Die Zeitschrift für Ideengeschichte fragt nach der veränderlichen Natur von Ideen, seien sie philosophischer, religiöser, politischer oder literarischer Art. Herausragende Fachleute aus allen Geisteswissenschaften gehen in Originalbeiträgen der Entstehung, den zahlreichen Metamorphosen, aber auch dem Altern von Ideen nach. Dabei erweist sich manch scheinbar neue Idee als alter Hut. Und umgekehrt gilt es, in Vergessenheit geratene Idee neu zu entdecken.Die internationale Politik der letzten Jahre, die sich erneuernden Wertedebatten und die intensiv erlebte Wiederkehr der Religionen lassen keinen anderen Schluß zu: Die politische und kulturelle Gegenwart wird von Ideen geprägt, spukhaft oft, doch mit enormer Wirksamkeit. Wer diese Gegenwart verstehen will, kommt nicht umhin, Ideengeschichte zu treiben.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wendet sich an die gebildete Öffentlichkeit. Darüber hinaus strebt sie als Forum der Forschung und Reflexion eine fachübergreifende Kommunikation zwischen allen historisch denkenden und argumentierenden Geisteswissenschaften an.Die Zeitschrift für Ideengeschichte wird von den drei großen deutschen Forschungsbibliotheken und Archiven in Marbach, Weimar und Wolfenbüttel sowie dem Wissenschaftskolleg zu Berlin gemeinsam getragen. Mögen die Quellen der Zeitschrift im Archiv liegen, so ist ihr intellektueller Zielpunkt die Gegenwart. Sie beschreitet Wege der Überlieferung, um in der Jetztzeit anzukommen; sie stellt Fragen an das Archiv, die uns als Zeitgenossen des 21. Jahrhunderts beschäftigen.
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Bibliographische Angaben
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1863-8937
ISSN-Online
1863-8937
Verlag
C.H.BECK Literatur - Sachbuch - Wissenschaft, München
Sprache
Deutsch
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Seite 1 - 3
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Seite 4 - 4
Frankfurt am Main, Februar 1932. Professor Tillich lädt zur Kostümparty, und alle schmeißen sich in Fummel. Adorno kommt als Napoleon, Dolf Sternberger mit Toga und Lorbeerkranz, Kurt Riezler im Braunhemd der SA. Noch ist alles Unschuld und ein...
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Seite 5 - 11
Die Party lebt als Sozialform von der Geste der offenen Arme. Es stehen plötzlich Leute an der Tür, die ein Bekannter mitbringt, die man noch nie gesehen hat, die man aber als Partyvorstand mitsamt dem Freund auf das Freundlichste willkommen...
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Seite 12 - 19
Sind Philosophen nicht die geborenen, vom Weltgeist auserwählten Partymuffel? Kann man sich vorstellen, dass Ludwig Wittgenstein 1946 in Cambridge Karl Popper mit einem Glas Portwein zugeprostet hätte, um mit ihm gepflegt über Cricket zu...
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Seite 20 - 30
«Die Party ist ein Kind der allerneuesten Zeit», stellte Anfang der sechziger Jahre eine bundesrepublikanische Benimmfibel fest. Sie habe sich derart schnell eingebürgert und sei so beliebt geworden, dass sie sich «hier mit ihr beschäftigen...
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Seite 31 - 42
«Auf’m Bahnhof Zoo im Damenklo Auf’m Bahnhof Zoo im Damenklo Ich muss hungrig sein … Süßes Kind Dein Widerstand hat Fuß und Hand Dein Hackenschuh ist scharf wie du Süßes Kind, sag geschwind, wer bist’n du? Süßes Kind, sag geschwind,...
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Seite 43 - 47
«You know what academic footnotes are like.» Sherri Cavan. In der Geschichte der Fußnote gebührt Niklas Luhmann ein eigenes Kapitel. Seine Anmerkungen sind ebenso berüchtigt wie berühmt. Wie Edward Gibbon gibt er in ihnen Kostproben seines...
