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Monographie Kein Zugriff

Umkämpfte Identitäten

Die Göttinger Akademie der Wissenschaften und ihre Mitglieder 1914-1965
Autor:innen:
Verlag:
 2022

Zusammenfassung

Die Umbrüche des 20. Jahrhunderts forderten die Göttinger Akademie heraus. Die Grenzen des verbindenden wissenschaftlichen Ethos traten dabei klar hervor.

Als eine der ältesten deutschen Akademien musste sich die Göttinger Gelehrtengesellschaft seit Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur einer sich neu formierenden Forschungslandschaft stellen. Zwischen Erstem Weltkrieg und bundesrepublikanischer Nachkriegsgesellschaft änderten sich auch die politischen Rahmbedingungen.

Désirée Schauz geht der Frage nach, wie sich die Akademie und ihre Mitglieder angesichts dieser Umbrüche positionierten. Inmitten alter und neuer Wissenschaftsorganisationen war das Göttinger Netzwerk zugleich von Konkurrenz und Kooperation geprägt. Das galt sowohl für das Verhältnis der eigenen Klassen untereinander und die Zusammenschlüsse mit den anderen deutschen Akademien als auch für die Außenbeziehungen auf nationaler und internationaler Ebene. Das universelle wissenschaftliche Ethos erwies sich dabei bereits lange vor dem Nationalsozialismus als brüchig. Nach dem, wenn auch vergleichsweise späten Ausschluss ihrer jüdischen Mitglieder tat sich die Akademie nach 1945 schwer, die alten Kontakte wieder aufzubauen. Neben der institutionellen Selbstbehauptung zeigt der exemplarische Blick auf einzelne Forscher aber auch individuelle Handlungsspielräume der Göttinger akademischen Elite auf.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2022
ISBN-Print
978-3-8353-3979-8
ISBN-Online
978-3-8353-4703-8
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
622
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
    1. 1.1 Akademie zwischen Tradition und Wandel Kein Zugriff
    2. 1.2 Akademiegeschichten Kein Zugriff
    3. 1.3 Wissenschaft und Politik – ein Problemaufriss Kein Zugriff
    4. 1.4 Eine Geschichte umkämpfter Identitäten Kein Zugriff
    5. 1.5 Über das Buch Kein Zugriff
    1. 2.1 Die Reorganisation der Göttinger Gelehrtengesellschaft im Zeichen der wiederbelebten internationalen Akademiebewegung Kein Zugriff
    2. 2.2 Deutsche Wissenschaftselite in der Provinz – Göttingen als Universitätsstadt Kein Zugriff
    3. 2.3 Gekränkte Wissenschaftsnation und akademische Politisierung Kein Zugriff
      1. 2.4.1 Organisation und lokales Netzwerk der Gelehrtengesellschaft Kein Zugriff
      2. 2.4.2 Korrespondierende Netzwerke und begrenzter Internationalismus Kein Zugriff
      3. 2.4.3 Kontinuitäten und Brüche wissenschaftlicher Unternehmen Kein Zugriff
    1. 3.1 Universitätsstadt im Nationalsozialismus Kein Zugriff
      1. 3.2.1 Konkurrierende Institutionen und späte »Gleichschaltung« der Akademien Kein Zugriff
      2. 3.2.2 Mitgliederpolitik unter politischen Vorzeichen Kein Zugriff
      3. 3.2.3 Ausschluss jüdischer Mitglieder und solidarische Austritte Kein Zugriff
      4. 3.2.4 Forschen und Publizieren während der NS-Zeit Kein Zugriff
      1. 3.3.1 Wissenschaftliche Außenbeziehungen während der NS-Zeit Kein Zugriff
      2. 3.3.2 Vertreibung, Flucht und Neuanfang – Richard Courant und Victor Moritz Goldschmidt Kein Zugriff
      3. 3.3.3 Wege nationalsozialistischer Forschungs- und Hochschulpolitik – Hans Drexler und Friedrich Karl Drescher-Kaden Kein Zugriff
    1. 4.1 Göttingen und der Wiederaufbau der westdeutschen Wissenschaft Kein Zugriff
      1. 4.2.1 Wiederaufnahme der Akademietätigkeit nach Kriegsende Kein Zugriff
      2. 4.2.2 Schwierige Annäherungen an die in der NS-Zeit Ausgeschlossenen Kein Zugriff
      3. 4.2.3 »Entnazifzierung« und abgestufte kollegiale Solidarität Kein Zugriff
      4. 4.2.4 Deutungskämpfe im Abseits – das ausgeschlossene Akademiemitglied Hans Drexler Kein Zugriff
      5. 4.2.5 Deutsches Opfernarrativ und Adolf Windaus’ individueller Versuch der Aufarbeitung der NS-Zeit Kein Zugriff
      6. 4.2.6 Mehrheitsdiskurs zwischen Entlastungsnarrativ und Beschweigen der NS-Zeit Kein Zugriff
      1. 4.3.1 Selbstbehauptung in einer sich verändernden Wissenschaftslandschaft Kein Zugriff
      2. 4.3.2 Deutsch-deutsche Akademienetzwerke und der Ost-West-Konflikt Kein Zugriff
      3. 4.3.3 Geisteswissenschaftliche Schwerpunktbildung der Akademieforschung Kein Zugriff
  2. 5 Umkämpfte Identitäten – Fazit einer Geschichte der Göttinger Akademie im 20. Jahrhundert Kein Zugriff Seiten 553 - 565
  3. Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 566 - 567
  4. Verzeichnis genutzter Archive und Bibliotheken (Quellen) Kein Zugriff Seiten 568 - 568
  5. Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 569 - 569
  6. Dank Kein Zugriff Seiten 570 - 571
  7. Literatur und gedruckte Quellen Kein Zugriff Seiten 572 - 613
  8. Personenregister Kein Zugriff Seiten 614 - 622

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