Edmund Husserl
Werk und Wirkung- Autor:innen:
- Verlag:
- 2016
Zusammenfassung
Die Entwicklung des Husserlschen Denkens weist trotz einiger Wandlungen in sich eine gewisse Stimmigkeit auf. Diese läßt sich darin finden, daß Husserl an der Anschauung als dem legitimierenden Prinzip des Erkennens festhält. Die Anschauung aber ist an der Selbstgebungsmöglichkeit dessen, was Gegenstand des Philosophierens wird, ausgerichtet. Das so Zusammengehörige ermöglicht Deskription. Die Selbstreflexion und ihre Ergebnisse sind diesen methodischen Voraussetzungen einbehalten. Sie werden in einer Bewußtseinsphilosophie entfaltet, deren Ausgangsformel die synthetische Einheit des Bewußtseins-von-etwas ist. Die für die Neuzeit charakteristischen subjektivitätsphilosophischen Grundzüge des Husserlschen Denkens unterliegen im Fortgang seiner Entwicklung gravierenden Modifikationen, durch die Husserl Wegbereiter einer im 20. Jahrhundert aufblühenden phänomenologischen Bewegung geworden ist, die sich von der mit Descartes anhebenden Subjektivitätsphilosophie grundsätzlich unterscheidet: Das (transzendentale) Subjekt wird z. B. sich zeitigendes ursprüngliches Zeitbewußtsein. Ferner öffnet Husserls Zuwendung zur Lebenswelt den Blick für deren historische Eigenart. Von der Lebenswelt aus gesehen erweist sich das Weltbestimmungsresultat der objektiven Naturwissenschaften als eine idealisierende Substruktion, die Menschen in der Geschichte Europas über sich aufgerichtet haben, von der die Welt, in der sie leben, unterschieden ist. Mit der Lebenswelt hat sich der phänomenologischen Bewegung ein weites Themenfeld eröffnet. Indem die objektive Wissenschaft zur Herrschaft der Technik geführt hat, stürzt sie das menschliche Leben und seine Welt in eine Krise.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2016
- ISBN-Print
- 978-3-495-86085-4
- ISBN-Online
- 978-3-495-86085-4
- Verlag
- Karl Alber, Baden-Baden
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 308
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 8
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 9 - 16
- § 1 Husserls Werk und die phänomenologische Bewegung Kein Zugriff
- § 2 Die Entwicklung der Husserlschen Phänomenologie Kein Zugriff
- § 3 Husserls vorphänomenologisches Denken zwischen Psychologismus und Objektivismus Kein Zugriff
- a) Die Intentionalität des Bewusstseins Kein Zugriff
- b) Bedeutungsintention und Bedeutungserfüllung Kein Zugriff
- § 5 Einige Grundprobleme einer reinen Logik Kein Zugriff
- § 6 Der transzendentale Standpunkt Kein Zugriff
- § 7 Reines Bewusstsein undWelt. Gegebensein und Sein Kein Zugriff
- a) Die Gliederung des Reiches der Noesen und Noemata Kein Zugriff
- b) Der Aufbau des Noema Kein Zugriff
- § 9 Evidenz, Gegebensein, Sein,Wahrheit Kein Zugriff
- a) Die eidetische Reduktion Kein Zugriff
- b) Das Formale. Seine Seinweise und seine Zugehörigkeit zum Logos des Seienden Kein Zugriff
- § 11 Das transzendentale Ego Kein Zugriff
- § 12 Die Intersubjektivität Kein Zugriff
- § 13 Die Geschichte des Denkens Kein Zugriff
- § 14 Lebenswelt undWissenschaft Kein Zugriff
- § 15 Lebensweltliche und objektive Wissenschaftlichkeit Kein Zugriff
- § 16 Der Übergang zur transzendentalen Einstellung von der Lebenswelt aus Kein Zugriff
- § 17 Reine Psychologie und transzendentale Phänomenologie Kein Zugriff
- § 18 Husserls Phänomenologie und die Gegenwart Kein Zugriff
- § 19 Wegweisende Vorfragen und Hinweise Kein Zugriff
- § 20 Spezifika der Zeitkonzeption Husserls Kein Zugriff
- § 21 Nähe und Ferne zwischen Husserl und Descartes Kein Zugriff
- § 22 Fluss, Form und Synthetisierungsleistung des Zeitbewusstseins in der Passivität Kein Zugriff
- § 23 Probleme derWiedererinnerung Kein Zugriff
- § 24 Die Erzeugung von allzeitlichen Verstandesgegenständlichkeiten und ihr Zeitbezug Kein Zugriff
- § 25 Das ichliche Bewusstsein-von-etwas, seine Bildung aus dem unthematisch-vorgegenständlich bewussten Zeitfluss und seine auf den Zeitfluss rückbezügliche Identität Kein Zugriff
- § 26 Die aus einem Selbstüberstieg des Zeitflusses resultierende zeitfreie Identität des Ich Kein Zugriff
- §27 Das Menschen-Ich in seiner Unangewiesenheit auf einen reflexionsabhängigen Rückstieg in sein transzendentales Ichsubjekt zum Zwecke der Konstitution seiner Lebenswelt als der Welt Kein Zugriff
- §28 Die Wahrnehmung als Weltbezug des intentionalen Bewusstseins und in ihrer Funktion für der Natur verhaftete Menschen Kein Zugriff
- §29 Zur Problematik des phänomenologischen Gegenstandsbegriffes und seiner Grundlagen Kein Zugriff
- §30 Prämundane transzendentale Ichsubjekte und die Geschichtlichkeit von Menschen-Ichen und deren Welten Kein Zugriff
- §31 Sinngeschichtliche Individuierungen Kein Zugriff
- §32 Das lebensweltliche Menschen-Ich und die Geschichte der neuzeitlichen Naturwissenschaft Kein Zugriff
- §33 Die teleologische Geschichte der Phänomenologie vor dem Hintergrund geschichtlicherWeltbildungen Kein Zugriff
- §34 Die transzendentale Phänomenologie im Rahmen einer Konzeption des geschichtszeitlichen Weltwerdens von Sprachwelten Kein Zugriff
- Bibliographie Kein Zugriff Seiten 296 - 302
- Personenregister Kein Zugriff Seiten 303 - 304
- Sachregister Kein Zugriff Seiten 305 - 308





