
Blut und Metall
Die transnationalen Wissensräume von Ludwik Hirszfeld und Jan Czochralski im 20. Jahrhundert- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Wissensgenerierung und Handlungsoptionen für Wissenschaftler im 20. Jahrhundert in Deutschland und in Polen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Erforschung von Stoffen wie Blut und Metallen Hochkonjunktur. Katrin Steffen zeichnet in einer Doppelbiographie, wie der Serologe Ludwik Hirszfeld (1884-1954) und der Metallurge Jan Czochralski (1885-1953) als international anerkannte Spitzenforscher maßgeblich dazu beitrugen und ganz neue Wege der Forschung beschritten.
Die Autorin betrachtet lokale Arbeitsumfelder in verschiedenen Laboren in Deutschland, der Schweiz, Serbien, Polen und den USA in Kombination mit transnationalen epistemischen Gemeinschaften, um aufzuzeigen, wie Wissen generiert wurde. Im Zeitalter der Weltkriege und der zunehmenden »Nützlichkeit« von Wissenschaft für die Nationalstaatsbildung war die Expertise beider Wissenschaftler eine Schlüsselressource für gesellschaftliche Systeme wie Militär, Industrie oder der Biopolitik. Dies erzeugte sowohl in Deutschland als auch in Polen ein komplexes Feld von nationalstaatlicher Loyalität, wissenschaftlicher Unabhängigkeit und epistemischer Ideale. Es führte auch zu Situationen von Anfeindung und Verfolgung, die für Ludwik Hirszfeld aufgrund seiner jüdischen Herkunft während des Zweiten Weltkriegs besonders drastisch war.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5013-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4730-4
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 568
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1.1 Wissenschaft biographisch erfassen Kein Zugriff
- 1.2 Expertise, Wissensbestände und Stoffe verorten Kein Zugriff
- 1.3 Quellen Kein Zugriff
- 2.1 Möglichkeiten von Wissenschaft und Studium in den imperialen Peripherien Preußens und Russlands Kein Zugriff
- 2.2 Die »Emigration des Talents« Kein Zugriff
- 2.3 Aus den Peripherien in wissenschaftliche Zentren – Würzburg und Berlin Kein Zugriff
- 3.1 Teamarbeit und neue Erkenntnisse in Heidelberg und Zürich: Die Erblichkeit der Blutgruppen Kein Zugriff
- 3.2 Grundlagenforschung und Laborerfahrung bei der AEG: Die Verwissenschaftlichung der Industrieproduktion Kein Zugriff
- 3.3 Der Erste Weltkrieg als Forschungsbeschleunigerund Zäsur? Kein Zugriff
- 3.4 Konstellation Krieg: Medizin, Anthropologie und Metallforschung Kein Zugriff
- 3.5 Forschung im Feld: Fleckfieberbekämpfung in Serbien und die Geburtsstunde der Seroanthropologie Kein Zugriff
- 3.6 Forschung für das Feld: Ersatzstoffe, Munitionsproduktion und die Geburtsstunde des Czochralski-Verfahrens Kein Zugriff
- 3.7 Herausforderung Krieg und Kriegswissen Kein Zugriff
- 4.1.1 Die Seroanthropologie nach dem Ersten Weltkrieg: Transnationale Zirkulation und nationale Politisierung Kein Zugriff
- 4.1.2 Kriegswissen Seroanthropologie – Verheißungen und unerfüllte Hoffnungen Kein Zugriff
- 4.1.3 Ersatzstoffforschung nach dem Ersten Weltkrieg: Die Verbindung von Wissenschaft und Praxis bei der Metallgesellschaft Kein Zugriff
- 4.1.4 Jan Czochralski und die Institutionalisierung metallkundlichen Wissens I: Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung Kein Zugriff
- 4.1.5 Die Institutionalisierung metallkundlichen Wissens II: Die Deutsche Gesellschaft für Metallkunde Kein Zugriff
- 4.1.6 Aus der Industrieforschung in die Hochschule: Czochralskis Umzug nach Warschau Kein Zugriff
- 4.1.7 Die Verlängerung des Kriegswissens in den Frieden: Industrielle, institutionelle und disziplinäre Fortentwicklungen Kein Zugriff
- 4.2.1 Wissensakteure im neuen Staat: Nationale Erwartungen und postkoloniale Konstellationen im transnationalen Wissensraum Kein Zugriff
- 4.2.2 Staatsaufbau und Wissenschaft am Beispiel der neuen Hauptstadt Warschau Kein Zugriff
- 4.3.1 Ludwik Hirszfelds Warschauer Wissensräume: Die Etablierung einer staatlichen Gesundheitspolitik und das Staatliche Hygiene-Institut Kein Zugriff
- 4.3.2 Praktische Anforderungen und Grundlagenforschung am PZH: Von Impfstunden, Krankheiten und Konstitutionsserologie Kein Zugriff
- 4.3.3 Arenen der Gesundheitspolitik und der angewandten Forschung: Ludwik Hirszfeld als Experte, Berater und Gutachter Kein Zugriff
- 4.3.4 Jan Czochralskis Wissensräume: Die Entwicklung der Verwissenschaftlichung der Technik und die Technische Hochschule Warschau Kein Zugriff
- 4.3.5 Forschen für das Militär: Jan Czochralski, das Chemische Forschungsinstitut und das Institut für Metallurgie und Metallkunde Kein Zugriff
- 4.3.6 Arenen der Technik, der Professionalisierung und der angewandten Forschung: Jan Czochralski als Experte, Berater und Mäzen Kein Zugriff
- 4.3.7 Das transnationale Leben vor Gericht: Die »zwei Vaterländer« des Jan Czochralski als Hochverrat Kein Zugriff
- 4.3.8 Wissen und die imaginierte ideale Zukunft Kein Zugriff
- 5.1 Konstellation Zweiter Weltkrieg: Besatzungsherrschaft und Eigensinn Kein Zugriff
- 5.2 Der Überfall Deutschlands auf Polen und seine Auswirkungen auf die Wissenschaft Kein Zugriff
- 5.3 Aus der Wissenschaft in die Werkstatt: Jan Czochralski und die Technische Hochschule Warschau während der nationalsozialistischen Okkupation Kein Zugriff
- 5.4 Aus dem Staatlichen Hygiene-Institut in die Zwangsgemeinschaft: Ludwik Hirszfeld im Warschauer Ghetto Kein Zugriff
- 5.5 Die Herstellung von Sinn in den Grauzonen der Okkupation Kein Zugriff
- 6.1 Wissenschaft im Spannungsfeld von Kontinuität und sowjetischer Neuausrichtung Kein Zugriff
- 6.2 Jan Czochralski: Der Abstieg des Experten, der Aufstieg der Expertise Kein Zugriff
- 6.3 Ludwik Hirszfeld: Der Wiederaufstieg des Experten Kein Zugriff
- 6.4 Grenzen und Grauzonen im Staatssozialismus Kein Zugriff
- 7.1 Die Wiederaneignung von Jan Czochralski Kein Zugriff
- 7.2 Die Rezeption von Ludwik Hirszfeld und seiner Autobiographie Kein Zugriff
- 8 Fazit Kein Zugriff Seiten 497 - 510
- Dank Kein Zugriff Seiten 511 - 512
- Archivalien Kein Zugriff
- Publizierte Quellen Kein Zugriff
- Literatur Kein Zugriff
- Abkürzungsverzeichnis Kein Zugriff
- Personenregister Kein Zugriff




