
Entnazifizierungsgeschichten
Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit- Autor:innen:
- Verlag:
- 2020
Zusammenfassung
Die Entnazifizierung neu erzählt - ein genauer Blick auf die individuelle Auseinandersetzung der Deutschen mit ihrer NS-Vergangenheit.
Über die Entnazifizierung scheint das Urteil längst gesprochen: In Öffentlichkeit und Forschung gilt sie als missglückter Versuch einer frühen Vergangenheitsbewältigung, der vor allem an Täuschung und Vertuschung durch die betroffenen Deutschen scheiterte. Hanne Leßau zeigt, warum diese Einschätzung zu kurz greift. Gestützt auf Tagebücher, Notizzettel, Briefe und Zeitungsartikel sowie auf die Verfahrensakten macht sie eindrücklich sichtbar, dass die politische Überprüfung eine intensivere und ernsthaftere Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus anstieß, als wir heute vermuten. Ihr genauer Blick auf das Agieren der Deutschen in den komplexen Prüfbürokratien legt frei, dass viele versuchten ohne Schaden durch die Entnazifizierung zu kommen. Dabei entwickelten die zu Prüfenden neue Deutungen der eigenen NS-Vergangenheit, die für sie selbst ebenso glaubhaft sein mussten wie für andere. Ein erhellender Blick auf die Entnazifizierung und das Verhalten der Deutschen in den ersten Nachkriegsjahren, mit dem sich zentrale Fragen nach dem Übergang von der NS-Diktatur zur Bundesrepublik neu stellen.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2020
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3514-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4460-0
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 526
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Historische Forschungen zur Entnazifizierung Kein Zugriff
- Eine neue Perspektive Kein Zugriff
- Vorgehensweise, Quellen und Aufbau Kein Zugriff
- I. Die Entnazifizierung in der alliierten Nachkriegspolitik Kein Zugriff Seiten 37 - 54
- 1. Entstehung und Bedeutung des alliierten Fragebogens Kein Zugriff
- 2. Fragelogiken der Entnazifizierungsfragebögen Kein Zugriff
- 3. Das Ausfüllen des Fragebogens Kein Zugriff
- 4. Wahre und falsche Antworten Kein Zugriff
- 1. Bedingungen privater Kommunikation in der frühen Nachkriegszeit Kein Zugriff
- 2. Das millionenfache Sprechen über personelle NS-Vergangenheiten in der Leumundspraxis Kein Zugriff
- 3. Dynamiken der Zeugnisausstellung zwischen persönlich Bekannten Kein Zugriff
- 4. Die argumentative Struktur der Leumundszeugnisse und ihre kommunikativen Ursachen Kein Zugriff
- 1. Die Entnazifizierungsgeschichten und ihre Verfasser Kein Zugriff
- 2. Biografisches Erzählen und die Distanzierung vom Nationalsozialismus Kein Zugriff
- 3. Das Themenspektrum der Entnazifizierungsgeschichten und sein erfahrungsgeschichtlicher Hintergrund Kein Zugriff
- 1. Rechtliche Regelungen, institutionelle Logiken und der Umgang mit Wissen in der Entnazifizierung Kein Zugriff
- 2. Personal und Arbeitsbedingungen der Entnazifizierungsausschüsse in der britischen Besatzungszone Kein Zugriff
- 3. Das unaufgeforderte Aufsuchen von Ausschüssen und Prüfern Kein Zugriff
- 4. Die formelle Entscheidungsfindung in den Haupt- und Unterausschüssen Kein Zugriff
- 5. Juristische Verfahrensweisen und ihre Auswirkungen auf die Entnazifizierungsgeschichten Kein Zugriff
- 1. Das Bewahren der Entnazifizierungsakten Kein Zugriff
- 2. Die Erfahrung der Entnazifizierung und der Rückblick auf die eigene NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik Kein Zugriff
- Schluss: Was war die Entnazifizierung? Kein Zugriff Seiten 475 - 489
- Dank Kein Zugriff Seiten 490 - 491
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 492 - 493
- Tabellen und Abbildungen Kein Zugriff Seiten 494 - 494
- Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 495 - 526




