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Ethik des Trostes

Hans Blumenbergs Kritik des Unbegrifflichen
Autor:innen:
Verlag:
 2019

Zusammenfassung

Der Mensch ist ein Wesen, das in besonderer Weise auf Trost angewiesen ist. Mythos und Theologie, Literatur und Philosophie, Psychoanalyse und Medizin – kulturgeschichtlich treten unterschiedliche Formen der Welt- und Selbstdeutung auf, die sich auf ihre Trostfunktion hin beschreiben lassen. So verschieden solche Tröstungen sind, haben sie doch allesamt metaphorische und narrative Anteile. Eben diese Bilder und Geschichten, wie sie in unterschiedlichen Bereichen auftreten, hat Hans Blumenberg als unbegriffliche Formen untersucht. Dabei ging es ihm auch darum, Trostangebote und Trostprogramme einer Kritik zu unterziehen. Diese Kritik beruht auf einer Anthropologie, wie sie Blumenberg über viele Schriften hinweg erarbeitet hat.

Die vorliegende Untersuchung eignet sich auch als Einführung in die Anthropologie des Philosophen. Blumenberg beschreibt den Menschen als das trostbedürftige Wesen, das in seinem Streben nach Vollendung und Unsterblichkeit, nach Wahrheit und Glück fragmentarisch und enttäuschungsanfällig bleibt. Um mit der Endlichkeit umzugehen, muss der Mensch stets zu einem menschlichen Maß finden. Hierbei kommt dem Trost eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Doch was genau ist Trost? Und wie gehen wir damit um, dass nicht alles, was tröstet, gut ist? Die Unterscheidung zwischen menschlichem und unmenschlichem Trost führt den Autor auf drei Haltungen, die Blumenbergs Philosophie auszeichnen: auf den tröstlichen Humor, auf die tröstliche Erinnerung als eine Verpflichtung gegenüber den anderen und auf die vorsichtige Skepsis der Nachdenklichkeit.

Die Studie zeigt, wie Blumenberg von seiner Beschreibung des Menschen aus zu einer Ethik des Trostes gelangen konnte. So wird auf die Frage nach der Stellung der Ethik in Blumenbergs Denken erstmals umfänglich geantwortet. Blumenbergs Philosophie kann Orientierung geben, um zu einem humanen Umgang damit zu finden, dass wir auf allen Gebieten der Trostsuche wie des Trostspendens stets ins Unbegriffliche unserer Bilder und Geschichten verstrickt bleiben.


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Bibliographische Angaben

Copyrightjahr
2019
ISBN-Print
978-3-95832-194-6
ISBN-Online
978-3-7489-0661-2
Verlag
Velbrück Wissenschaft, Weilerswist
Sprache
Deutsch
Seiten
320
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Titelei/Inhaltsverzeichnis Kein Zugriff Seiten 1 - 10
  2. Trost für den Menschen – Eine Einleitung Kein Zugriff Seiten 11 - 26
    1. Zur Genese einer Disziplin – Die kantische Unterscheidung von pragmatischer und physiologischer Hinsicht Kein Zugriff
    2. Anthropologie-Aversionen Kein Zugriff
    3. den methodologischen Anschlüssen der Anthropologie Blumenbergs Kein Zugriff
    4. Zur Kritik an der naturalistischen Auffassung des Mängelwesen-Modells Kein Zugriff
    5. Der Prometheus-Mythos als Paradigma und seine kulturphilosophischen Transformationen Kein Zugriff
    6. Trost als anthropologische Kategorie bei Blumenberg Kein Zugriff
    1. Trost und Rhetorik Kein Zugriff
    2. Trost und Metapher Kein Zugriff
    3. Zum Symbolbegriff in Kants »Kritik der Urteilskraft« Kein Zugriff
    4. Zur Genese der symbolischen Erkenntnisart bei Kant Kein Zugriff
      1. Zur Anthropologisierung reiner praktischer Vernunft Kein Zugriff
      2. Zum pragmatischen Gehalt einer symbolischen Erkenntnis Kein Zugriff
    5. Vom Eindruck zum Ausdruck – Cassirer zur Metapher Kein Zugriff
    6. Blumenbergs metaphorologischer Anschluss Kein Zugriff
    7. Metaphorik und Unbegrifflichkeit Kein Zugriff
    8. Funktion und Leistungsgrenze des Begriffs Kein Zugriff
    9. Metaphorologie und Symboltheorie Kein Zugriff
    10. Metapher und Rhetorik Kein Zugriff
      1. Metapher, Mystik und Mythos Kein Zugriff
      2. Reflektierte Praxis des animal symbolicum Kein Zugriff
      3. Tröstliche Vieldeutigkeit Kein Zugriff
      1. Freud, Cassirer, Gehlen Kein Zugriff
      2. Arbeit an Geschichten gegen die Furcht Kein Zugriff
      3. Bedeutsamkeit – zum Wirkungspotential von Mythen Kein Zugriff
      4. Mythos und Ästhetisierung Kein Zugriff
      5. Mythos und Logos – Arbeit am Mythos als Vernunftkritik Kein Zugriff
      6. Mythos und Dogma Kein Zugriff
      7. Arbeit gegen die Remythisierung Kein Zugriff
      8. Die Ambivalenzen des Mythos und der Trost narrativer Philosophie Kein Zugriff
      1. Anekdote und Glosse als humoristische Genres Kein Zugriff
      2. Humor und Abschweifung Kein Zugriff
      3. Humor, Delegation, Distanz Kein Zugriff
      4. Humor und Ironie in der Metaphorologie Kein Zugriff
      5. Humor und Resignation Kein Zugriff
      6. Humor und Glück Kein Zugriff
      1. Trost und Eschatologie Kein Zugriff
      2. Ein Gott, der sich in Welt verstrickt Kein Zugriff
      3. Ein Gott der Erinnerung Kein Zugriff
      4. Trost der Erinnerung Kein Zugriff
    1. Trost und Nachdenklichkeit Kein Zugriff
  3. Danksagung Kein Zugriff Seiten 296 - 296
  4. Siglenverzeichnis Kein Zugriff Seiten 297 - 302
  5. Bibliographie Kein Zugriff Seiten 303 - 314
  6. Autorenregister Kein Zugriff Seiten 315 - 320

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