
Nazi-Jagd
Südamerikas Diktaturen und die Ahndung von NS-Verbrechen- Autor:innen:
- Verlag:
- 2013
Zusammenfassung
Die Suche nach NS-Verbrechern und Kollaborateuren in Südamerika.
Südamerika wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Fluchtpunkt zahlreicher NS-Verbrecher und Kollaborateure. Es gab jedoch bald vielseitige Bemühungen, die Justizflüchtigen aufzuspüren und sie vor Gericht zu bringen.
Daniel Stahl nimmt die Akteure dieser »Nazi-Jagd« – Privatpersonen, nichtstaatliche und staatliche Institutionen– in den Blick. Er zeigt, dass die Nazi-Jagd nicht allein als Nachgeschichte des Nationalsozialismus zu verstehen ist, die den Wandel im Umgang mit NS-Verbrechen widerspiegelte und gleichzeitig vorantrieb. Sie wurde auch zum Bestandteil der Auseinandersetzung mit der Repression durch autoritäre Regime in Südamerika: Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten gingen davon aus, dass die justizflüchtigen NS-Täter und Kollaborateure auch nach 1945 im Dienste südamerikanischer Diktatoren an staatlichen Gewaltverbrechen beteiligt waren, und unterstützten die Bemühungen zu ihrer Ergreifung. Die Nazi-Jagd wird deshalb als eine Geschichte von Wechselwirkungen zwischen der Ahndung von NS-Verbrechen und dem Umgang mit der Repression durch südamerikanische Regime erzählt: als Teil transnational verflochtener Auseinandersetzungen mit staatlich veranlassten Gewaltverbrechen.
In der Reihe zuletzt erschienen
Die Geburt des Zeitzeugen nach 1945, hg. von Martin Sabrow und Norbert Frei (2012); Henning Tümmers: Anerkennungskämpfe. Die Nachgeschichte der nationalsozialistischen Zwangssterilisationen in der Bundesrepublik (2011).
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Bibliographische Angaben
- Copyrightjahr
- 2013
- ISBN-Print
- 978-3-8353-1112-1
- ISBN-Online
- 978-3-8353-2412-1
- Verlag
- Wallstein, Göttingen
- Sprache
- Deutsch
- Seiten
- 432
- Produkttyp
- Monographie
Inhaltsverzeichnis
- Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 6
- Einleitung Kein Zugriff Seiten 7 - 18
- Der argentinisch-amerikanische Konflikt Kein Zugriff
- Bradens Kreuzzug gegen den Peronismus Kein Zugriff
- Argentinische Fluchthilfe Kein Zugriff
- Justizflüchtige in Brasilien Kein Zugriff
- Perón und das Nazigold Kein Zugriff
- Der Fall Pavelić Kein Zugriff
- Das Auslieferungsersuchen gegen Karl Klingenfuß Kein Zugriff
- Das vorläufige Ende staatlicher Fahndungsbemühungen Kein Zugriff
- Fritz Bauer und der Mossad Kein Zugriff
- Nachholender Widerstand Kein Zugriff
- Botschafter Junker und die Justizflüchtigen Kein Zugriff
- Das Auslieferungsverfahren gegen Walther Rauff Kein Zugriff
- Deutsch-paraguayische Spannungen Kein Zugriff
- Der Kampf gegen die Verjährung Kein Zugriff
- Der deutsch-argentinische Rechtshilfeverkehr Kein Zugriff
- Die Auslieferung Franz Stangls Kein Zugriff
- Die Politisierung des Falls Barbie in Bolivien Kein Zugriff
- Menschenrechtsaktivismus und Nazi-Jagd Kein Zugriff
- Die Auslieferungsersuchen gegen Eduard Roschmann und Josef Schwammberger Kein Zugriff
- Walter Kutschmann Kein Zugriff
- Gustav Wagner Kein Zugriff
- 3. Barbie und der bolivianische Demokratisierungsprozess Kein Zugriff
- Walther Rauff und die Proteste gegen das Pinochet-Regime Kein Zugriff
- Die Mengele-Kampagne Kein Zugriff
- Das Auslieferungsverfahren gegen Walter Kutschmann Kein Zugriff
- Arbeit am peronistischen Image Kein Zugriff
- Der Fall Erich Priebke Kein Zugriff
- Die Auslieferungsurteile und der Kampf gegen die argentinischen Amnestiegesetze Kein Zugriff
- Das argentinische Ustaša-Exil Kein Zugriff
- Schluss Kein Zugriff Seiten 364 - 377
- Dank Kein Zugriff Seiten 378 - 379
- Spanischsprachige Zitate Kein Zugriff Seiten 380 - 384
- Überblick über wichtige Fahndungs- und Auslieferungsverfahren Kein Zugriff Seiten 385 - 391
- Quellen und Literatur Kein Zugriff Seiten 392 - 422
- Abkürzungen Kein Zugriff Seiten 423 - 425
- Personenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 426 - 432




