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Monographie Kein Zugriff

Formverlangen

Rudolf Borchardts Formen
Autor:innen:
Verlag:
 2024

Zusammenfassung

Eine Neudeutung im Zeichen der Form – der vermeintliche Antimodernist Rudolf Borchardt rückt erstmals in das Zentrum der Formtheorie der klassischen Moderne. Seit sich die Forschung zu Rudolf Borchardt deutlich belebt hat, reproduziert sie beharrlich das Bild eines kulturkonservativen Antimodernisten. Auch die breite editorische Erschließung seines Werks, die eine Gestalt von überraschender Universalität und Dialogfreude sichtbar gemacht hat, hat an diesem Bild nichts geändert. Ingo Stöckmanns Buch »Formverlangen« lenkt den Blick demgegenüber auf die vielgestaltige literarische Formtheorie, die Borchardts Essays und Reden ausarbeiten – gleich ob sie vom Zusammenbruch der Überlieferung, ihrer ›schöpferischen Restauration‹ in hoch ambitionierten Übersetzungs- und Editionsprojekten, von bewunderten Referenzautoren, historischen Architekturen und Kulturlandschaften, der entfesselten Wanderschaft von Menschen und Dingen durch die Katastrophen der Geschichte oder dem Schicksal der Philologien sprechen. Damit wird Borchardts Formdenken als zentrales Theoriemoment einer literarischen Moderne sichtbar, in der die rauschenden Sprachbeschwörungen und idiosynkratischen Konzeptwelten des Autors nie heimisch werden wollten. Dennoch gehören sie dieser Moderne an: In dem Maße, in dem der Name »Borchardt« im Rahmen der Studie nur der Name für ein Formproblem ist, ist Borchardts ›Antimodernismus‹ ein Selbstmissverständnis des Autors.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2024
Copyrightjahr
2024
ISBN-Print
978-3-8353-5702-0
ISBN-Online
978-3-8353-8708-9
Verlag
Wallstein, Göttingen
Sprache
Deutsch
Seiten
608
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
  2. I. Einleitung. Rudolf Borchardts Formen Kein Zugriff Seiten 7 - 26
    1. 1. Potenzierte Form. Die Form der Form Kein Zugriff
    2. 2. Negative Theologie der Form. ›Das Gespräch über Formen‹, die Literatur Kein Zugriff
    3. 3. Pseudologie: Veltheim Kein Zugriff
    4. 4. »Höhere Wiedergeburt« der Form. Hofmannsthal Kein Zugriff
    5. 5. Diaphane Form I: Pater Kein Zugriff
    6. 6. Die Form Europas. Benedetto Croce und die Hegelsche Philosophie Kein Zugriff
    7. 7. Frauenpoesie. Die »Endymionisierung« der Form bei Edna St. Vincent Millay Kein Zugriff
    1. 1. Wanderschaft. Das Schicksal der Form Kein Zugriff
    2. 2. Lebensform. Autobiographie und Allegorie Kein Zugriff
    3. 3. Erschwerte Form. Dante-Übertragungen Kein Zugriff
    4. 4. Diaphane Form II: Vergil Kein Zugriff
    5. 5. Die Szene der Form. Eine Tonscherbe Kein Zugriff
    6. 6. Rückübertragung der Form I: Pindar Kein Zugriff
    7. 7. Rückübertragung der Form II: Altionische Götterlieder Kein Zugriff
    1. 1. Quellen Kein Zugriff
    2. 2. Forschung Kein Zugriff
  3. Personen- und Sachregister Kein Zugriff Seiten 603 - 608

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