
Rechter Geschichtsrevisionismus in Deutschland
Formen, Felder, Ideologie- Herausgeber:innen:
- |
- Reihe:
- Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Band 22
- Verlag:
- 2025
Zusammenfassung
Extreme Rechte instrumentalisieren, relativieren und verzerren die Geschichte. Geschichtsrevisionismus gehört zum ideologischen Kernbestand extrem rechten Denkens. Dreh- und Angelpunkt ist die Bewertung des Nationalsozialismus. Wer historisch tradierte nationale Größe postuliert, muss die NS-Verbrechen mindestens kleinreden. In den vergangenen Jahren sind – nicht zuletzt im Zuge der Proteste gegen Corona-Schutzmaßnahmen, durch den Aufstieg der AfD oder auch angeheizt durch die Putin-Propaganda – neue Spielarten des rechten Geschichtsrevisionismus popularisiert worden: Verharmlosung der NS-Verbrechen durch ahistorische Gleichsetzungen und Begriffsumdeutungen, Verschwörungslegenden, Reichsbürgerideologien, shoahbezogener Antisemitismus, wonach Juden angeblich eine Mitschuld am Judenhass tragen, und identitäre Geschichtsbilder. In interdisziplinärer Perspektive widmen sich die Autorinnen und Autoren des Bandes den unterschiedlichen Erscheinungsformen des rechten Geschichtsrevisionismus in Deutschland. Vorgestellt werden die wichtigsten geschichtsrevisionistischen Argumentationsmuster, ihre Funktionen und ihre Protagonisten. Aus dem Inhalt: Volker Weiß: »Lasst uns Krieg führen!«. Die Kampagne der extremen Rechten gegen die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Maik Tändler: »Nationalmasochismus« und »jüdisches Privileg«: Zur alt- und neurechten Abwehr der Vergangenheitsbewältigung und ihrer postkolonialen Anverwandlung
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2025
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5841-6
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8797-3
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Reihe
- Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte
- Band
- 22
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 207
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12 Jens-Christian Wagner, Sybille Steinbacher
- Zwischen Schuldabwehr, Schuldumkehr und Instrumentalisierung. Rechter Geschichtsrevisionismus in Deutschland Kein Zugriff Jens-Christian Wagner
- Covid-19 und die Folgen. Drei Formen des Geschichtsrevisionismus im Milieu der Pandemieleugnung Kein Zugriff Seiten 41 - 53 Fabian Virchow
- Rechtsterrorismus als gewaltförmiger Geschichtsrevisionismus. Motive und Traditionen der Zerstörung von Geschichte und Gedenken im Kontext rechter Gewalt Kein Zugriff Seiten 54 - 68 Imanuel Baumann
- »Lasst uns Krieg führen!« Die Kampagne der extremen Rechten gegen die kritische Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Kein Zugriff Seiten 71 - 90 Volker Weiß
- Der Geschichtsrevisionismus der AfD. Akteure, Organe, Inhalte Kein Zugriff Seiten 91 - 105 Markus Linden
- Digitale Parallelwelten. Revisionen von Vergangenheit und Gegenwart durch rechte Alternativmedien Kein Zugriff Seiten 106 - 121 Maik Fielitz, Hendrik Bitzmann
- Ressentiment-Medien, »Metapolitik« und die Eroberung der Köpfe via Lektüre. Blicke nach Schnellroda und in andere Verlage der »Neuen Rechten« Kein Zugriff Seiten 122 - 146 Justus H. Ulbricht
- »Nationalmasochismus« und »jüdisches Privileg«. Zur alt- und neurechten Abwehr der Vergangenheitsbewältigung und ihrer postkolonialen Anverwandlung Kein Zugriff Seiten 149 - 178 Maik Tändler
- Geschichtsrevisionismus als Rechtsrevisionismus. Die historischen und juristischen Imaginationen der Reichsbürgerwelt Kein Zugriff Seiten 179 - 198 Sophie Schönberger
- Dank Kein Zugriff Seiten 199 - 200
- Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 201 - 202
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 203 - 207




