Seit 1986 stellte sich die neu erschienene KritV als Forum offener, interdisziplinär orientierter, intradisziplinär informierter und im Theorie-Praxis Dialog fundierter kritischer Jurisprudenz dar. Das Rechtssystem, einst bezogen auf nationale Grenzen, hat sich vertikal und horizontal ausdifferenziert. Die KritV als europäische Rechtszeitschrift soll in Zukunft die Anpassungen des Rechts an gesellschaftliche, politische und systemische Steuerungsbedürfnisse in Europa intensiv widerspiegeln. Die Liste der Herausgeber ist durch wichtige Köpfe europäischer Rechtsprechung erweitert worden (Marc Jaeger, Vincent Lamanda, Dean Spielmann, Sir John Thomas, Andreas Voßkuhle). Auch die juristische Fakultät der Universität Luxembourg steht gleichberechtigt neben Herausgebern aus dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe Universität in Frankfurt/Main. Europäische Öffentlichkeit kann nur durch vielfältige Sprachen vermittelt werden. Die KritV präsentiert deshalb Artikel in deutscher, englischer und französischer Sprache. Eine vielsprachige und in verschiedenen Rechtskulturen orientierte Herausgeberschaft verbürgt Originalität und Qualität angenommener Beiträge.
Zwei auf den ersten Blick getrennte Aspekte der Juristenausbildung sind die Fragen, welches Juristenleitbild verfolgt wird und wie mit gängigen Fehlern bei der studentischen Klausurbearbeitung umzugehen ist. Jauß unternimmt in einem instruktiven...
Der Beitrag ist eine – ausführliche – Rezension der juristischen Habilitationsschrift von Benjamin Lahusen: „Der Dienstbetrieb ist nicht gestört“ - “Die Deutschen und ihre Justiz 1943 – 1945". Ausgehend von der These eines auch durch...
Der folgende Beitrag ist im Rahmen der Kooperation der Rechtsfakultäten in Luxemburg und Vientiane entstanden. Sie ist Teil eines kooperationspolitischen Projekts zur Implementation rechtsstaatlicher Prinzipien in Ländern des Globalen Südens. In...
Nach Norbert Elias führt der Abstieg ehemals großmächtiger Nationen zu einer gravierenden Sinn- und Identitätskrise der betroffenen Völker und deren Eliten. Wenn sie zu Krieg Zuflucht suchen, dann nicht aus verwerflichen Motiven, sondern aus...