Ähnlichkeit um 1800
Konturen eines literatur- und kulturtheoretischen Paradigmas am Beginn der Moderne- Herausgeber:innen:
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- Reihe:
- Ähnlichkeiten, Band 1
- Verlag:
- 2019
Zusammenfassung
Die Poetiken von Klassik und Romantik stehen im Zeichen der Ähnlichkeit. Hat man dies bislang ausschließlich als Restbestand eines vormodernen analogischen Denkens aufgefasst, so verkehrt der Band diese Perspektive und begreift die Figurationen der Ähnlichkeit in der Goethezeit gleichsam von der ›Zukunft‹ her: als eine zwischen Identität und Differenz changierende ›Figur des Dritten‹, die in Richtung der Moderne weist und Schematismus und Typologisierung im Ästhetischen wie im Sozialen kritisch hinterfragt. Wie die Beiträge zu Herder, Kleist, Goethe und Novalis sowie zu Formaten wie dem tableau vivant oder der Mediologie des Doppelgängers aufzeigen, vermittelt und übersetzt Ähnlichkeit in dieser historischen Umbruchsphase zwischen Form- und Wissensbeständen und modelliert das Verhältnis zum kulturell ›Anderen‹ und ›Fremden‹. Das Ähnliche der Goethezeit erscheint so als interdiskursiver wie transkultureller Operator, der an der viel besprochenen Transformation der Wissensordnung am Übergang zum 19. Jahrhundert in kaum zu überschätzendem Maße beteiligt ist.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- ISBN-Print
- 978-3-8498-1380-2
- ISBN-Online
- 978-3-8498-1381-9
- Verlag
- Aisthesis, Bielefeld
- Reihe
- Ähnlichkeiten
- Band
- 1
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 291
- Produkttyp
- Sammelband
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 2 - 6
- Vorwort Kein Zugriff Seiten 7 - 12 Anil Bhatti
- Ähnlichkeit um 1800. Einleitung Kein Zugriff Seiten 13 - 24 Iulia-Karin Patrut, Reto Rössler
- Das Andere der Differenz Kein Zugriff Seiten 27 - 62 Reto Rössler
- Goethes Denken in Analogien Kein Zugriff Seiten 63 - 98 Ralf Simon
- Identität, Differenz und Ähnlichkeit bei Novalis Kein Zugriff Seiten 99 - 134 Dominik Zink
- Das ‚A‘ und ‚J‘ der Ähnlichkeit Kein Zugriff Seiten 137 - 152 Dieter Heimböckel
- Riskante Ähnlichkeit – der Doppelgänger Kein Zugriff Seiten 153 - 168 Hans Richard Brittnacher
- Heilige Bilder – gefährliche Bilder Kein Zugriff Seiten 169 - 208 Claus-Michael Ort
- Goethes Kritik des Ähnlichkeitsdenkens in »Die Wahlverwandtschaften« Kein Zugriff Seiten 209 - 236 Iulia-Karin Patrut
- Goethe / Morgenröte Kein Zugriff Seiten 239 - 252 Franziska Bergmann
- Schauplatz der Erinnerung Kein Zugriff Seiten 253 - 266 Dagmar von Hoff
- Tücken der Ähnlichkeit bei Lichtenberg, Jean Paul und Alfred Korzybski Kein Zugriff Seiten 267 - 286 Matthias Bauer
- Zu den Autorinnen und Autoren Kein Zugriff Seiten 287 - 291