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Seite 48 - 54
München leuchtete an diesem Herbstabend des Jahres 1989. In Scharen war das Publikum am Donnerstag, den 23. November 1989, in die Residenz geströmt, um dort im Festsaal der Bayrischen Akademie der Wissenschaften eine seltene Feier mitzuerleben....
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Seite 55 - 76
Im Juni 1973 erhielt ich von dem Ideenhistoriker George L. Mosse einen Brief. Mosse schrieb, dass er gerade bei Gershom Scholem, dem berühmten Erforscher der jüdischen Mystik, in dessen Jerusalemer Wohnung zum Essen eingeladen war. Wie ihm...
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Seite 77 - 89
In den Magazinregalen in Marbach stehen seit 2010 53 Fotoalben, die das vielseitige und ruhelose Leben und Wirken des Suhrkamp- Verlegers Siegfried Unseld, aber auch seiner namhaften Schützlinge illustrieren. Wer im Literaturbetrieb Rang und Namen...
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Seite 90 - 94
«Gestern beim Suhrkamp-Empfang war ich noch viel blauer.»–«Eine herrliche Werbeidee. Der Walser reitet auf so’nem Pferd nackend durch Tübingen. Da beißt das I. Programm an!» Auf der ausgerissenen Zeitungskarikatur ist nicht mehr zu sehen...
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Seite 95 - 110
Ende 2014 hat sich Hans Magnus Enzensberger entschlossen, sein Archiv sukzessive ins Deutsche Literaturarchiv zu geben, einen Bestand, den der Autor gelegentlich selbstironisch als «Komposthaufen» beschrieben hat. Biografisches und...
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Seite 111 - 120
Im Wintersemester 1931/32 liest Paul Tillich, seit dem Sommersemester 1929 ordentlicher öffentlicher Professor für Philosophie und Soziologie einschließlich der Sozialpädagogik an der Frankfurter Universität, vierstündig über «Hegel»....
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Seite 121 - 124
Als ich 1993 als Nachfolgerin von Wolfgang Iser an die Universität Konstanz berufen wurde, befanden sich die dortigen Geisteswissenschaften bereits in ihrer ‹nachklassischen Phase›. Die Gründungsheroen der ‹Konstanzer Schule› waren vor Ort...
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Seite 125 - 127
Nach Blumenbergs «Tod im Jahr 1996 sind mehr Bücher unter seinem Namen auf dem Markt erschienen, als er selbst zwischen 1960 und 1989 zum Druck brachte, und es ist fraglich, ob er zu allem sein Imprimatur gegeben hätte», bemerkt sein jüngster...
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Seite 128 - 131
"Mimesis. Dargestellte Wirklichkeit in der abendländischen Literatur" ist ein Klassiker der Ideengeschichte, der ganz ohne Fußnoten auskommt. Erich Auerbach schrieb das Buch zwischen 1942 und 1945 im Istanbuler Exil, befreit von der Last...
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Seite 132 - 134
Der Altorientalist Stefan M. Maul machte kürzlich auf einen der ältesten überlieferten Witze aufmerksam: Gilgamesch droht dem Uta-napischti, ihn, «den Unsterblichen, zu Tode zu prügeln, wenn er ihm das Geheimnis seiner Unsterblichkeit nicht...
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Seite 135 - 137
Wo Politik und Emotionen in den Geisteswissenschaften wieder produktiv zusammengedacht werden, öffnet sich eine Lücke zur philosophischen Fundierung des Verhältnisses. Diese Lücke will Martha Nussbaum füllen. Der Ausgangspunkt ist John Rawls’...
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Seite 138 - 140
Kann eine alte Wollmütze sprechen? Wohl kaum, dieses Ding ohne Stimmbänder und Sprechautomatik bleibt stumm. Die Zunge der Mütze löst sich erst, wenn ein belesener Mensch sie zum Sprechen bringt. Kopfbedeckungen waren Gegenstand sozialer...
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Seite 141 - 142
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