe von Tradition und Trauma in römischen Familien systematisch aufgearbeitet werden, kann die zentrale Bedeutung des vorpolitischen Raums für die Existenzsicherung der Subkultur in einer auf kollektivem Antifaschismus basierenden Nachkriegsrepublik konzise erklärt werden.Ausgezeichnet mit dem Forschungsförderungspreis des Frobenius-Instituts 2020 für die beste Dissertation in der deutschsprachigen Ethnologie.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8376-5470-7
- ISBN-Online
- 978-3-8394-5470-1
- Verlag
- transcript, Bielefeld
- Reihe
- Kultur und soziale Praxis
- Band
- 0
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 366
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- FrontmatterSeiten 1 - 6 Download Kapitel (PDF)
- InhaltSeiten 7 - 10 Download Kapitel (PDF)
- Prolog: Schmerzgrenzen der europäischen Erinnerungskulturen Kein Zugriff Seiten 11 - 20
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 21 - 32
- 2.1 Faschistische Identität nach 1945 in Rom Kein Zugriff Seiten 33 - 84
- 2.2 Identitätskonstruktion am Rande der Legalität Kein Zugriff Seiten 85 - 100
- 2.3 Nachkriegsfaschismus: soziale Außenseiterposition als Herausforderung und Potenzial Kein Zugriff Seiten 100 - 110
- 2.4 Politik und Alltagspraxis in der faschistischen Kultur Kein Zugriff Seiten 111 - 139
- 2.5 Antifaschismus und Faschismus Kein Zugriff Seiten 139 - 144
- 2.6 Räume und Grenzen des Nachkriegsfaschismus Kein Zugriff Seiten 144 - 146
- 3.1 (Bürger-)Krieg, Traumatisierung, Täterschaft Kein Zugriff Seiten 147 - 159
- 3.2 Dimensionen im Umgang mit Täterschaft Kein Zugriff Seiten 159 - 184
- 3.3 Lange Schatten von Täterschaft Kein Zugriff Seiten 184 - 187
- 3.4 Familiengeschichten des Nachkriegsfaschismus Kein Zugriff Seiten 187 - 248
- 3.5 Verflechtung von familiärem und politischem Raum Kein Zugriff Seiten 248 - 250
- 4.1 Topografie der Toten Kein Zugriff Seiten 251 - 274
- 4.2 Die Kraft der Erde Kein Zugriff Seiten 274 - 278
- 4.3 Die Macht der Toten Kein Zugriff Seiten 279 - 292
- 4.4 Im Namen der Toten Kein Zugriff Seiten 293 - 294
- 5.1 Faschismus als Politische Religion Kein Zugriff Seiten 295 - 300
- 5.2 Religiöse Praktiken im Nachkriegsfaschismus Kein Zugriff Seiten 301 - 319
- 5.3 Die sakrale Dimension im Nachkriegsfaschismus Kein Zugriff Seiten 320 - 322
- 6.1 Dimensionen des Nachkriegsfaschismus als politische Subkultur Kein Zugriff Seiten 323 - 329
- 6.2 Faschismus als politische Bewegung der Krise Kein Zugriff Seiten 329 - 331
- 6.3 Das Ende der Wut Kein Zugriff Seiten 331 - 332
- 7.1 Glossar Kein Zugriff Seiten 333 - 340
- 7.2 Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 341 - 342
- 7.3 Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 343 - 366





