Seit 1986 stellte sich die neu erschienene KritV als Forum offener, interdisziplinär orientierter, intradisziplinär informierter und im Theorie-Praxis Dialog fundierter kritischer Jurisprudenz dar. Das Rechtssystem, einst bezogen auf nationale Grenzen, hat sich vertikal und horizontal ausdifferenziert. Die KritV als europäische Rechtszeitschrift soll in Zukunft die Anpassungen des Rechts an gesellschaftliche, politische und systemische Steuerungsbedürfnisse in Europa intensiv widerspiegeln. Die Liste der Herausgeber ist durch wichtige Köpfe europäischer Rechtsprechung erweitert worden (Marc Jaeger, Vincent Lamanda, Dean Spielmann, Sir John Thomas, Andreas Voßkuhle). Auch die juristische Fakultät der Universität Luxembourg steht gleichberechtigt neben Herausgebern aus dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe Universität in Frankfurt/Main. Europäische Öffentlichkeit kann nur durch vielfältige Sprachen vermittelt werden. Die KritV präsentiert deshalb Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache. Eine vielsprachige und in verschiedenen Rechtskulturen orientierte Herausgeberschaft verbürgt Originalität und Qualität angenommener Beiträge.
Der Beitrag untersucht Dimensionen einer zukünftigen Gedenkkultur zur Shoah. Ausgangspunkt ist die These, dass die Erinnerung an die Shoah nicht allein historische Rückschau darstellt, sondern eine grundlegende Ressource demokratischer...
Die Frage, ob es sittenwidrig ist oder nicht, wenn Führungskräfte in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bereits nach relativ wenigen Amtsjahren und ohne eigene Beiträge ein lebenslanges Übergangsgeld bzw. ein Ruhegehalt bekommen, das...
„Nein heißt Nein“ – dies ist die aktuelle Rechtslage im deutschen Sexualstrafrecht. Strafbar sind gem. § 177 Abs. 1 StGB sexuelle Handlungen, die gegen den erkennbaren Willen der anderen Person vorgenommen werden. Kriminalpolitisch wird...