
Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus
Zur Lage der politischen Kultur der USA- Autor:innen:
- Verlag:
- 2021
Zusammenfassung
Zwischen Nationalismus und Patriotismus, Einheit und Spaltung. Was bedeutet der amerikanische Staatsbürgersentimentalismus für den gesellschaftlichen und nationalen Zusammenhalt der USA?
Das Sentimentale in der amerikanischen politischen Kultur mag konjunkturellen Schwankungen unterliegen, ist aber seit der Gründung der USA ein fest etabliertes Muster zur Erzeugung von öffentlichem Gefühl und Gemeinschaft. Dabei war das verstärkte Auftreten des Sentimentalen in der US-amerikanischen Geschichte stets ein Symptom für politische Krisen und damit einhergehende Krisen der politischen Kommunikation. Dennoch hat sich der Staatsbürgersentimentalismus für amerikanische Staatslenker und Protestbewegungen gleichermaßen bewährt. Die Präsidentschaft Donald Trumps stellt eine eklatante Abkehr von den Konventionen des Staatsbürgersentimentalismus dar. Trump hat immer wieder bewiesen, dass ihm Zeichen der Empathie, des Mitleids, der Trauer fremd sind. Zahlreiche Beispiele zeigen jedoch, dass Amerikanerinnen und Amerikaner in ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement den Staatsbürgersentimentalismus in öffentlichen Artikulationen von Trauer, Mitleid und Sorge weiterhin bemühen. Nicht erst seit dem letzten Wahlkampf ist allerdings überdeutlich, dass Mitgefühl und affektive Identifikation nicht mehr hinreichend sind, um die tiefgreifenden gesellschaftlichen Polarisierungen im Land zu überbrücken.
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2021
- ISBN-Print
- 978-3-8353-3923-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-4649-9
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 190
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- 1 Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus als Phänomen und interdisziplinäres Forschungsfeld Kein Zugriff Seiten 7 - 29
- 2 Die erste große Einfühlung: Die Geburtsstunde des amerikanischen Staatsbürgersentimentalismus Kein Zugriff Seiten 30 - 48
- 3 Erstes Szenario: #FreeMelania – Mitgefühl für eine Frau in Not? Kein Zugriff Seiten 49 - 62
- 4 Zweites Szenario: #FamiliesBelongTogether – Trennungsschmerzen Kein Zugriff Seiten 63 - 84
- 5 Drittes Szenario: Das Begräbnis von John McCain – Trauer um einen Helden Kein Zugriff Seiten 85 - 97
- 6 Viertes und fünftes Szenario: Andrew Cuomos »Matilda’s Law« und Kristin Urquizas Ofrenda – Sorge und Trauer in Zeiten von Corona Kein Zugriff Seiten 98 - 112
- 7 Sechstes Szenario: »Examine Your Heart« – Die trauernden Mütter der Black Lives Matter-Bewegung Kein Zugriff Seiten 113 - 135
- 8 Siebtes Szenario: »Finding Purpose in Grief« – Joe Bidens ›Leidensweg‹ zur Präsidentschaft Kein Zugriff Seiten 136 - 147
- 9 Schluss: »Richtig fühlen« ist nicht genug Kein Zugriff Seiten 148 - 158
- Dank Kein Zugriff Seiten 159 - 160
- Quellenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 161 - 188
- Abbildungsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 189 - 190




