
Nachgefragt
Zur deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts- Autor:innen:
- Reihe:
- Das Abendland N.F., Band 37
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Von Nachfragen lebt die Literaturwissenschaft. War Goethe wirklich ein Aufklärer, wie man gemeint hat? Welche Landschaft schwebte ihm vor, als er seinen Faust visionär die Trockenlegung eines großen Sumpfgebietes wahrnehmen ließ? War Schiller als Kritiker wirklich nur ein besserwisserischer Kunstrichter, und stimmt es, dass er als Philosoph ein trockener Geist war, dessen Bilder niemals originell gewesen seien? Hat er nicht am Ende seines Lebens gewaltige Gemälde einer zerstörerischen, chaotischen Natur entworfen? Wo beginnt die Moderne? Bei Kleist scheint das Phänomen der Beschleunigung, um 1800 überall wahrgenommen, sogar seinen Sprachstil mitbestimmt zu haben – aber ist er nicht auch ein Aufklärer, wenn er private Glückseligkeit auf Kosten anderer verurteilt? Eichendorff gilt als Erzromantiker – aber nehmen seine Gedichte, diese zeichenhaften Weltkonstruktionen, nicht doch schon den Symbolismus vorweg? Heine hingegen, den in seinem utopischen Denken viel mit Eichendorff verband, schrieb seine Gedanken und Einfälle in der Tradition der europäischen Aphoristik – wie konnte es sein, dass sie so oft in ihrer Eigenständigkeit verkannt wurden? Das 19. Jahrhundert, Epoche der Einzelgänger, scheint gegen die Jahrzehnte um 1800 abzuflachen. Aber Hebbel und Reuter lassen erkennen, wie modern gerade diese großen Unzeitgemäßen waren.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-465-03770-5
- ISBN-Online
- 978-3-465-13770-2
- Verlag
- Klostermann, Frankfurt am Main
- Reihe
- Das Abendland N.F.
- Band
- 37
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 318
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 9 - 12
- Goethe, Faust und die Aufklärung Kein Zugriff Seiten 13 - 36
- Zu Fausts letzter Vision Kein Zugriff Seiten 37 - 46
- Der Dichter als Kunstrichter. Zu Schllers Rezensionsstrategie Kein Zugriff Seiten 47 - 66
- Denken in Bildern. Zu Schillers philosophischem Stil Kein Zugriff Seiten 67 - 104
- Schiller: Die Dämonie der Natur Kein Zugriff Seiten 105 - 120
- Schiller und Kleist Kein Zugriff Seiten 121 - 144
- Kleists "Das Erdbeben in Chili" und das Ende der Aufklärung Kein Zugriff Seiten 145 - 164
- Kleists "schneller Stil". Zur Modernität seines Schreibens Kein Zugriff Seiten 165 - 186
- Heines verkannte "Aphorismen" und "Fragmente" Kein Zugriff Seiten 187 - 204
- Heines "Millenium" und Eichendorffs "alte schöne Zeit" Kein Zugriff Seiten 205 - 230
- Eichendorff und die Aufklärung Kein Zugriff Seiten 231 - 252
- Konstruierte Wirklichkeiten. Zu Eichendorffs Lyrik Kein Zugriff Seiten 253 - 278
- Zu Hebbels Tagebüchern Kein Zugriff Seiten 279 - 300
- Fritz Reuter. Von der Aktualität eines Unzeitgemäßen Kein Zugriff Seiten 301 - 316
- Verzeichnis der Erstveröffentlichungen Kein Zugriff Seiten 317 - 318




