Die "Zeitschrift für Internationale Beziehungen" (ZIB) ist das zentrale Publikationsorgan der Sektion Internationale Politik der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Ihre Aufgabe ist es, aus unaufgefordert eingesandten Beiträgen in einem doppelt anonymisierten Begutachtungsverfahren die besten auszuwählen, um auf diese Weise die qualitativ avancierte, theoretisch und methodisch reflektierte IB-Forschung in Deutschland zu repräsentieren. Seit ihrer Gründung 1994 hat die ZIB wesentlich zur Profilbildung der deutschen IB-Community beigetragen und wichtige inhaltliche Impulse gegeben. Lange fehlte es den Internationalen Beziehungen in Deutschland an einem Kommunikationsforum, das den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine mehr als nur punktuelle Zusammenführung der fachlichen Diskussion bieten konnte. Durch ihr Format schließt die ZIB diese Lücke und schafft Raum für umfassende wissenschaftliche Kontroversen und vielfältigen Austausch. Idealtypisch umfasst jedes Heft drei Aufsätze, die einen originären, theoretisch und methodisch reflektierten Beitrag zur Disziplin Internationale Beziehungen leisten, sowie entweder die Rubrik Forum oder die Rubrik Symposium. Homepage: www.zib.nomos.de
Internationale Institutionen werden vermehrt durch westliche Mächte attackiert, die gemeinhin dem Kern der „liberalen internationalen Ordnung“ zugerechnet werden. Die Intensität und die Modi ihrer institutionellen Kontestation variieren jedoch...
Konstruktivistische Ansätze haben seit langem auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Beziehung zwischen Identität und Differenz bei der Bildung und Aufrechterhaltung von Sicherheitsgemeinschaften wie der North Atlantic Treaty Organization (NATO)...
Dieser Beitrag will ein Nachdenken anregen über die Metadebatte in den akademischen Internationalen Beziehungen (IB) zum Fundament der Versicherheitlichungstheorie, die kürzlich in der Kritik stand, Rassismus zu reproduzieren. Schnell polarisierte...
Die Einleitung zum Forum nimmt zunächst die Rolle von Arktis und Antarktis im Fach Internationale Beziehungen (IB) sowie die Beteiligung der Internationalen Beziehungen an der Polarforschung im weiteren Sinne in den Blick. Sie argumentiert dabei...
Der Spitzbergenvertrag sichert Norwegen die „volle und uneingeschränkte Staatshoheit“ über den Archipel zu, garantiert aber zugleich allen Vertragsparteien den diskriminierungsfreien Zugang zu seiner Nutzung. Spannungen zwischen der...
Das Antarktische Vertragssystem (AVS) wird oft als Vorbild für internationale Kooperation jenseits des „westfälischen Systems“ gesehen. So hat das AVS über Jahrzehnte den antarktischen Kontinent als einen dem Frieden und der Wissenschaft...
Dieser Beitrag fokussiert die Entwicklung der Konzeptionen (indigener) Souveränität und die der Governance von Territorialität im Kontext des regionalen Forums des Arktischen Rates, welcher von Beobachter*innen immer wieder als Vorbild für...
Ist die Grundmetapher der Internationalen Beziehungen (IB) noch zeitgemäß? Die IB erschließen sich ihren jeweiligen Untersuchungsgegenstand vorrangig durch Theoriekonzepte, die durch die Metapher der „Nähe“ gekennzeichnet sind. „Nähe“...
Die Schlussbemerkung wirft einen kurzen Blick auf die Frage, inwieweit sich in den Polargebieten Alternativen zur „westfälischen Ordnung“ manifestieren. Sie sieht solche Alternativen insbesondere dann als möglich und gegeben an, wenn sie nicht...