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Monographie Kein Zugriff

Menschenwürde und Menschenrechte

Über die Verletzbarkeit und den Schutz der Menschen
Autor:innen:
Verlag:
 2016

Zusammenfassung

»Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Dieser Satz ist ein unbedingt bindender Rechtssatz und die Grundnorm für die nachfolgenden Grundrechte, mit denen die Würdegarantie nicht abwägbar ist. Die Würdenorm gilt aufgrund nationaler Verfassungen und transnationaler Rechtsinstitute wie der EU-Grundrechte-Charta und des internationalen Menschenrechte-Rechts absolut und universell. Dass die menschliche Würde täglich verletzt wird, mindert die Geltung der Norm nicht. Gleichwohl gibt es darüber, ob die Menschenwürde »unantastbar« ist, heftige Auseinandersetzungen. In den im ersten Teil des Buches erörterten Kontroversen wird oft eingewandt, der Begriff werde inflationär missbraucht, ja es gebe eine »Tyrannei der Würde«. Wer die Würdenorm aus verfassungsrechtlicher Unkenntnis relativieren wolle, trage zur Entrechtlichung der Ansprüche auf Achtung und Schutz bei. Im historischen zweiten Teil dieses Buches warnt Hans Jörg Sandkühler vor der Fiktion, der moderne Rechtsbegriff der Würde sei aus einer bruchlosen zweitausendjährigen Geschichte zu begründen. Vielmehr haben interessengeleitete ideengeschichtliche Rekonstruktionen die Menschenwürde als Konzept der Stoa, der Renaissance, der Aufklärung oder als christliches Konzept ausgewiesen. Die tatsächlichen Quellen der Menschenwürdegarantie moderner Verfassungen sind die Unrechtserfahrungen des 20. Jahrhunderts. Die von der »Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte « geprägte Würdenorm ist - so das Ergebnis des dritten Teils des Buches - ein Gegenprogramm zur totalitären Missachtung des Individuums: eine Revolution der Rechtskultur, die es zu verteidigen gilt.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2016
ISBN-Print
978-3-495-48766-2
ISBN-Online
978-3-495-80791-0
Verlag
Karl Alber, Baden-Baden
Sprache
Deutsch
Seiten
352
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
  2. Vorbemerkung Kein Zugriff Seiten 9 - 14
      1. 1.1 Historische Erinnerungen an den Würdebegriff Kein Zugriff
      2. 1.2 Historiografie als Problem Kein Zugriff
      1. 2.1 Bedeutungszuschreibungen Kein Zugriff
      2. 2.2 Kritik am ›inflationären Gebrauch‹ und an der ›Vagheit‹ des Würdebegriffs Kein Zugriff
      3. 2.3 Menschenwürde als Postulat der praktischen Vernunft Kein Zugriff
      1. 1.1 Cicero: Tugend, Rang und Würde Kein Zugriff
      2. 1.2 Gottesebenbildlichkeit als Grund von Würde Kein Zugriff
      1. 2.1 Giannozo Manettis ›De dignitate et excellentia hominis‹ Kein Zugriff
      2. 2.2 Giovanni Pico della Mirandola und seine ›Oratio de hominis dignitate‹ Kein Zugriff
      3. 2.3 Die Reformation als Gegenbewegung Kein Zugriff
    1. 3. Skeptische Kritik an der Überschätzung des Menschen: Montaignes ›Essais‹ und Pascals ›Pensées‹ Kein Zugriff
      1. 4.1 Samuel Freiherr von Pufendorfs Naturrechtstheorie Kein Zugriff
      2. 4.2 Menschenwürde und die ›Rights of Man‹ Kein Zugriff
      1. 5.1 Kant: Würde als unbedingter, unvergleichbarer Wert Kein Zugriff
      2. 5.2 Fichte: Selbstachtung, Anerkennung und Würde Kein Zugriff
      3. 5.3 Hegel: Würde und Recht Kein Zugriff
      4. 5.4 ›Würde‹ in der Entwicklung nach Hegel: Vom Vormärz bis zu Proudhon Kein Zugriff
      5. 5.5 Zwei Würde-Kritiken: Marx und Nietzsche Kein Zugriff
      6. 5.6 Karl Kraus: ›Würde ist die konditionale Form von dem, was einer ist‹ Kein Zugriff
    1. 1. Unrechtserfahrung – die Quelle der Menschenwürdegarantie Kein Zugriff
    2. 2. Staat, Völkerrecht und Menschenwürde Kein Zugriff
      1. 3.1 Verfassungsvergleichende Befunde Kein Zugriff
      2. 3.2 Europa auf dem Wege zu einer menschenrechtlichen Verfassung Kein Zugriff
        1. 4.1.1 Der vorbereitende ›Verfassungskonvent‹ Kein Zugriff
        2. 4.1.2 Der Parlamentarische Rat 19481949 Kein Zugriff
      1. 4.2 Art. 1 Abs. 1 GG als ›Grundnorm‹ Kein Zugriff
    3. 5. Metaphysische und naturrechtliche Interpretationen der Würdenorm Kein Zugriff
    4. 6. Das Neutralitätsgebot und die Religionen Kein Zugriff
    5. 7. Die Konkretisierung des Begriffs der Menschenwürde ›vom Eingriff her‹ Kein Zugriff
    6. 8. Menschenwürde in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Kein Zugriff
      1. 9.1 Menschenwürde als Grund der Menschenrechte und ihre Konkretisierung in den Menschenrechten Kein Zugriff
      2. 9.2 Menschenwürde und soziale Menschen- und Grundrechte Kein Zugriff
      3. 9.3 Menschenwürde, Rechte zukünftiger Generationen und nachhaltige Entwicklung Kein Zugriff
      1. 10.1 Die Menschenwürde ist nicht abwägbar Kein Zugriff
      2. 10.2 Die ›Logik der Abwägung‹ und das Folterverbot Kein Zugriff
    1. Siglen Kein Zugriff
    2. Literatur Kein Zugriff
  3. Personenregister Kein Zugriff Seiten 339 - 342
  4. Sachregister Kein Zugriff Seiten 343 - 352

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