
Kalendergeschichte, Fait Divers, Twitter
Zur Medienästhetik kleiner Formen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2023
Zusammenfassung
Kalendergeschichte und Fait Divers als Ausgangspunkt einer grundlegenden Reflexion auf die besondere Medienästhetik kleiner Formen. Vom Werbeslogan bis zur Twitternachricht – Kürze ist der Imperativ unserer Zeit. Die Ästhetik des Schnellen, Ephemeren, Schnappschussartigen hat Konjunktur. Und doch steht sie zugleich in einer langen Tradition. Ausgehend von der besonderen Poetik der Kalendergeschichte Johan Peter Hebels und der Faits Divers Félix Fénéons analysiert Fabian Goppelsröder die spezifische Medienästhetik kleiner Formen. Beide gewinnen ihre besondere Poetik nicht allein aus Zeichenzahlstandards und Seitenbeschränkungen, sondern aus dem Spiel des Kleinen mit dem ihm einbettenden Kontext, aus dem subversiven Umgang mit den Gebrauchs- und Rezeptionsroutinen ihres ›massen‹-medialen Futterals, dem Kalender und der Tageszeitung. Analog, so die These, ist die Ästhetik kleiner Formen überhaupt nie frei von dem sie einbettenden jeweiligen Medium zu denken. Absolute Kürze gibt es nicht. Relative Kürze aber manifestiert sich erst im Spiel mit den durch mediale Praktiken auferlegten Vorgaben und Beschränkungen. In unserer auf Leistung und Effizienz gerichteten Gegenwart birgt die kleine Form mithin nicht allein die Möglichkeit zu weiterer Optimierung, sondern auch das Potenzial einer ästhetischen Befragung der unser Alltagshandeln leitenden Paradigmen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2023
- ISBN-Print
- 978-3-8353-5396-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-8421-7
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 192
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Zur Sache Kein Zugriff Seiten 7 - 14
- Kalender und Kalendergeschichte Kein Zugriff
- Der ›Badische Landkalender‹ und das Gymnasium Illustre Kein Zugriff
- Hebel, der ›Heimat‹-Dichter Kein Zugriff
- Hebel, der Kalendermann Kein Zugriff
- Hebels volkstümlicher Ton Kein Zugriff
- Hebels Humanismus der Ambiguität Kein Zugriff
- Kalender und Schatzkästlein: Zur Medienästhetik des ›Rheinländischen Hausfreunds‹ Kein Zugriff
- Die französische Presse und der Fait Divers Kein Zugriff
- Fénéons Weg zur Kleinen Form Kein Zugriff
- Zeitung und Telegraph Kein Zugriff
- Neo-impressionistische Kontraste Kein Zugriff
- Symbolistische Epistemologie Kein Zugriff
- Anarchistische Ästhetik – Ästhetischer Anarchismus Kein Zugriff
- Felix Fénéons ›Nouvelles en trois lignes‹ Kein Zugriff
- Auf dem Weg: Feuilleton, Gonzo, Twitter Kein Zugriff
- Mehr als kurz: Das Phänomen Twitter Kein Zugriff
- ›Perpetual Beta‹ als ästhetisches Spiel Kein Zugriff
- Tweet and Stream Kein Zugriff
- Zum Schluss Kein Zugriff Seiten 140 - 143
- Anmerkungen Kein Zugriff Seiten 144 - 182
- Literatur Kein Zugriff Seiten 183 - 191
- Abbildungen Kein Zugriff Seiten 192 - 192




