
Florilegium Benjamini
Walter Benjamin und das Schriftgedächtnis in der Übersetzung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2022
Zusammenfassung
»Die wahre Übersetzung ist durchscheinend«, schrieb Walter Benjamin. Als Gedächtniskunst ermöglicht die Sprachenbegegnung eine Blütenlese messianischer Gesten.
Übersetzungen der »Tableaux Parisiens« von Charles Baudelaire erscheinen nach beinahe zehn Jahren der Übersetzungsarbeit 1923 in einer zweisprachigen Ausgabe. Das Vorwort, »Die Aufgabe des Übersetzers«, entzieht sich mit seiner berühmt-berüchtigten Bilderflut und verschlungenen Argumentation der Beantwortung der Frage, was die darin formulierten Überlegungen mit den vorgelegten Gedichtübersetzungen zu tun haben, während diese meist aus der Perspektive der Ende der 1930er Jahre aus dem Passagenwerk hervorgehenden Arbeiten zu Baudelaire gelesen werden. Folgt man jedoch dem »Gefühlston« der Worte als einer Spur, die aus den Differenzen zwischen Original und Übersetzung hervortritt und das Gedichtete in die im Vorwort zu denkende Aufgabe des Übersetzens hinüberfließen lässt, wird deutlich, dass Benjamin Baudelaires »Tableaux« in einen Ausdruck der Gefühlskälte der Zwischenkriegszeit übersetzt. Es ist diese Gefühlskälte, auf die das Vorwort mit einer auch die Typographie erfassenden Denklandschaft antwortet, die Natalie Chamat als skizzenhaften Grundriss späterer Bildkomplexe des Benjamin`schen Denkens analysiert. Von Bild zu Bild entsteht so ein Weg des Eingedenkens, der sich quer durch Benjamins Schriften zieht und nicht zuletzt das Kind in dunklen Zeiten als eine den Lesenden überantwortete Denkfigur hervortreten lässt.
Schlagworte
Publikation durchsuchen
Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2022
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5208-7
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4882-0
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 267
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- 1.1 Ausblick Kein Zugriff
- 1.2.1 Begegnung, Gastfreundschaft, Verhandlung Kein Zugriff
- 1.2.2 Wahrhaftigkeit und Höflichkeit Kein Zugriff
- 1.3 Französisch werden Kein Zugriff
- 2.1 Gefühlstonspur: Die Dramaturgie der Bilderrede Kein Zugriff
- 2.2 Traumerzählung: Buchstaben-Geometrie Kein Zugriff
- 3.1. Vom Szepter zum Königsmantel Kein Zugriff
- 3.2 ›Die Stadt, in der man sich nicht mehr versteht‹ Kein Zugriff
- 3.3 Herder als literarhistorische Quelle Kein Zugriff
- 3.4 Hamanns typographisches Gedächtnis Kein Zugriff
- 3.5 Mahler Müllers Mythisierung des Sündenfalls Kein Zugriff
- 3.6 Gerechtigkeit: Messianisches Handeln Kein Zugriff
- 3.7 Insigne Mantel: Souveränität Kein Zugriff
- 3.8 Wort, Text und Schrift Kein Zugriff
- 4.1 Eine neue Übersetzung Kein Zugriff
- 4.2 Schwellen: Ruine und Totalisierung der Allegorie Kein Zugriff
- 4.3 Benjamins ›Tableaux Parisiens‹ Kein Zugriff
- 4.4 Schriftgedächtnis Kein Zugriff
- 4.5 ›Träume haben Kriege befohlen‹ Kein Zugriff
- 5. Polterabend Kein Zugriff Seiten 229 - 238
- 6. Literatur Kein Zugriff Seiten 239 - 250
- 7.1 Register der behandelten Texte Benjamins Kein Zugriff
- 7.2 Der Buchstabe b Kein Zugriff
- 7.3 Sachregister oder die anderen Buchstaben Kein Zugriff
- 7.4 Personenregister Kein Zugriff
- 7.5 Wortwolke Kein Zugriff
- Dank Kein Zugriff Seiten 267 - 267




