Lektüren der Ähnlichkeit um 1900
Modi der Sinnerzeugung in der klassischen Moderne- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Ähnlichkeiten, Band 2
- Verlag:
- 2024
Zusammenfassung
Um 1900 verstärken sich die Tendenzen, die als wesentlich modern gelten, in Wissenschaft und Kunst, aber auch in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Organisation dermaßen, dass – im Gegensatz zum größten Teil des vorangegangenen Jahrhunderts – von einer neuen Qualität gesprochen werden muss. Gerade in dieser Umbruchzeit hat ein Begriff Konjunktur, der lange Zeit als anti- oder vormodern par excellence gegolten hat: Ähnlichkeit. Ein Denken und Schreiben in Ähnlichkeit wird z.B. im Surrealismus, Dadaismus und im Primitivismus geübt, um sich gegen szientifische Rationalismen zu stellen, er wird aber auch im erkenntnistheoretischen Empiriokritizismus durch Ernst Mach, der Psychoanalyse durch Sigmund Freud oder in der Soziologie von Gabriel Tarde aufgegriffen.
Die hier versammelten Beiträge machen deutlich, dass der Begriff der Ähnlichkeit zum Katalysator der Darstellung wesentlicher Debatten wird. Er bietet sich daher an, um die Vielgestaltigkeit sowie das Ringen um Orientierung dieser Zeit zu fassen und sie jenseits von bidirektionalen Gegenläufigkeiten zu verstehen, die die Metapher des Januskopfes vielleicht nahelegen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2024
- ISBN-Print
- 978-3-8498-1930-9
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1931-6
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Reihe
- Ähnlichkeiten
- Band
- 2
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 229
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 12
- Andere Ähnlichkeiten Kein Zugriff Seiten 13 - 38 Matthias Bauer
- „… den inneren Menschen erfinden“ Kein Zugriff Seiten 39 - 60 Reto Rössler
- Ähnlichkeit beim frühen Sigmund Freud Kein Zugriff Seiten 61 - 78 Dominik Zink
- „Zwischen den Bauern und dem Schloß ist kein großer Unterschied“ Kein Zugriff Seiten 79 - 96 Claudia Liebrand
- Genealogische Bilder Kein Zugriff Seiten 97 - 120 Adrian Renner
- Wider die „Identitätskrämer“ Kein Zugriff Seiten 121 - 144 Sara Bangert
- „Die Geschichte als Dichterin“ Kein Zugriff Seiten 145 - 164 Claudia Öhlschläger
- Tödliche (koloniale) Seefahrten in der Moderne bei Arnold Böcklin und Georg Heym Kein Zugriff Seiten 165 - 186 Raluca Rădulescu
- Ähnlichkeit und Sinnsuche Kein Zugriff Seiten 187 - 202 Nadjib Sadikou
- Illusion der Ähnlichkeit und Funktionalisierung der Differenz in exemplarischen Werken des literarischen Primitivismus der Avantgarden Kein Zugriff Seiten 203 - 224 Hubert Roland
- Zu den Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 225 - 229





