
Ungleichheit und Verfassung
Vorschlag für eine relationale Rechtsanalyse- Autor:innen:
- Verlag:
- 10.04.2019
Zusammenfassung
Als Grundlagendokumente demokratischer Gesellschaften versprechen Verfassungen Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Wie aber verhält sich dieser normative Anspruch zu den realen gesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnissen?
Aufbauend auf ökonomiekritischen Perspektiven und feministischen Rechtskritiken entwirft die Autorin eine relationale, das heißt soziale Verhältnisse einbeziehende, Rechtsanalyse. Die Studie stellt sowohl einen methodischen Rahmen für die Rechtswissenschaft als auch ein Vokabular für gleichheitsorientierte Auslegungen des Verfassungsrechts zur Verfügung. Dazu rekonstruiert die Autorin in drei Fallstudien zu Umverteilung, Anerkennung und Repräsentation, wie ökonomische und geschlechtliche Ungleichheitsverhältnisse in der Praxis des Grundgesetzes und des Unionsrechts verhandelt werden. Dabei wird deutlich, dass die Entwicklung einer verfassungsrechtlichen Sprache für die Adressierung struktureller Ungleichheit entscheidend mit dem methodischen Zugriff zusammenhängt. Während der tradierte Rechtsindividualismus zu systematischen Hürden führt, ermöglicht eine relationale Perspektive die Thematisierung gesellschaftlicher Ungleichheit als Verfassungsfrage.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2019
- Erscheinungsdatum
- 10.04.2019
- ISBN-Print
- 978-3-95832-181-6
- ISBN-Online
- 978-3-7489-0168-6
- Verlag
- Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 384
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/InhaltsverzeichnisSeiten 1 - 8 Download Kapitel (PDF)
- Verfassungsfragen und Ungleichheit
- Forschungslücke
- Kritik: Subjekte als Unabhängige, Freie und Gleiche
- Analyseperspektive
- Aufbau des Buches Seiten 32 - 34 Download Kapitel (PDF)
- Umverteilung und Klasse
- Soziale Rechte
- Normativ schwache Verfassungspraxis
- Rationalisierung: Das Soziale als das Andere
- Drei abweichende Meinungen – drei Konkretisierungsversuche
- Von der Grundsatzkontroverse zur begrenzten Sozialstaatlichkeit
- Etatistisch-konservative Sozialstaatlichkeit
- Genese materialer Grundrechtsgehalte
- Abwehr: Eigentum
- Gleichheit: ungleich Egalisierung
- Leistung: Menschenwürde
- Rechtskonflikte um ein sozialstaatliches Europa
- Rechtlicher Rahmen
- Transnationale soziale Rechte
- Einmal Sozialbürgerschaft und zurück?
- Umkämpfte Zugehörigkeit
- Rechtsstaatliche Verfassungsrationalität und Gesetzgebungsspielraum
- Produktive Grenzziehungen
- Relationale Perspektiven
- Anerkennung und Geschlecht
- Gleichheitsgebot und Diskriminierungsverbot
- Formal-symmetrische Gleichheit
- Material-asymmetrische Gleichheit
- Fallstricke der Verhandlung von Identität
- Rentenalter
- Nachtarbeit
- Nach der Nachtarbeit
- Drei Potentiale des materialen Diskriminierungsverständnisses
- Die Rechtsfigur der mittelbaren Diskriminierung
- Akkommodierung von Sorgearbeit in der Alterssicherung
- Zusammenfassung
- Klasse: Zugang zu qualifizierten Berufen
- Geschlecht: die andere Geschlechterperformance
- Rasse: antimuslimische Hierarchisierung
- Und die staatliche Neutralität? Inklusive – exklusive Ordnung
- Zusammenfassung
- Umfassendes Diskriminierungsverständnis
- Geschlechterstereotype im Konventionstext
- Völkerrechtsfreundliches Grundgesetz
- Impulse
- Relationale Methodik
- Stereotypensensible Maßstabsbildung
- Neoliberalismus und Emanzipation
- Repräsentation und die Präsenz der Anderen
- Geschlecht in der Staatsorganisation
- Demokratie
- Staatsämter: Judikative und Exekutive
- Grundgesetzliche Kompetenzordnung
- Geschlechtliche Codierung der Gesetzgebungskompetenzen
- Kompetenzkonflikte um das Ernährermodell
- Abstrakte Staatlichkeit
- Geschlechtsloser Föderalismus
- Schluss Seiten 337 - 343 Download Kapitel (PDF)
- Danksagung Seiten 344 - 344 Download Kapitel (PDF)
- Literatur Seiten 345 - 373 Download Kapitel (PDF)
- Ausführliches Inhaltsverzeichnis Seiten 374 - 384 Download Kapitel (PDF)



