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Monographie Kein Zugriff

Ein Kosmos der Ähnlichkeit

Frühe und späte Mimesis bei Walter Benjamin
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Walter Benjamins Verständnis der Idee der Ähnlichkeit und Nachahmung ist in seiner philosophischen Phantasie, seinem unerhörten terminologischen Reichtum, seiner Spannweite, kritischen Differenziertheit, Eigenwilligkeit, ja Neuartigkeit bisher verborgen geblieben. Seine ‚Lehre‘ passiver Ähnlichkeitswahrnehmung und aktiver Mimesisgabe setzt im Mikro- und Makrokosmos der Natur sowie in der Urgeschichte der menschlichen Gesellschaft an und reicht mit der späten Spontan-Anamnese dieser Urgaben in den exemplarischen Mimesisgestalten der Moderne – dem Künstler (Proust) und dem (Berliner) Kind – bis ins 20. Jahrhundert. Es ist von Urbeginn an bis heute das Ähnlichkeitssensorium und Nachahmungsbedürfnis in seinen Licht- und Schattenseiten, das Sinneswahrnehmung, Erfahrung, Erkenntnis, Sozialverhalten, Inspiration, Sprache, Schrift, Spiel und Kunst, Welt- und Textdeutung, biografische und historiografische Erinnerung in hohem Maße steuert und prägt. So zeichnet sich am Ende die Theorie eines physischen und metaphysischen, natürlichen und geschichtlichen, archaischen und modernen „Kosmos der Ähnlichkeit“ ab. In dessen Mittelpunkt steht für Benjamin des Menschen unverwüstliches „mimetisches Genie“. Dass es vor allem Marcel Proust – überraschendes Inbild eines Modernen – war, der für diesen großen Wurf einer (freilich unsystematischen) Theorie Benjamins kritischer „Lehrmeister des Erinnerns“, Nachahmungs- und Aura-Experte in einem war und eine Reihe prominenter Konzepte Benjamins inspirierte, gehört zu den zentralen Erkenntnissen dieser Untersuchung. – Die Legende Walter Benjamin als das immer wieder Zu-Lesende gewinnt mit dem Blick auf seine Ähnlichkeitsphilosophie eine neue Facette: Zum notorischen Allegoriker tritt nun der Mimetiker: der Denker des „Weltennetzes“, der Leser und Exeget überraschender Ähnlichkeitszusammenhänge im „Buch der Welt“, der Literatur und der Geschichte.

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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-89528-494-6
ISBN-Online
978-3-8498-1459-5
Verlag
Aisthesis, Bielefeld
Sprache
Deutsch
Seiten
580
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 8
  2. Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 20
  3. Kapitel I. Zur Orientierung: Im Labyrinth des Werks Kein Zugriff Seiten 21 - 53
  4. Kapitel II. Ähnlichkeit als ‚Sprache‘ Kein Zugriff Seiten 54 - 101
  5. Kapitel III. Sprache als Ähnlichkeit Kein Zugriff Seiten 102 - 145
      1. A) Person und Werk Kein Zugriff
      2. B) Lehrmeister des Erinnerns Kein Zugriff
    1. Teil 2: Das mimetische Genie des Kindes Kein Zugriff
    1. 1. Ähnlichkeit, nicht Gleichheit Kein Zugriff
    2. 2. Ähnlichkeit und Entstellung Kein Zugriff
    3. 3. Kritik der Einfühlung Kein Zugriff
  6. Zusammenfassung Kein Zugriff Seiten 555 - 566
  7. Literaturverzeichnis Kein Zugriff Seiten 567 - 578
  8. Danksagung Kein Zugriff Seiten 579 - 580

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